Ginkgo

(Ginkgo biloba)


  

Ginkgo

Der Gingko-Baum entstammt der Urzeit und hat sich bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten. Er ist also eine Art lebendes Fossil.

Ursprünglich kommt der Ginkgo aus China, aber inzwischen findet man ihn fast weltweit, weil er gerne angepflanzt wird.

Wie kein Anderer helfen seine ledrigen Blätter, unser Gefäßsytem besser zu durchbluten und wirken dadurch gegen vielerlei Zivilisationskrankheiten. Insbesondere seine stärkende Wirkung auf das Gedächtnis ist sehr beliebt.




Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Gedächtnisschwäche,
Durchblutungsstörungen,
Arteriosklerose,
Heilwirkung: durchblutungsfördernd,
Anwendungsbereiche: Alzheimer,
Asthma,
Bronchitis,
Claudicatio intermittens,
Diabetes,
Dekubitus,
Demenz,
Durchblutungsstörungen,
Gleichgewichtsstörungen,
Hautgeschwüre aufgrund von mangelnder Durchblutung,
Hörsturz,
Konzentrationsstörungen,
Kopfschmerzen,
Magenprobleme,
Offenes Bein,
Ohrensausen,
Schaufensterkrankheit,
Schlecht heilende Wunden,
Schwerhörigkeit,
Schwindel,
Sehstörungen,
Tinnitus,
Ulcus cruris,
Unterschenkelgeschwür,
Vergesslichkeit,
Wunden (äusserlich als Umschläge),
Wundliegen,
Wurmerkrankungen,
wissenschaftlicher Name:Ginkgo biloba
Pflanzenfamilie:Ginkgogewächse - Ginkgoaceae
englischer Name:maidenhair tree, ginkgo, gingko
andere Namen:Ginko, Entenfußbaum, Fächerblattbaum, Fächertanne, Hügelaprikose, Japanischer Nussbaum, Silberaprikose, Silberbaum, Tempelbaum,
falsche Schreibweisen:Gingo, Gingko
Verwendete Pflanzenteile:Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:Flavonoide, Alkohole, Pinit, Zucker, Essigsäure, Capronsäure, Ginkgolsäure, Ginkgolid, Shikmisäure, Sitosterin, Wachs, Stärke, Harz, ätherisches Öl, fettes Öl
Sammelzeit:Oktober



Anwendung

Ginkgo

Ginkgo kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als Fertig-Präparat anwenden.

Die häufigste Art, Ginkgo anzuwenden ist heutzutage zweifellos die Tablette, denn Ginkgo wird inzwischen sogar in Supermärkten als Tablette angeboten. Man kann den Ginkgo jedoch ganz traditionell als Tee trinken, wenn auch eher unüblich, oder sich selbst eine Tinktur ansetzen und als Ginkgo-Tropfen anwenden.

Tee

Für einen Ginkgo-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Ginkgo mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschließend abseihen und den Ginkgotee in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Tinktur

Um eine Ginkgo-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Ginkgo in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein.

Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

Arzneimittel

Ginkgo-Präparate findet man in Apotheken, Drogerien und Supermärkten.

Für die ernsthafte Behandlung von Krankheiten, z.B. Demenz, sollte man Tabletten aus der Apotheke verwenden, denn diese enthalten einen hoch konzentrierten Ginkgo-Extrakt.

Die Ginkgo-Tabletten aus Supermärkten und Drogerien dürfen gar nicht so hoch konzentriert sein, daher eignen sie sich besser, wenn man nur seine geistige Leistungsfähigkeit und de allgmeine Durchblutung stärken will.

Umschlag

Für die äußerliche Behandlung von schlecht heilenden Wunden und Geschwüren kann man einen Umschlag mit Ginkgo auflegen.

Dazu tränkt man ein sauberes Tuch entweder mit Ginkgo-Tee oder mit verdünnter Ginkgo-Tinktur. Das Tuch wird ausgewrungen, damit es nicht tropft.

