Klatschmohn
Wenn Kinder liebevoll Blumensträusse mit dem Klatschmohn schmücken, ist die Enttäuschung meistens gross, wenn die hübschen Blütenblätter nach kürzester Zeit abgefallen sind. In der Volksheilkunde gilt der Klatschmohn als ein kleiner Bruder des echten Mohns, aber die beruhigende Wirkung der roten Blütenblätter ist sehr mild und wird von der Schulmedizin nicht anerkannt. Steckbrief
Anwendung
In medizinischen Studien wurde keine "echte" Wirkung beim Klatschmohn festgestellt.
Daher wird der Klatschmohn von der Schulmedizin nur als Schmuckdroge
zur Verschönerung von Teemischungen eingesetzt.
Die Volksheilkunde verwendet den Klatschmohn jedoch gern und spricht ihm beruhigende Wirkungen zu. Innerlich als TeeEr wird in Tees gegen Schlaflosigkeit und nervöse Unruhe eingestzt.Auch gegen Husten und Hustenreiz soll der Klatschmohn helfen. Er soll auch schmerzlindernd wirken. SirupGegen Husten und Unruhezustände von Kindern wird aus dem Klatschmohn traditionell ein Sirup hergestellt.ÄusserlichDen Tee des Klatschmohns kann man als Umschlag oder Waschung gegen Hautprobleme und Furunkel anwenden.Pflanzenbeschreibung
Der Klatschmohn ist in Europa, Asien und Nordafrika heimisch.
Inzwischen ist er weltweit anzutreffen, vor allem aber in gemässigten Zonen der Nordhalbkugel.
Wie der Name schon sagt, gehört der Klatschmohn in die Familie der Mohngewächse, ist aber ein harmloser Vertreter dieser Familie. Er wächst vor allem an Wegrändern, an Böschungen und auf Schuttplätzen. Früher wuchs er auch viel auf Kornfeldern, aber durch die Unkrautbekämpfung ist er dort nahezu verschwunden. Der Klatschmohn ist ein- bis zweijährig. Er hat schmale Blätter. Im Frühling wächst ein dünner Stengel bis zu 80 cm hoch. Der Stengel neigt dazu, im Wind stark zu schwanken. Zwischen Mai und Juni blüht die leuchtend rote Blüte mit dünnen Blütenblättern. Die Blüte verblüht nach wenigen Tagen und hinterlässt eine Kapsel, in der die Samen heranreifen. SammeltippsDie Blüten des Klatschmohns müssen gesammelt werden, sobald sie aufgeblüht sind.Sie müssen zügig getrocknet werden, damit die Farbe erhalten bleibt, was nur manchmal gelingt. Häufig werden die Blütenblätter beim Trocknen grau und sind nicht mehr als Schmuckblüten in Mischtees geeignet. Die milde Wirkung der Blütenblätter ist aber von der Färbung nicht beeinträchtigt.
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