Arnika(Arnica montana)
Die Arnika ist eine starke Pflanze, die hauptsächlich äußerlich als Tinktur eingesetzt wird.
Achtung! Arnika ist so scharf, daß sie in vielen Fällen am besten verdünnt angewendet wird.
Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Arnika.
Für die, die sie vertragen ist sie jedoch ein starkwirkendes Mittel bei Verletzungen aller Art.
Steckbrief
AnwendungDie Arnika ist eine sehr stark wirkende Heilpflanze, die eine gewisse Reizwirkung ausübt.Daher sollte man sie innerlich nur mit grosser Vorsicht und stark verdünnt anwenden. Auch äusserlich sollte man sie vor der Anwendung verdünnen. Bei vielen Menschen kann die Arnika auch Allergien auslösen, daher sollte man sich vorsichtig an die Anwendung der Arnika herantasten. TinkturDie Haupt-Anwendungsform der Arnika ist die Tinktur und zwar in reichlich Wasser verdünnt.Um eine Tinktur der Arnika selbst herzustellen, übergiesst man Arnikablüten in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Blüten bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. TeeArnika-Tee wird eher selten eingesetzt, man kann ihn aber ähnlich einsetzen wie verdünnte Tinkturen.Für einen Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel der getrockneten Arnika-Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. anschliessend abseihen. Diesen Tee verwendet man lauwarm zum Gurgeln oder halb-halbe verdünnt mit Wasser für Umschläge. AtemwegserkrankungenGut verdünnt, z.B. 10-25 Tropfen auf ein Glas lauwarmes Wasser, kann man die Arnika-Tinktur zur Behandlung von Halsentzündungen verschiedenster Art einsetzen. Dazu gurgelt man mit der Mischung.Getrunken hilft die verdünnte Tinktur auch gegen Erkältungen und Bronchitis. Andere innerliche AnwendungsgebieteEin weiteres wichtiges, innerliches Einsatzgebiet der Arnika sind Herzschwäche und Kreislaufbeschwerden.Die Arnika stärkt das Herz und bringt den Kreislauf in Schwung. Ausserdem hilft sie gegen krampfartige Beschwerden der Verdauungsorgane. Man kann sie auch gegen rheumatische Erkrankungen einsetzen. ÄusserlichDas Haupt-Einsatzgebiet der Arnika ist die äusserliche Anwendung, vor allem gegen stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen.Dazu macht man am besten Umschläge mit verdünnter Tinktur oder verdünntem Tee. Man kann die Arnika auch in Salben und Cremes gegen Verletzungen anwenden. Ausser gegen Verletzungen kann die Arnika auch gegen schlecht heilende Wunden helfen, weil sie durch die Reizung die Durchblutung fördert, was letztlich den Heilungsprozess in Gang bringt. Auch gegen Neuralgien wie Hexenschuss oder Ischias kann man die Arnika versuchen. Durch die durchblutungsfördernde Wirkung kann die Arnika auch gegen Krampfadern und Venenschwäche helfen. In manchen Fällen hat die Arnika auch bei Ekzemen eine heilende Wirkung. Aber da sie selbst hautreizend wirkt, kann sie in anderen Fällen sogar Ekzeme auslösen. Man sollte also auch bei der äusserlichen Anwendung der Arnika vorsichtig sein. Falls die Haut zu sehr gereizt wird, sollte man mit der Arnika-Behandlung aufhören.
Pflanzenbeschreibung
Die Arnika ist in Europa heimisch.
Obwohl sie theoretisch in allen Höhenlagen bis 2800 Meter vorkommt,
also auch im Flachland, trifft man sie doch vorwiegend in Berggegenden.
So findet man die Arnika beispielsweise in den Alpen und Vogesen. Sie bevorzugt saure Böden und meidet Kalk. In Deutschland ist die Arnika so selten, dass sie geschützt ist und daher nicht gesammelt werden darf. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 50 cm hoch. Meistens ist sie aber zwischen 20 und 30 cm gross. Am Boden wächst eine Art Rosette aus wenigen eiförmigen Blättern, die behaart sind. Der ebenfalls behaarte Stengel entspringt dieser Blattrosette und trägt seinerseits meistens ein bis zwei gegenständige Blattpaare. An der Spitze des Stengels und manchmal auch an Nebenstengeln, die den Blattachseln entspringen, blühen zwischen Juni und August leuchtend gelbe Korbblüten. Die Blüten der Arnika sehen meistens zerzaust und asymetrisch aus, was ein typisches Erkennungsmerkmal für die Arnika ist.
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