Dann legt man das feuchte Tuch auf die zu behandelnde Hautstelle.

Mit einem Wolltuch oder einer Plastikfolie kann man das Tuch bedecken, damit die Feuchtigkeit nicht an die Kleider der Bettwäsche kommt.

Mit einer Mullbinde kann man das tuch fixieren.

Der Umschlag sollte mindestens zwei Stunden, am besten über Nacht einwirken.

Homöopathie

In der Homöopathie wird der Ginkgo in niedrigen Potenzen (D1 bis D3) sehr ähnlich eingesetzt wie in der Heilpflanzenkunde.

In diesen niedrigen Potenzen entspricht die homöopathische Anwendung weitgehend der Phytotherapie.

Produktipps:



Wirkung

Ginkgo

Der Ginkgo wirkt in erster Linie durchblutungsfördernd und zwar vor allem auf das Gehirn, aber auch auf andere Gewebe des Körpers.

Das Gedächtnis und das Lernvermögen werden dadurch verbessert.

Außerdem werden die Nerven geschützt. Altersbedingte Schäden an den Nerven werden verringert.

Ginkgo wirkt zudem als Antioxydant. Es macht freie Radikale unschädlich und wirkt dadurch allgemein verjüngend.

Nebenwirkungen / Gegenanzeigen

Manche Menschen reagieren allergisch auf Hautkontakt mit den Ginkgo-Früchten. Es kommt dann zu Hautirritationen.

Wenn man extrem hohe Dosen vom Ginkgo einnimmt, kann es zu Übelkeit und Kopfschmerzen kommen.

Gegenanzeigen

Man sollte nicht gleichzeitig gerinnungshemmende Medikamente und Ginkgo-Präparate einnehmen. Das Ginkgo-Mittel kann die Wirkung des Gerinnungshemmers verstärken, wodurch es zu Blutungen kommen kann.

Kurz vor einer Operation (ca. 2 Tage) sollte man mit der Ginkgo-Einnahme pausieren, damit es nicht zu unerwünschten Blutungen kommt.



Anwendungsgebiete

Ginkgo

Innerlich

Ginkgo kann man innerlich, als Tabletten, Tee oder Tinktur gegen Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen und Durchblutungsstörungen im Gehirn einsetzen.

Bei leichter Demenz kann man Ginkgo ergänzend zu anderen Behandlungsmaßnahmen einsetzen. Auch die Kommission E empfiehlt den Ginkgo zur Behandlung von Demenz.

Selbst bei Alzheimer-Patienten kann der Ginkgo gute Dienste leisten. Er wird wohl keine Wunder vollbringen, denn Alzheimer ist bislang nicht heilbar, aber der Ginkgo kann dazu beitragen, dass der geistige Verfall verlangsamt wird. Dazu muss der Ginkgo aber dauerhaft über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Man kann den Ginkgo aber auch bei guter geistiger Leistungsfähigkeit einsetzen, wenn man anstrengende geistige Arbeit leisten muss. Dann hilft der Ginkgo beim Konzentrieren und dass man die Geistesarbeit besser verkraftet, z.B. ohne Kopfschmerzen usw.

Außerdem hilft Ginkgo gegen alle anderen Arten von Durchblutungsstörung, sei es das Herz, die Beine oder die Haut.

Wegen seiner durchblutungsfördernden Wirkung ist Ginkgo ein wunderbares Mittel, um das Altern zu verlangsamen, sowohl geistig als auch körperlich.

Man kann den Ginkgo auch regelmäßig einnehmen, um Schlaganfall und Herzinfarkt vorzubeugen.

Äußerlich

Äußerlich kann man Ginkgo-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.

Mit dieser Art der Anwendung kann man schlecht heilende Wunden lindern, insbesondere, wenn diese wegen schlechter Durchblutung nur schlecht abheilen.

