Boretsch(Borago officinalis)
Dass der Boretsch geschmacklich sehr gut zu Gurken passt, hat ihm den Namen "Gurkenkraut" eingebracht. Auch als Heilpflanze ist der Boretsch seit altersher sehr beliebt. Traditionell wird er gegen Herzschwäche und Melancholie verwendet. Doch auch für die Verdauungsorgane und den Stoffwechsel kann er gute Dienste leisten. Äusserlich angewandt hilft er gegen schlecht heilende Wunden, Eiterbeulen und Ausschläge. Steckbrief
Anwendung
Boretsch kann man wahlweise als Tee oder frisch anwenden.
Die häufigste Art, Boretsch anzuwenden ist heutzutage seine Anwendung als Salatgewürz, die getrockneten Blätter und Blüten können jedoch auch als Tee zubereitet und getrunken werden. TeeFür einen Boretsch-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel getrockente Boretschblätter oder Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Boretsch-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Boretsch-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach. InnerlichBoretsch kann man innerlich, als Tee, gegen nervöse Herzbeschwerden einsetzen.Er soll auch gegen Melancholie helfen. Ausserdem hilft Boretsch gegen Fieber und Schlaflosigkeit und diverse andere gesundheitliche Probleme. ÄusserlichÄusserlich kann man Boretsch-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.Mit dieser Art der Anwendung kann man Ekzeme und Ausschlag lindern. Boretsch hilft, äusserlich eingesetzt, auch gegen langsam heilende Wunden und Abszesse. KücheBoretsch ist ein traditionell gern verwendetes Salatgewürz, was auch durch seinen Volksnamen "Gurkenkraut" deutlich wird.In grosser Menge über einen langen Zeitraum gegessen, könnte Boretsch jedoch zu Leberproblemen führen, weshalb man keine Riesenmengen Boretsch essen sollte. Hin und wieder als Salatgewürz kann man den Boretsch jedoch benutzen. Siehe: Pflanzenbeschreibung
Der Boretsch ist in Kleinasien heimisch.
Schon im Altertum kam er über Griechenland nach Südeuropa
und später auch nach Mitteleuropa, zuerst in die Klostergärten.
Heute findet man den Boretsch vor allem in Gärten, aber manchmal auch verwildert. Die einjährige Pflanze wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Im Frühjahr wachsen zuerst dicke eiförmige Blätter, die stark behaart sind. Der Familienname "Rauhblattgewächse" ist deutlich zu erkennen. Auch die Stengel sind rauh behaart. Die blauen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Mit ihrer Zartheit stehen sie in deutlichem Kontrast zu den dicken, rauhen Blättern. Der Name "Blauhimmelstern" beschreibt die anmutigen Blüten ziemlich passend.
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