Goji

(Lycium barbaru)


  

Goji


Die Goji-Beere ist eine rote Frucht, die am Gemeinen Bocksdorn, einer chinesischen Nachtschattenpflanze wächst.

Goji-Beeren gelten dem Einen als Wundermittel und Anderen nur als leckere Ergänzung des täglichen Müslis.

In ihrer Heimat China werden Goji-Beeren schon lange als Nahrungsmittel und Naturheilmittel genutzt. In den letzten Jahren haben sie es auch in Mitteleuropa zu einiger Bekanntheit gebracht.



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Die wichtigsten Heilpflanzen für die Anwendung zu Hause.
Ein Kindle-Ebook von Eva Marbach, der Autorin dieser Heilkräuter-Webseite.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Abwehrschwäche,
Bluthochdruck,
Grüner Star,
Heilwirkung:
antioxidativ,
blutzuckersenkend,
immunstimulierend,
stärkend,
Anwendungsbereiche:
Allergie,
Anämie,
Asthma,
Autoimmunkrankheiten,
Burn Out,
Diabetes,
Erkältung,
Erschöpfung,
Glaukom,
Infektneigung,
Krebs (unterstützend),
Makuladegeneration,
Müdigkeit,
Nachtschweiß,
Rekonvaleszenz,
Rheuma,
Rückenprobleme,
Schwindel,
Sehschwäche,
Stress,
Tinnitus,
Übergewicht,
Vorzeitiges Altern,
wissenschaftlicher Name:
Lycium barbarum
Pflanzenfamilie:
Nachtschattengewächse - Solanaceae
englischer Name:
Wolfberry
volkstümlicher Name:
Gemeiner Bocksdorn, Bocksdornfrucht, Chinesische Wolfsbeere, Gemeiner Teufelszwirn, Níngxià gouqi (chinesisch)
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren (Früchte)
Inhaltsstoffe:
Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Vitamine aus der B-Gruppe, Eisen, Spurenelemente, Lutein, Zeaxanthin, Polysaccharide, Sesquiterpene
Sammelzeit:
August bis Oktober



Anwendung

Goji-Beeren, getrocknet

Wie so oft bei modernen, exotischen Heilpflanzen werden der Goji-Beere wahre Wunderfähigkeiten nachgesagt. Vermutlich ist die Goji-Beere in Wirklichkeit nur halb so heilkräftig, wie ihre eifrigsten Anhänger behaupten. Aber selbst dann haben Goji-Beeren ein beachtliches Heilpotential.

Immerhin wird die Goji-Beere schon seit langem in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet.

Außerdem schmecken getrocknete Goji-Beeren sehr lecker und sind deshalb eine lohnende Beigabe zu Müslis, im Joghurt und zum Knabbern.

Die getrockneten Goji-Beeren sind daher auch die häufigste Anwendungsmöglichkeit der Gojis.

Man kann getrocknete Goji-Beeren im Handel kaufen, beispielsweise im Versandhandel, in Kräuterläden oder Bioläden.

Im Prinzip kann man sie verwenden wie Rosinen oder andere Trockenfrüchte. Die Anwendung ist also denkbar einfach.

Manche Goji-Sorten sind auch im frischen Zustand wohlschmeckend, sodass man sie auch als frische Früchte essen kann.

Außerdem gibt es manche Anbieter, die die Goji-Frucht als Fruchtsaft anbieten. Beim Kauf solcher Frischsäfte muss man jedoch darauf achten, wie viel der Goji-Beere im Saft enthalten ist. Häufig gibt es Mischungen mit anderen Früchten, bei denen nur sehr wenig Goji enthalten ist.

Frische und unversehrte Blätter kann man als Blattgemüse essen.

Goji gegen Augenkrankheiten

Eine Besonderheit der Goji-Heilwirkungen ist ihr förderlicher Einfluss auf die Augen.

Vor allem ihre Wirkstoffe Zeaxanthin und Lutein haben eine starke Wirkung auf die Augen.

Traditionell wird die Goji-Beere zu Behandlung von Grünem Star (Glaukom) verwendet, denn der erhöhte Augeninnendruck soll mithilfe der Goji-Frucht verringert werden.

Auch bei Makuladegeneration wird der Genuss der Goji-Beere empfohlen.

Man kann Goji-Beeren aber auch bei anderen Arten von Augenproblemen regelmäßig, um die Gesundheit der Augen zu verbessern.

Stärkung der Abwehrkräfte

Ein weiteres beliebtes Einsatzgebiet der Goji-Beere ist die Stärkung des Immunsystems.

Goji-Beeren enthalten zahlreiche Vitamine und Spurenelemente, sodass sie Abwehrschwäche mildern können, die aufgrund von Vitamin- oder Mineralstoff-Mangel bestehen.

Die in der Goji-Beere enthaltenen Polysaccharide sollen auch eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem haben.

Regulierung des Immunsystems

So wie Goji-Beeren auf der einen Seite das Immunsystem stärken können, können sie auf der anderen Seite auch ein überschießendes Immunsystem beruhigen.

Daher eignet sich der Genuss von Goji-Beeren auch zur Linderung von Asthma, Allergien aller Art und Autoimmunkrankheiten wie Rheuma.

Herz und Kreislauf

Goji-Beeren sollen sich in mehrfacher Hinsicht positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken.

Ein zu hoher Blutdruck soll gesenkt werden und die allgemeine Durchblutung gefördert. Infolgedessen sollen Goji-Beeren auch vorbeugend gegen Schlaganfall und Herzinfarkt wirken.

Weitere Einsatzgebiete

Da die Goji-Beere eine leichte blutzuckersenkende Wirkung hat, kann man sie unterstützend bei Diabetes einsetzen.