Traditionelle Chinesiche Medizin (TCM)

In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Ginkgo seit Jahrtausenden angwendet. Weil er zwischen Yin und Yang vermitteln können soll, wird er zum Ausgleichen eingesetzt.

Anstelle der Blätter werden in China vor allem die Samen genutzt.

Man benutzt den Ginkgo gegen Asthma, Husten, Bronchitis, Tuberkulose, Magenerkrankungen und Hautentzündungen.

Aus gepulverten Blättern wird eine Wundauflage zubereitet, die sehr gute Wirkung haben soll.



Magische Anwendung

Ginkgo

In Japan werden die Ginkgosamen bei Hochzeiten als Symbol für das Glück verspeist.

In vielen asiatischen Geschichten gilt der Ginkgobaum als Behausung von Geistern.



Geschichtliches

Ginkgo

Der Ginkgobaum wächst schon seit der Urzeit in seiner heutigen Form. Er ist daher ein sogenanntes lebendes Fossil. Man vermutet, dass es schon vor 200-400 Millionen Jahren Ginkgo-Bäume gab.

In Asien wird der Ginkgo seit Jahrhunderten als Tempelbaum gepflanzt und verehrt. Dieser Brauch hat wohl dazu beigetragen, dass die Art so lange durchgehalten hat.

Schon vor etwa 2800 Jahren wurde der Ginkgo in Asien medizinisch genutzt.

Wegen seiner Blattform ist der Ginkgo ein Symbol für Yin und Yang. Daher dient er dem Ausgleich von Gegensätzlichkeiten.

Inzwischen wird der Ginkgo auch in Europa immer mehr angepflanzt, er ist jedoch noch ein eher seltener Anblick.

1945 brannte ein Ginkgo-Tempelbaum infolge der Atombombe von Hiroshima. Noch im gleichen Jahr trieb der Baum wieder aus und bekam neue Blätter. Das machte ihn in Japan und darüber hinaus als Symbol der Hoffnung berühmt.




Pflanzenbeschreibung

Ginkgo

Ginkgo ist ursprünglich in China heimisch. Heutzutage findet man ihn jedoch weltweit angebaut.

Der Ginkgo-Baum wird bis zu 30-40 m hoch.

Er ist zweihäusig, d.h. es gibt einen weiblichen und einen männlichen Baum. Die weiblichen Bäume bilden Samenfrüchte, die aussen fleischig und innen hart sind. Diese Früchte riechen im Herbst ranzig, weshalb die männlichen Bäume bevorzugt werden. Die männlichen Bäume tragen 2-3 cm lange Kätzchen.

Die Blätter des Ginkgos sind fächerförmig und in ihrer Form unverwechselbar.

Der Gingko ist der einzige Baum seiner Familie, der aus der Urzeit vor 250 Millionen Jahren übrig geblieben ist.

Dass er über die Zeiten ausgehalten hat, ist wahrscheinlich chinesischen Mönchen zu verdanken, die ihn in ihrem Klöstern aus medizinischen und religiösen Gründen gehegt und gepflegt haben.


Anbautipps

Ginkgo

Den Ginkgo kann man in mittleren Breiten im eigenen Garten anbauen.

Er ist mit jedem Boden zufrieden. Ansonsten hat er gerne Halbschatten bis Sonne.

In den ersten beiden Jahren sind die kleinen Ginkgo-Bäume noch nicht winterhart. Deshalb kultiviert man sie am besten für mindestens zwei Jahre im Kübel, bevor man sie ins Freiland setzt.

Man kann den Ginkgo aus den Samen ziehen, die man im Herbst in feuchten Sand legt. Bis zur Keimung sollten sie kühl stehen.

Einfacher ist es jedoch, wenn man fertige Ginkgo-Pflanzen verwendet.

Produktipps:



Sammeltipps

Ginkgo

Die Blätter des Ginkgos werden im Oktober gesammelt, bevor sie braun werden und abfallen.

Dann werden sie zügig im Halbschatten getrocknet.




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