Eisenkraut


  

Eisenkraut Das Eisenkraut war früher eine der wichtigsten Heilpflanzen, es wurde sogar zur rituellen Reinigung der Tempel verwendet.

Heute wird hauptsächlich sein südamerikanischer Bruder Verbena angeboten und die europäische Pflanze ist fast in Vergessenheit geraten.

Die Heilwirkung können wir jedoch eher vom europäischen Eisenkraut erwarten, wohingegen die südamerikanische Verbena stärker zitronig schmeckt und daher als Haustee besser geeignet ist.



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Die wichtigsten Heilpflanzen für die Anwendung zu Hause.
Ein Kindle-Ebook von Eva Marbach, der Autorin dieser Heilkräuter-Webseite.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Husten,
Verdauungsschwäche,
Heilwirkung: adstringierend,
anregend,
antibakteriell,
blutreinigend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
krampflösend,
schmerzstillend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:

Atemwege

Bronchitis,
Keuchhusten,
Katarrhe der oberen Luftwege,
Halsschmerzen,
Mandelentzündung,
Fieber,

Verdauungssystem

Sodbrennen,
Gallenschwäche,
Leberschwäche,

Stoffwechsel

Milzerkrankungen,
Rheuma,
Gicht,
Blut verdünnend,
Blutarmut,
Schwächezustände,
Ödeme,

Harnorgane

Blasensteine,
Nierensteine,

Frauenheilkunde

Menstruations fördernd,
Menstruationszyklus regelnd,
Milch bildend,
Wechseljahrsbeschwerden,

Nervensystem

Nervenschwäche,
Nervosität,
Migräne,
Augenentzündungen,

Haut

Wunden,
Schlecht heilende Wunden,
Furunkel,
Ekzeme,
Geschwüre,
Schnittwunden,
Leichte Brandwunden,
Blaue Flecken,
wissenschaftlicher Name:Verbena officinalis
Pflanzenfamilie:Eisenkrautgewächse = Verbenaceae
englischer Name:Verbena, Vervian
volkstümliche Namen:Verbena, Druidenkraut, Eisenhart, Heiligkraut, Hahnenkopf, Katzenblut, Junotränen, Merkurblut, Richardskraut, Sagenkraut, Stahlkraut, Taubenkraut, Venusader, Wundkraut
Verwendete Pflanzenteile:Das blühende Kraut
Inhaltsstoffe:Ätherisches Öl, Glykoside, Verbenalin, Verbenin, ein Alkaloid, Aucubin, Bitterstoffe, Alpha-Sitosterol, Gerbstoff, Gerbsäure, Kieselsäure, Schleim,
Sammelzeit:Juli / August



Anwendung

Heutzutage wird das Eisenkraut kaum noch als Heilkraut eingesetzt, obwohl es immer noch eine wertvolle Heilpflanze ist.

Die Schulmedizin lehnt die Anwendung des Eisenkrautes ab, weil die Wirkungen nicht bewiesen sind.

Die Volksheilkunde verwendet das Eisenkraut jedoch gerne an. In erster Linie wird es als Wundkraut benutzt, aber auch für vielfältige innerliche Zwecke wird es angewendet.

Das Eisenkraut kann man innerlich als Tee oder als Tinktur anwenden.

Tee

Für einen Eisenkraut-Tee übergiesst man zwei Teelöffel des Eisenkrautes, getrocknet oder frisch, mit einer Tasse kochendem Wasser.

Fünf Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

In kleinen Schlucken trinken.

Siehe auch:

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Tinktur

Man kann auch eine Tinktur aus dem Eisenkraut herstellen.

Von der Eisenkraut-Tinktur nimmt man dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen ein.

Eisenkraut

Innerliche Anwendungen

Das Eisenkraut kann man gegen Erkältungskrankheiten verwenden.

Auch zur Stärkung der Verdauungsorgane und des Stoffwechsels setzt die Volksheilkunde das Eisenkraut ein.

Das Blut soll gereinigt werden, verdünnt und neu gebildet.

Das Eisenkraut soll die Nerven stärken und Migräne lindern.

Ausserdem wird es in der volkstümlichen Frauenheilkunde zur Regulierung des Periodenzyklusses eingesetzt. Es soll zudem Menstruationsbeschwerden und Wechseljahrsbeschwerden lindern. Auch eine Förderung der Milchbildung wird ihm nachgesagt.

Äusserlich

Besonders beliebt ist das Eisenkraut traditionell in der äusserlichen Behandlung von Wunden.

Früher stand es als Heilmittel gegen Kriegs- und Kampfverletzungen im hohen Ansehen. Ausser für Verletzungen kann man es auch zur Behandlung von Ekzemen und Geschwüren einsetzen.

Äusserlich kann man Kompressen mit dem Tee tränken und auf Wunden legen.

Man kann auch Waschungen mit dem Tee vornehmen oder Umschläge auflegen.

Auch Teilbäder kann man mit Eisenkraut-Tee durchführen.



Geschichtliches

Eisenkraut Das Eisenkraut galt sowohl in der Antike im Mittelmeerraum als heilig, als auch in nördlicheren Gefilden, beispielsweise bei den Galliern.

Schon im alten Ägypten wurde das Eisenkraut bei Zeremonien verwendet und "Träne der Isis" genannt.

Im klassischen Griechenland und im römischen Weltreich diente das Eisenkraut als Kopfschmuck für hohe Würdenträger.

Ausserdem wurde der Altar des Jupiters mit dem Eisenkraut gefegt. Vermutlich hat das auch gut funktioniert, weil das Eisenkraut sehr hart ist.

Dem Eisenkraut wurden wundersame Eigenschaften zugeschrieben. Es galt als Heilmittel für alle Kriegswunden und sollte sogar Unsterblichkeit verleihen.

In Gallien wurde es von den Druiden fast so hoch eingeschätzt wie die überaus verehrte Mistel.

Im Mittelalter wurde das Eisenkraut in nahezu jedem Zaubertrank verwendet und es galt als Allheilmittel gegen alle Arten von Krankheiten.

In Wales wurde das Eisenkraut zum Vertreiben böser Geister verwendet und dementsprechend "Teufelsbann" (Devil's Bane) genannt.




Pflanzenbeschreibung

Eisenkraut Ursprünglich ist das Eisenkraut im Mittelmeerraum heimisch, aber es ist schon vor langer Zeit nach Mitteleuropa gelangt und wächst dort als Wildpflanze.

Es wächst vereinzelt und in Gruppen an Wegrändern, auf Weiden, Mauern, Schutt und in Gärten als Beikraut.

Das Eisenkraut ist ein- bis mehrjährig.

Sein harter vierkantiger Stengel wird bis zu 80 cm hoch, meistens aber nur 30-50 cm.

Die rauhen Blätter haben tiefe Einschnitte.

Oberhalb der Blätter wachsen dem Eisenkraut mehrere harte Seitenäste, die die winzigen Blüten tragen. Die Blüten sind hellrosa und wachsen in Ähren von unten nach oben.


Sammeltipps

Das ganze oberirdische Kraut wird vor oder während der Blüte direkt über dem Boden abgeschnitten.

Dann bündelt man es zu kleinen Sträussen und hängt es an einem schattigen, zugigen Platz zum Trocknen auf.


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