Goji-Beeren sollen zudem stärkend wirken, was ihren Einsatz gegen Alterserscheinungen, Schwäche und Burnout erklärt.

Wegen ihrer muskelaufbauenden Wirkung werden Goji-Beeren auch gerne von Sportlern gegessen.

Auch die Fettverbrennung soll durch Goji-Beeren angekurbelt werden, weshalb sie auch gerne zum Abnehmen gegessen werden. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass Goji-Beeren auch Kalorien enthalten, vergleichbar etwa mit Rosinen und anderen Trockenfrüchten.

Sogar gegen Krebs sollen Goji-Beeren vorbeugen. Außerdem soll eine Chemotherapie bei einer bestehenden Krebserkrankung mithilfe von Goji-Beeren leichter erträglich werden.

Produkttipps:



Nebenwirkungen - Wechselwirkungen

Goji

Die Gojibeere ist im allgemeinen sehr gut verträglich, wenn man sie in normalen Mengen einnimmt.

Anders als früher manchmal behauptet, enthält die Goji-Beere kein giftiges Hyoscyamin. Sie ist also nicht giftig.

Wechselwirkung mit Gerinnungshemmern

Allerdings können Goji-Beeren die Wirkung von manchen Gerinnungshemmern vestärken. Es besteht also eine Wechselwirkung.

Genauer gesagt handelt es sich bei den von dieser Wechselwirkung betroffenen Medikamenten um sogenannte Vitamin-K-Antagonisten, beispielsweise Marcumar mit dem Wirkstoff Phenprocoumon und Coumadin mit dem Wirkstoff Warfarin. Auch andere Gerinnungshemmer könnten von dieser Wechselwirkung betroffen sein. Daher sollte man bei Einnahme von Gerinnungshemmern aufmerksam den Beipackzettel lesen, um festzustellen, ob Wechselwirkungen mit der Goji-Beere bestehen können.

Falls man diese Wechselwirkug nicht beachtet und Goji-Beeren zusammen mit Gerinnungshemmern einnimmt, kann es zu möglicherweise lebensbedrohlichen Blutungen kommen.

Da die Goji-Beeren zur Behandlung von hohem Blutdruck empfohlen werden, bei Blutdruckpatienten aber auch häufig Gerinnungshemmer eingesetzt werden, ist es durchaus wichtig, über diese Wechselwirkung Bescheid zu wissen.

Achtung! Keine Gojibeeren bei Behandlung mit Gerinnungshemmern!

Allergiepotential

Manche Menschen reagieren allergisch auf Goji-Beeren.

Diese Menschen sollten die Goji-Beere logischerweise nicht zu sich nehmen.




Pflanzenbeschreibung

Goji

Der Goji-Strauch, auch als Gemeiner Bocksdorn bezeichnet, ist ursprünglich vor allem in China heimisch. Aber auch in Südosteuropa bis über ganz Asien hinweg kommt er wildwachsend vor.

Da er in gemäßigtem Klima gut gedeiht, wird er heutzutage in vielen Ländern als Zierpflanze kultiviert. Man findet ihn in Europa, Nordamerika und sogar in Australien und in einigen Ländern Nordafrikas. Besonders verbreitet ist er im Mittelmeerraum.

Der mehrjährige Bocksdorn-Strauch kann bis zu vier Meter hoch werden.

Seine Äste sind meistens stachelig, woher auch der Namensteil "dorn" im Namen "Bocksdorn" stammt.

Direkt an den Ästen sitzen graugrüne, längliche Blätter. Diese Blätter werden bis zu 10 cm lang und sind bis zu 3 cm breit.

Zwischen Juni und August ist die Blütezeit des Gemeinen Bocksdorns. Die violetten Blüten sitzen in den Blattachseln an kurzen Stengeln, die direkt von den Ästen ausgehen. Die Blüten haben meist 5 Blütenblätter, wie die meisten Nachtschattengewächse.

Aus den Blüten entwickeln sich zwischen August und Oktober die roten oder orange-gelben Früchte.

Die Goji-Früchte sind langgestreckt eiförmig und werden bis zu 1,2 cm lang. Ihre Breite beträgt maximal 5 mm. Sie sind also recht klein. In ihrem Innern findet man maximal 20 rundliche Samen.

Wenn man sich die frischen Früchte genau anschaut, erkennt man deutlich die Verwandtschaft zu Tomaten, Auberginen oder Pepperonis.



Anbautipps

Weil der Gemeine Bocksdorn in gemäßigtem Klima gut gedeiht, kann man ihn in Mitteleuropa problemlos als Gartenpflanze anbauen.

Allerdings sollte man berücksichtigen, dass sich der Strauch mithilfe von Rhizomen unterirdisch verbreitet, zumindest wenn er sich an einem Standort wohl fühlt. Wenn man nicht den ganzen Garten voller Bocksdorn-Sträucher haben will, muss man vor dem Einpflanzen eine Rhizomsperre in seine Gartenerde bauen. Das heißt, man muss die Erde im Umkreis von etwa einem Meter mindestens einen Meter tief ausheben und eine Sperre einbauen. Das ist ziemlich aufwenig.

Der Gemeine Bocksdorn braucht einen sonnigen Standort, damit er gut gedeihen kann.

Weil er bis zu 4 Meter hoch werden kann, sollte man ihm ein großzügiges Stück Garten geben, damit er sich entfalten kann.


Produkttipps:




Sammeltipps

Die reifen Früchte werden zwischen August und Oktober geerntet.

Dann kann man sie im Backofen oder in der Sonne liegend schonend trocknen.

Alternativ kann man die Früchte auch einfrieren.

Übrigens sind auch die Blätter des Gemeinen Bocksdorns essbar. Diese sollte man ernten, wenn sie noch frisch und unversehrt aussehen, also etwa im Frühsommer.



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