Blutweiderich(Lythrum salicaria)
In der Heilkunde wird er kaum genutzt, trotz seiner vielfältigen Heilwirkungen. Wie sein Name schon andeutet, wirkt der Blutweiderich blutstillend und ausserdem hilft er gegen Durchfall. Seine hustenlindernde Wirkung und seine Fähigkeiten bei Hauterkrankungen machen ihn zu einer guten Allround-Heilpflanze. Steckbrief
Anwendung
Der Blutweiderich wird nur selten verwendet, obwohl er eine vielseitige Heilpflanze ist.
Durchfallwirkung, auch bei KindernDa er milde wirkt, kann er auch schon bei Kleinkindern verwendet werden, beispielsweise, wenn diese Durchfall haben.Er wirkt nicht nur durchfallstillend, sondern auch antibiotisch gegen Krankheitserreger im Darm. Sogar eine günstige Wirkung gegen Typhus wird ihm nachgesagt. Blutstillende WirkungSeinen Namen hat der Blutweiderich von der blutstillenden Wirkung. Als Tee getrunken kann er sogar leichte innere Blutungen stoppen. Natürlich sollte man bei inneren Blutungen unbedingt einen Arzt aufsuchen und wenn die Blutungen stärker sind, gehört man ins Krankenhaus.Auch starke Periodenblutungen können durch Blutweiderich-Tee gelindert werden. Gepulvert hilft die Pflanze gegen starkes Nasenbluten Die Stengel kann man gegen Zahnfleischbluten kauen. Blutzucker senkendBlutweiderich-Tee oder Tinktur kann auch Diabetes günstig beinflussen, weil er den Blutzucker leicht senkt.Natürlich sollte man Diabetes vorwiegend durch Diät, Bewegung und ärztlich verordnete Medikamente behandeln. Blutzucker senkende Kräuter können die Behandlung nur unterstützen. Äusserliche AnwendungÄusserlich als Waschung oder Umschlag angewandt, hilft Blutweiderich bei Ekzemen, Juckreiz und Wunden.Bei Hautentzündungen wirkt er nicht nur wundheilend, sondern er bekämpft auch Krankheitserreger. Bei Halsschmerzen kann man mit Blutweiderich-Tee gurgeln und bei Mundschleimhautentzündungen den Mund ausspülen.
Als Sitzbad hilft ein Blutweiderich-Aufguss gegen Scheidenentzündungen.
Pflanzenbeschreibung
Der Blut-Weiderich ist in Europa heimisch, kommt aber auch in Norafrika, Asien und Nordamerika vor.
Er ist relativ anspruchslos, was seinen Standort angeht, bevorzugt aber feuchte Stellen.
Auch im Wasser kann er wachsen, daher findet man in oft in Sümpfen oder Wassergräben.
Die ausdauernde Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Die Blätter sind lanzettförmig. Die rotviolette, ährenförmige Blüte fällt schon von Weitem auf, weil sie so schön aussieht. Man vermutet fast, dass sich eine Zierpflanze in die Wildnis verirrt hat.
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