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| Heilwirkung: |
Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder getrocknet und stark verdünnt anwenden. Die Pflanze ist geschützt!
Homöopathisch ab D2!, |
| wissenschaftlicher Name: | Arum maculatum |
| Pflanzenfamilie: | Aronstabgewächse = Araceae |
| englischer Name: | Cuckoo pint |
| volkstümliche Namen: | Chindlichrut, Dittichrut, Ekelblume, Eselsohr, Gefleckter Aronstab, Ronechrut, Trommelsschlägel, Zehrwurz |
| Verwendete Pflanzenteile: | Wurzelstock, Blätter |
| Inhaltsstoffe: | Aroin, Coniin, Oxalat-Raphide, Oxalsäure, Stärke |
| Sammelzeit: | Achtung! Die Pflanze ist geschützt! Blätter: April |
| Fotos vom Aronstab |
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Achtung! Giftig.
Aronstab nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder getrocknet und stark verdünnt anwenden. |
Daher wird der Aronstab heutzutage auch weder von der Schulmedizin noch von der Volksheilkunde verwendet. Zudem steht der Aronstab unter Naturschutz, darf also gar nicht gesammelt werden, was seine Anwendung noch weiter einschränkt.
Dabei hat man ihn stark verdünnt oder man hat sich die Eigenschaft zunutze gemacht, dass die Scharfstoffe beim Trocknen stark an Wirkung verlieren.
Solcherart stark verdünnt wurde der Aronstab gegen Halsentzündungen, Husten, Erkältungen, Schleimhautentzündungen von Mund und Rachen, Magenschleimhautentzündungen und Darmentzündungen. Also gegen ähnliche Probleme, wie der Aronstab auch bei hoher Dosierung hervorruft.
Solch eine Behandlung gilt jedoch als Rosskur und birgt bei Menschen mit Herzbeschwerden und anderen chronischen Erkrankungen gewisse Risiken.
Vor allem bei Stimmproblemen der Sänger und Redner kommt der Aronstab zum Einsatz.
Dazu wurde der Wurzelstock gekocht und dann getrocknet, um die Giftstoffe zu neutralisieren.
Dann wurde er gemahlen und als Mehlersatz verwendet.
Diese Art der Anwendung erübrigt sich heutzutage natürlich aufgrund der Seltenheit des Aronstabes und der Tatsache, dass er unter Naturschutz steht. Ausserdem sind Mehl aus Weizen und frische Kartoffeln heutzutage leicht und preiswert verfügbar, sodass kein Bedarf mehr für den Mehlersatz Aronstab besteht.
Eine so bizarr blühende Pflanze wie der Aronstab wurde naturgemäss als Hexen- und Zauberpflanze betrachtet.
Wie schon das Aussehen der Blüte naheliegt wurde er für Liebeszauber verwendet.
Es wurde auch geglaubt, dass man mit dem Aronstab Schlangen abwehren konnte.
Wenn man den Aronstab Kindern in die Wiege legte, sollte dies vor Unholden schützen.
Auch zur Vertreibung von bösen Träumen wurde der Aronstab verwendet.
In manchen Gegenden wurde der Aronstab auch als Ernteorakel benutzt.
Die Getreideernte hing von der Beschaffenheit des Kolbens ab,
die Form der insekteneinfangenden Reuse zeigte die Heuernte an und
die männlichen Blüten deuteten auf die Obsternte hin
und die weiblichen Blüten auf die Trauben- und Erbsenernte.
Der Aronstab ist in Mittel- und Südeuropa heimisch.
Er wächst bevorzugt in lichten und nährstoffreichen Laub- und Mischwäldern
und wird bis zu 40 cm hoch.
Im zeitigen Frühjahr treibt die ausdauernde Wurzelknolle mehrere glänzende, pfeilförmige Blätter. Die Blätter sind leicht gefleckt und erinnern vom aussehen her ein wenig an Spinat. Doch wenn man an ihnen knabbert, selbst nur eine winzige Ecke, dann brennt es im Mund wie Feuer.
Das Brennen ist nicht wie die Schärfe von Chilis, sondern es fühlt sich verletzend an. Der Scharfstoff Aroin und die Oxalat-Raphide, winzige kristallartige Nadeln, sorgen für diesen Brenneffekt.
Im Mai treiben zwischen den Blattstengeln lange Knospen in Konusform aus.
Die Knospen entfalten sich zu einem weissgrünen Hochblatt, das einen braunen Kolben enthüllt. Am unteren Ende des Kolbens befinden sich die eigentlichen Blüten, sowohl männliche als auch weibliche Blüten.
Das Hochblatt steht nur für kurze Zeit aufgerichtet wie ein Segel. Bald beugt es sich nach vorn und klappt über den Kolben.
Die gesamte Blüte riecht für Menschen widerlich, für Insekten aber sehr verlockend, was auch der Zweck des Geruches ist, denn die Insekten werden für die Befruchtung gebraucht. Sie werden von dem Duft angelockt und dringen in den Kessel des Hochblatts ein, um die Blüten zu befruchten. Daher nennt man den Aufbau der Blüte auch Fliegenkesselfalle.
Aus den Blüten entwickeln sich im Spätsommer (August bis September) Beeren, die zunächst grün und später rot sind. Die Beeren schmecken leicht süsslich.
Alle Pflanzenteile des Aronstabes sind giftig!
Die Giftwirkung lässt beim Trocknen etwas nach.
Bekannte Verwandte des Aronstabes sind einerseits das tropische Knollengemüse Taro und andererseits die grösste Blume der Welt Titanenwurz.
Bei grösseren Mengen reagieren dann auch Speiseröhre, Magen und Darm mit Verätzungserscheinungen. Es kommt zu Speichelfluss, Erbrechen, Stimmverlust und Krämpfen.
Sobald die Wirkstoffe in die Blutbahn übergegangen sind, kommt es zunächst zu Erregungszuständen und später zu Lähmung. Auch Herzstörungen können auftreten.
Zur Behandlung der betroffenen Schleimhäute sollte unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden.
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