Artischocke

(Cynara scolymus L.)


  

Artischocke Artischocken sind ein wohlschmeckendes Edelgemüse, doch die Meisten kennen nur die eingedosten Böden als Belag für Pizza.

Das Essen der frischen Knospen-Köpfe ist hingegen ein vergnügliches, kulinarisches Abenteuer.

Außerdem sind Artischocken auch Heilpflanzen, denn sie fördern die Arbeit von Leber und Galle, senken den Cholesterinspiegel und helfen beim Abnehmen. Auch bei Diabetes können sie unterstützend helfen.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Gallenprobleme,
Heilwirkung: antiphlogistisch,
antioxidativ,
appetitanregend,
blutzuckersenkend,
choleretisch,
cholesterinsenkend (Triglyceride, LDL-Cholesterin),
entzündungshemmend,
gallefördernd,
krampflösend,
leberregenerierend,
leberschützend (antihepatotoxisch/hepatoprotektiv),
leberstärkend,
spasmolytisch,
verdauungsfördernd,
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit,
Bauchschmerzen,
Bauchspeicheldrüsenschwäche,
Blähungen,
Cholesterinablagerungen werden gelöst,
Diabetes,
Fettverdauung wird verbessert,
Gallenschwäche,
Gallensteine,
Hypercholesterinämie (Zu hoher Cholesterinspiegel),
Übelkeit,
Leberschwäche,
Leberzellen wachsen besser,
wissenschaftlicher Name:Cynara scolymus L.
Pflanzenfamilie:Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:Artichoke
falsche Schreibweisen:Artischoke
Verwendete Pflanzenteile:Hüllen der Blütenköpfe, frische oder getrocknete Blätter (Cynarae folium), Pflanzensaft, Wurzel
Inhaltsstoffe:Bitterstoff, Caffeoylchinasäuren, Cynarin, Cynaropikrin, Cynarosid, Enzyme, Flavonoide, Gerbsäure, Inulin, Scolymosid
Gegenanzeigen:Nicht bei Artischocken-Allergie, Allergien gegen Korbblütler; Wenn die Gefahr eines Verschlusses der Gallenwege besteht
Wechselwirkungen:Keine bekannt
Nebenwirkungen:Keine bekannt
Tages-Dosis:6 Gramm (getrocknete Blätter)
Sammelzeit:Spätsommer, Herbst
Fotos von der Artischocke


Anwendung

Artischocke Gute Erfahrungen hat man mit der Artischocke rund um die Verdauung gemacht. Die Artischocken-Blätter oder den Extrakt gibt es als Fertigprodukt zu kaufen, meistens in Form von Tabletten, Dragees oder Kapseln. Es gibt auch Brausetabletten, die aber meist noch mit Vitaminen angereichert sind.

Artischocken-Tee

Man nimmt 1 Teelöffel getrockneter Artischocken-Blätter und übergießt diese mit 150 ml kochendem Wasser.
Abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb gießen und bei Bedarf den bitteren Tee mit Honig süßen.
Zur Steigerung des Appetits eine halbe Stunde vor dem Essen eine Tasse trinken.
Für die gute Verdauung direkt nach der Mahlzeit eine Tasse trinken.

Artischocken-Saft

Den Saft presst man aus frischen Blättern oder kauft ihn als fertigen Frischpflanzenpresssaft.
Von dem Saft trinkt man etwa 25 ml.
Hilft gut bei Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und steigert das Wohlbefinden.

Artischocken-Gemüse

Die üblichen Rezepte kochen die fleischigen Teile der Artischockenblüte in heißem Salzwasser mit etwas Zitrone für etwa 30-40 Minuten. Bei dieser Zubereitung gehen fast alle wertvollen Inhaltsstoffe verloren und die Wirkung ist weniger die einer Heilpflanze, dafür eine Gaumenfreude.

Siehe auch:

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Homöopathie

Artischocke Die Artischocke wird auch homöopathisch eingesetzt, meistens als Urtinktur, Cynara Scolymus D2, D4, D6 Globuli.

Die Wirkung ist in dieser niedrigen Potenzierung die gleiche wir bei der Heilpflanze.

Siehe auch der Hinweis zu Niedrigpotenzen - Hochpotenzen.


Geschichte

Artischocke Die Artischocke hat sich vor etwa 2000 Jahren aus den arabischen Ländern in den Mittelmeerraum verbreitet, man dachte in einigen Regionen, dass die Artischocke tödlich sei und war lange Zeit eher eine Zierpflanze. Mittlerweile wird die Artischocke überall da angebaut, wo es das Klima zulässt.


Pflanzenbeschreibung

Artischocken-Pflanze Artischocken sind ursprünglich im Mittelmeergebiet, Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten heimisch. Die Wildform war ursprünglich kleiner als die heutige Artischocke. Erst durch Züchtung entstand die Artischocke mit ihren enorm großen Blütenständen, deren Knospen zum Essen geeignet sind.

Die Artischocke gehört botanisch zu den Disteln, und wird bis zu 2 Meter groß.

Die großen Knospen werden als Gemüse gekocht und gegessen. Die violetten Blüten sind etwa 10 cm groß.

Die Artischocke wird im warmen sonnigen Klima etwa 5 Jahre alt.

Mehr Fotos von der Artischocke ...



Anbau

Artischocken-Anbau Die Artischocken brauchen einen windgeschützten, sonnigen und sehr warmen Platz.

Der Boden muss tiefgründig und locker sein.

Die Artischocke zieht man ab Februar in Töpfen vor, am besten 4 Samen in einen Topf und man behält die kräftigste Pflanze.

Zum Keimen braucht der Samen etwa 25°C.

Sobald die Fröste vorbei sind, wird im Abstand von 1 Meter ins Freiland gepflanzt.

Die Artischocke mag Kompost, Wasser und ausreichend Dünger.

Erst im nächsten Jahr sollte man mit der Ernte anfangen, dafür aber etwa 4 Jahre lang. Mit viel Glück kann man an einem guten Standort schon im ersten Jahr eine kleine Menge ernten

Mittlerweile bieten Baumärkte im Frühjahr preiswerte Pflanzen an.

Im Winter muss man die zurückgeschnittenen Pflanzen etwa 30 cm mit Laub o.ä. abdecken.




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