Spitzwegerich
Er ist ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung.
Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und hat weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei,
hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen.
Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken.
Steckbrief
Anwendung
Der Spitzwegerich hat, wie viele andere Heilpflanzen, ein breites Spektrum von Heilwirkungen.
Seine Haupteinsatzgebiete sind jedoch die Atemwege und die Haut.
Tee für die AtmungGegen Husten, Asthma und andere Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Spitzwegerich-Tee trinken. Entweder als reinen Spitzwegerich-Tee oder in Teemischungen.Die Spitzwegerich-Blätter lösen den Schleim, wirken gegen Krankheitserreger und lindern Entzündungen. Der Spitzwegerich ist aber nicht nur für die Atmungsorgane hilfreich, sondern fördert auch die Verdauung, regt den Stoffwechsel an und hilft beim Abnehmen. Siehe auch: Blätter gegen kleine Verletzungen unterwegsDer Spitzwegerich ist die beste Medizin für unterwegs, die gleich am Wegrand wächst, wenn man sich beim Wandern verletzt hat.Einfach ein Spitzwegerichblatt zwischen den Fingern verreiben oder zerkauen, auf die Wunde legen und mit einem zweiten Spitzwegerichblatt fixieren. Blut wird gestoppt und die Wunde desinfiziert, der Heilungsprozess gefördert. Pflanzensaft gegen WundenWenn man nicht unterwegs ist, kann man aus den Blättern einen Pflanzensaft herstellen, den man auf Wunden träufeln kann.
Der Pflanzensaft hilft gegen Abschürfungen, leichte Verbrennungen,
kleine offene Wunden, Insektenstiche, Quetschungen, Furunkel und Hämorrhoiden.
Pflanzensaft für Verdauung und StoffwechselDen frisch gepressten Pflanzensaft kann man gegen Verdauungsstörungen einnehmen.Er hilft bei Darmentzündungen, Magenschmerzen und reguliert die Verdauungstätigkeit. Auch bei Hauterkrankungen kann man den Spitzwegerichsaft innerlich einnehmen. Er wirkt blutreinigend und hilft der Haut beim Abheilen. Samen gegen SoorDie Samen des Spitzwegerichs kann man in Wasser einweichen und dann aufkochen lassen.Man kann sie Säuglingen gegen Soor (Candidamykosen) geben. Rezepte
Pflanzenbeschreibung
Der Spitzwegerich ist in ganz Europa heimisch und kommt auch in Asien und als Zuzögling in Amerika vor.
Er wächst gerne auf Wiesen und an Wegrändern, auch im Ödland und an Gräben findet man ihn. Die ausdauernde Wurzel des Spitzwegerichs treibt im Frühling lanzenförmige Blätter aus. Diese Blätter wachsen vom Boden aus direkt nach oben, sie sind schmal und vorne spitz. In den Blättern verlaufen fünf Blattadern. Etwas später, ab Mai, treibt der kantige Stengel aus. Er wächst senkrecht und ohne Verzweigungen nach oben und trägt an der Spitze eine bräunliche Blüte in Ährenform.
Aus dieser Blütenähre entwickeln sich später Früchte mit Kapseln,
die jeweils zwei Samen enthalten.
SammeltippDie Spitzwegerichblätter sammelt man bei sehr trockener Witterung an Stellen, wo keine verkehrsreichen Strassen in der Nähe sind. Natürlich sollte man, wie bei allen anderen Pflanzen, nur soviel sammeln, dass der Pflanzenbestand nicht darunter leidet.Wichtig ist, dass man die Blätter sehr sorgsam und zügig trocknet. Am besten fädelt man die Blätter auf eine dünne Schnur und lässt sie an luftiger Stelle möglichst schnell trocknen. Wenn die Blätter zu lange zum Trocknen brauchen, neigen sie dazu, schwarze Flecken zu bekommen und sind dann unbrauchbar.
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