Angelika / Engelwurz

(Angelica archangelica)


Angelika Die mannshohe Angelika ist eine alte Heilpflanze aus dem Norden.

Früher stand sie in jedem Garten, inzwischen findet man sie jedoch häufiger verwildert als in Hausgärten.

Sie gehört zur großen Familie der Doldenblütler und ist eine von den großen Vertretern dieser Familie. Trotz der Größe besteht Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Wasserschierling. Man sollte die Pflanze also sehr gut kennen, bevor man sie sammelt.



Steckbrief

Heilwirkung: antiseptisch,
abwehrsteigernd,
kraftspendend,
Appetitlosigkeit,
Blähungen,
Erkältungskrankheiten,
Erschöpfungszustände,
Rheuma,
Gicht,
Leberschwäche,
Magenschwäche,
Verstopfung,
Kreislauf stabilisierend,
Migräne,
Wechseljahrsbeschwerden,
Menstruationsbeschwerden,
wissenschaftlicher Name:Angelica archangelica
Pflanzenfamilie:Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:Angelica
Verwendete Pflanzenteile:Wurzel
Inhaltsstoffe:ätherisches Öl, Xanthotoxin, Imperatorin, Umbelliferon, Bitterstoff
Sammelzeit:zeitiges Frühjahr oder Spätherbst



Anwendung

Für einen Tee nimmt man einen halben TL trockene Wurzel auf eine Tasse Wasser. Der Tee wird kalt angesetzt, dann kurz aufgekocht und fünf Minuten ziehen gelassen. Davon trinkt man täglich bis zu zwei Tassen.

Auch als Tinktur ist die Angelika geeignet. Von der Tinktur nimmt man 2-3 mal täglich 20 Tropfen.

Angelika ist Bestandteil der Carminativum-Tinktur, die Blähungen lindert:

Äusserliche Anwendung

Siehe:

Pflanzenbeschreibung

Angelika Die Angelika ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie Blätter am Boden aus und im zweiten Jahr wächst sie hoch und blüht.

Im blühenden Zustand wird die Angelika bis zu 2 m hoch.

Wie andere Doldenblütler bestehen ihre Blüten aus Dolden, die bei der Angelika eher rund als flach sind.

Da sie nur sehr langsam keimt, ist es nicht so einfach, sie anzubauen. Wenn sie sich in einem Garten jedoch eingelebt hat, sät sie sich auch von selbst aus und kommt dann immer wieder.



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