Klette


Klette In der Natur fällt die Klette vor allem dadurch auf, dass sich ihre hakeligen Blütenstände beim Spaziergang in die Kleider hängen und sich nur widerstrebend entfernen lassen.

Gegen Haarausfall ist Öl aus der Klettenwurzel recht bekannt. Die Klettenwurzel hilft aber auch gegen vielerlei Hauterkrankungen und wirkt blutreinigend.



Steckbrief

Heilwirkung: blutreinigend,
entgiftend,
harntreibend,
schweisstreibend,
Gelenkrheuma,
Geschwüre,
Haarausfall,
Hautleiden,
Flechten,
Furunkel,
Abszesse,
Hautunreinheiten,
Geschwüre,
Offene Wunden,
Brandwunden,
Ekzeme,
Kopfschuppen,
Lebererkrankungen,
Diabetes (als Nahrungsmittel),
Wundheilung,
Wechseljahrsbeschwerden,
wissenschaftlicher Name:Arctium lappa
englischer Name:Burdock
volkstümliche Namen:Bolstern, Haarballe, Haarwachswürze, Kinzel, Kirmsen, Kladde, Klebern, Klibe, Klibusch, Klitzebusch, Klusen, Wolfskraut
Verwendete Pflanzenteile:Wurzeln
Inhaltsstoffe:Inulin, , Fettsäuren, Phosphorsäure, Gerbsäure, fettes Öl, ätherisches Öl
Sammelzeit:September, Oktober



Anwendung

Klette Innerlich kann man die Klettenwurzel als Tee zur Blutreinigung und Förderung der Leber- Galletätigkeit anwenden.

Siehe auch:

Vor allem wird die Wurzel der Klette jedoch äusserlich eingesetzt.

Als Tee zu Waschungen, für Bäder und Kompressen.

Besonders beliebt ist das Klettenwurzelöl, das man zur Einreibung des Haarbodens gegen Haarausfall verwenden kann. Wirksam ist diese Anwendung jedoch nur bei Haarausfall, der durch Anregung der Durchblutung des Haarbodens behoben werden kann. Bei dauerhaftem Haarausfall aus hormonellen Gründen, kann man auch von der Klettenwurzel keine Wunder erwarten.

Eine Salbe aus der Klettenwurzel hilft gegen verschiedenste Hauterkrankungen.

Statt Salbe kann man für Hautprobleme auch den frisch ausgepressten Saft verwenden.


Pflanzenbeschreibung

Klette Die zweijährige Klette wächst gerne an Wegen, Waldrändern und Rainen. Auch brachliegende Äcker, Schuttplätze und Dorfwiesen mag die Klette, um sich zu entfalten.

Im ersten Jahr wachsen der Klette grosse Blätter in Bodennähe. Diese Blätter sind gestielt und haben etwa herzförmige Form.

Erst im zweiten Jahr wächst der Klette ein Stengel mit mehreren verzweigten Ästen bis zu 1,20 m hoch. An diesem Stengel wachsen Blätter, die nach oben hin immer kleiner werden.

Die roten bis violetten Blüten wachsen doldentraubig an den Enden der Zweige. Sie sind rund und erinnern an Distelblüten.

Das Besondere der Blüten sind die vielen Hüllblättchen, die wie Stacheln sind und eine hakig umgebogene Spitze haben. Mit diesen Stacheln verhaken sich die Kletten an Kleidern und am Fell von Tieren, um von den unfreiwilligen Transporteuren zur Verbreitung der Pflanze genutzt zu werden.

Die Wurzeln der Klette sind lang und spindelförmig. Aussen sind sie graubraun und innen weiss.



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