Wiesensalbei
In der Pflanzenheilkunde wird der Wiesensalbei nur selten eingesetzt, denn sein Bruder, der Gartensalbei ist deutlich wirksamer. Aber falls man den kraftvollen Bruder nicht zur Hand hat, ist es gut zu wissen, dass man den Salbei der Wiesen auch verwenden kann. Steckbrief
Anwendung
Den Wiesensalbei kann man ähnlich anwenden wie seinen kultivierten Bruder
den Gartensalbei.
Er ist jedoch weniger gehaltvoll und daher ist im Zweifelsfall der Gartensalbei vorzuziehen. InnerlichDie Blätter des Gartensalbeis kann man als Tee gegen Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungsapparates trinken.Auch Menstruationsbeschwerden können gelindert werden. In den Wechseljahren hilft der Wiesensalbei vor allem gegen übermässiges Schwitzen und Hitzewallungen, aber auch andere Beschwerden können gelindert werden, weil der Wiesensalbei östrogenartige Substanzen enthält. ÄusserlichÄusserlich kann man Wiesensalbei-Tee für Waschungen, Bäder und Umschläge verwenden.Er kann gegen verschiedene Hauterkrankungen eingesetzt werden, unter anderem gegen Ekzeme.
Gegen Zahnfleischentzündungen kann man mit Wiesensalbei-Tee gurgeln.
Pflanzenbeschreibung
Der Wiesensalbei ist in Europa bis in die Gipfel der Mittelgebirge heimisch.
Er bevorzugt nährstoffreichen, kalkhaltigen Boden und liebt sonnige Standorte. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 80 cm hoch. Die Blätter wachsen gegenständig am Stengel. Sie sind erheblich grösser und weicher als die Blätter des Gartensalbeis. Auch riechen sie deutlich weniger würzig als der kultivierte Bruder. Beim Wiesensalbei stehen eher die Gerb- und Bitterstoffe im Vordergrund des Aromas.
Ab Ende April bis zum Spätsommer blüht der Wiesensalbei mit blau-violetten Blüten,
die in Trauben an der Spitze der Stengel wachsen.
Hummeln lieben die Blüten des Wiesensalbeis.
SammeltippsDie Blätter des Salbeis kann man während der Blütezeit sammeln und zügig trocknen.
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