Goldgarbe(Achillea filipendulina)
Wild kommt die Goldgarbe in Deutschland nicht vor, aber man trifft sie aufgrund iher Schönheit häufig in Gärten, aus denen sie manchmal auch entkommt. Als Heilpflanze wird die Goldgarbe hierzulande kaum eingesetzt, aufgrund ihrer Wirkstoffe kann man sie jedoch ähnlich einsetzen wie die Schafgarbe, wenn auch etwas vorsichtiger, weil sie ähnlich wie der Rainfarn auch heftig wirkende Substanzen beinhaltet. Steckbrief
Anwendung
Goldgarbe kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden.
Die Anwendung der Goldgarbe als Heilpflanze ist in Mitteleuropa jedoch nicht üblich. Die Anwendungshinweise stehen hier deshalb nur der Vollständigkeit halber. Wenn man die Goldgarbe im Garten kultiviert, kann man sie in geringen Mengen als Ersatz für Schafgarbe einsetzen. TeeFür einen Goldgarbe-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Goldgarbe mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Sicherheitshalber sollte man die Goldgarbe nicht in grösseren Mengen und auch nicht über längere Zeiträume regelmässig anwenden. InnerlichGoldgarbe kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Frauenbeschwerden einsetzen.Ausserdem hilft Goldgarbe gegen Verdauungsschwäche. ÄusserlichÄusserlich kann man Goldgarbe-Tee in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.Mit dieser Art der Anwendung kann man Hautentzündungen lindern.
Goldgarbe hilft äusserlich eingesetzt auch gegen Durchblutungstörungen und Venenschwäche.
Pflanzenbeschreibung
Die Goldgarbe ist im Kaukasus heimisch.
In Mitteleuropa wird sie gerne in Gärten als Zierpflanze angepflanzt, weil sie mit ihren gelben Blüten sehr dekorativ aussieht. Die Goldgarbe wächst bevorzugt an sonnigen Stellen und verträgt sowohl lehmige als auch sandige Böden. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 120 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst feinfiedrige Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter sind stark gefiedert, jedoch etwas weniger fein als bei der heimischen Schafgarbe. Ab Juni wächst der Blütenstengel in die Höhe. An ihm wachsen ähnliche Blätter wie in der Blattrosette. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Juni und September. Sie stehen in Scheindolden, sind jedoch Korbblütler, ganz wie bei ihren Verwandten der Schafgarbe und dem Rainfarn.
Aus den Goldgarbe-Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen.
AnbautippsDie Goldgarbe mag gerne sonnige Standorte.Der Boden kann sandig oder lehmig sein. Insgesamt ist die Goldgarbe ziemlich anspruchslos, weshalb sie mit wenig Pflege auskommt. Am einfachsten ist es, die Goldgarbe als fertige Pflanzen bei einer Gärtnerei zu kaufen und im Garten einzupflanzen. Wenn sie sich an einem Standort wohlfühlt, kommt sie in den nächsten Jahren wieder. Wenn man Samen der Goldgarbe erhält, kann man sie auch im Frühjahr ansäen, am besten in kleinen Töpfchen. Sobald die jungen Pflanzen etwas herangewachsen sind, kann man sie ins Freiland setzen.
Ausgewachsene Pflanzen kann man auch durch Teilung der Wurzelstöcke vermehren.
SammeltippsIn der Blütezeit schneidet man das ganze blühende Kraut etwa zwei Handbreit über dem Boden ab.Dann bindet man kleine Bündel aus den Pflanzen und hängt sie mit den Blüten nach unten an einen trockenen, schattigen Ort. Sobald die Pflanzen trocken sind, hängt man sie ab, zerkleinert sie (am besten mit einer Schere) und bewahrt sie kühl, trocken und lichtgeschützt auf.
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