Bertram(Anacyclus pyrethrum)
In der Pflanzenheilkunde spielt sie kaum eine Rolle, auch in den meisten Kräuterbüchern fehlt sie. Wenn Hildegard von Bingen den Betram nicht für die tägliche Ernährung und als Heilkraut empfohlen hätte, wäre der Betram vielleicht inzwischen völlig in Vergessenheit geraten. Weil der echte Betram wohl nicht immer verfügbar war, haben mehrere andere Heilpflanzen den Beinamen "Betram" erhalten. Sie sind jedoch kein "echter" Betram. Da gibt es beispielsweise die Sumpf-Schafgarbe, die dem echten Betram ähnlich sieht. Auch der Baldrian wird manchmal fälschlicherweise Betram genannt und ebenso der Estragon. Steckbrief
Anwendung
Die Betramwurzel wird meistens als Pulver verwendet.
Aber auch als normaler Tee, Tinktur und in Salben kann man den scharfen Betram einsetzen. Hildegard von Bingen empfiehlt Betram wegen seiner verdauungsfördernden und säftereinigenden Wirkung. Ausserdem schätzt sie ihn für seine Hilfe gegen Lungenleiden, Herzleiden und Magenprobleme.
PflanzenbeschreibungBetram ist heimisch im Mittelmeerraum, Arabien und dem Kaukasus.In Mitteleuropa kommt er nur angebaut vor. Seine Gestalt ähnelt der Kamille, er ist jedoch eine scharf schmeckende Pflanze. Die Stengel wachsen teilweise am Boden entlang, bevor sie sich in die Senkrechte erheben. Jeder Stengel trägt eine Blüte mit einem gelben Körbchen und weissen Zungenblüten. Die luftigen Blätter sind fiederartig eingekerbt.
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