Aztekisches Süßkraut

(Lippia dulcis)


  

Das Aztekisches Süßkraut ist in den letzten Jahren als ergiebige Alternative zu Stevia bekannt geworden. Es ist eine schöne Zierpflanze, verströmt einen aromatischen honigmelonigen und minzigen Duft und eignet sich wegen der langen Ranken für Blumenampeln.

Da das Aztekisches Süßkraut nicht nur ein gutes Süßmittel ist, sondern auch ein besonderes Aroma hat, eignet es sich für Tees und viele Süßspeisen. Der Süßstoff ist 1000x stärker als Zucker.

Das Aztekisches Süßkraut ist auch eine alte Heilpflanze. Die Azteken nutzten das Süßkraut als Universalheilmittel.

Man sollte darauf achten, dass man das Aztekisches Süßkraut nicht über einen längeren Zeitraum oder in größeren Mengen nutzt.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Husten,
Magen-Darm-Krankheiten,
Heilwirkung: beruhigend,
durchblutungsfördernd,
entspannend,
lindernd,
menstruationsfördernd,
schleimlösend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche: Asthma,
Atemnot,
Bronchitis,
Erkältungen,
Husten,
Koliken,
Verdauungsschwäche,
Verstopfung,
wissenschaftlicher Name: Lippia dulcis
Pflanzenfamilie: Eisenkrautgewächste = Verbenaceae
englischer Name: Aztec sweet herb, sweet lippia
volkstümlicher Name: Aztekisches Süßkraut, Tzopelic Xihuitl
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel, Blätter
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Hernandulcin, Kampfer (Campher), Quercetin, Sesquiterpen
Sammelzeit: das ganze Jahr
Kontraindikation: Schwangerschaft, Nierenleiden
Nebenwirkungen: Bei großen Mengen oder längerer Nutzung: Amnesie, epileptische Anfälle, Dämmer- und Verwirrtheitszustände


Anwendung

Die häufigste Art, Aztekisches Süßkraut anzuwenden ist

In Tee-Mischungen

Die Süßkrautblätter süßen die Tees und ergänzen den Tee um ein minze-meloniges Aroma.

Der Tee bekommt zusätzlich eine tonisierende und entspannende Wirkung.

Tinktur

Eine Tinktur aus den Blättern hilft bei Magen-Darm-Problemen.

Wurzel

Die frische Wurzel Tzopelica Cococ wird gekaut.

Wurzel als Kaltauszug aber mit lauwarmen Wasser.

Beides hilft gegen Husten.


Geschichtliches

Die Azteken setzten ihr Süßkraut mit dem Namen Tzopelic Xihuitl (falsch? Tzopelic Xlhuitl) gegen Asthma, Bronchitis, Erkältungen und Koliken ein, im Grunde genommen wurde es als Universalmittel genutzt.

Im 16. Jahrhundert wurde es vom Spanier und Mediziner Hernández beschrieben.

Heute wird es vor allem als Süßstoff mit feinem Eigenaroma eingesetzt, mit schnell steigender Beliebtheit.




Pflanzenbeschreibung

Aztekisches Süßkraut ist in Mittel- und Südamerika heimisch.

Es wächst dort bevorzugt an Gräben, Teichen und Feldrändern.

Der mehrjährige Halbstrauch wird 20 bis 30 Zentimeter hoch.

Die kriechende Ranken des Aztekisches Süßkrauts können mehrere Meter lang werden.

Die ovalen Blätter sind dunkelgrün und etwa 30-40 mm lang.

Die kleinen weißen Blüten erscheinen zwischen Juni und September an den Blattachseln.



Anbautipps

Ableger kann man aus den holzigen Rankenteilen leicht selbst ziehen.

Das Aztekische Süßkraut mag durchlässigen Böden. Es eignet sich eine Mischung aus Sand und Lehm.

Der Standort sollte sonnig sein.

Da die Pflanze keinen Frost verträgt, sollte man das Aztekische Süßkraut in Töpfen oder Blumenampeln halten, die im Winter an einen hellen kühlen Ort gebracht werden.

Die langen Ranken sollte man von Zeit zu Zeit kürzen, da diese einige Meter lang werden können.

Die Pflanze eignet sich auch als Zimmerpflanze oder für den Wintergarten.



Sammeltipps

Man kann das ganze Jahr über von dem Aztekischen Süßkraut ernten.

Man kann die Blätter frisch und getrocknet benutzen.


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