Leicht giftig Goldmohn

(Eschscholzia californica Cham.)


  

Goldmohn


Der Goldmohn ist eine gelb blühende Mohnpflanze aus Kalifornien, die dort auf großen Flächen wild wächst. Sie ist die Staatsblume Kaliforniens.

Bei uns findet man den Goldmohn als Zierpflanze in Gärten.

Der Goldmohn ist aber nicht nur eine sehr schöne Zierpflanze, sondern auch eine Heilpflanze, die seit tausenden von Jahren gegen Schmerzen und Schlafstörungen eingesetzt wird.

Der alternative Name Schlafmützchen passt doppelt, einmal als Mittel gegen Schlafstörungen und zum anderen sieht die geschlossene Blüte wie eine alterümliche Schlafmütze aus.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:

Volksheilkunde

Schlafstörungen,
Schmerzen,
Unruhe,
Heilwirkung:

Volksheilkunde

analgetisch,
angstlösend,
antidepressiv,
anxiolytisch,
ausgleichend,
beruhigend,
betäubend,
harntreibend,
krampflindernd,
schlaffördernd,
schmerzlindernd,
schweißtreibend,
sedativ,
spasmolytisch,
Anwendungsbereiche:

Volksheilkunde

Angstzustände,
Bettnässen,
depressive Verstimmungen,
Einschlafstörungen,
Gallenerkrankungen,
Inkontinenz,
Läuse,
Lebererkrankungen,
nervöse Übererregbarkeit,
Neuropathien,
Schlaflosigkeit,
Schlafstörungen,
Schmerzen,
Unruhe,
Zahnschmerzen,

Homöopathie

Schlafstörungen,
wissenschaftlicher Name:
Eschscholzia californica Cham.
Pflanzenfamilie:
Mohngewächse = Papaveraceae
englischer Name:
California poppy
volkstümlicher Name:
Eschscholtzia, Goldmohn, Kalifornischer Kappenmohn, Kalifornischer Mohn, Schlafmützchen
Verwendete Pflanzenteile:
oberirdisches blühendes Kraut, Pflanzensaft
Inhaltsstoffe:
Aporphin-Alkaloide, Allocryptopin, Bitterstoffe, Californidin, Escholzin, Flavonoide, Glykoside, Isochinolone, Protopin, Rutin, Xanthophylle
Sammelzeit:
Juni-Oktober
Kontraindikation:
Schwangerschaft, Stillzeit


Anwendung

Goldmohn

Der Goldmohn ist oft ein Bestandteil von Fertigarzneimitteln und gibt es auch als Tinktur.

Tee

2 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft gegen Schmerzen, Schlaflosigkeit und nervöse Übererregbarkeit.

Gegen Einschlafstörungen, etwa 1-2 Stunden vor dem Schlafengehen eine Tasse trinken.

Maximal 2-4 Tassen pro Tag.

Extrakt

3-4x täglich 1 ml. Hilft gegen Schmerzen, Schlaflosigkeit und nervöse Übererregbarkeit.

Abkochung

5 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 500 ml kaltem Wasser ansetzen und zum Kochen bringen, noch 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Lauwarm hilft diese Abkochung äusserlich gegen Läuse.

Frischsaft

Der frische Saft hilft gegen Zahnschmerzen.

Homöopathie

Die Zubereitung (Eschscholtzia californica D2) aus dem frischen blühenden Kraut hilft gegen Schlafstörungen.

Geschichtliches

Goldmohn - Schlafmützchen

Die Ureinwohner von Nordamerika nutzen den Goldmohn schon seit tausenden von Jahren, vor allem als mildes Schmerzmittel und für spirituelle Zwecke.

In Europa wird die Pflanze erst seit etwa Ende des 19. Jahrhundert genutzt. Beliebt ist der Einsatz bei Kindern.

Mittlerweile findet sich der anspruchslose Goldmohn aber mehr als schöne und anspruchslose Zierpflanze in den Gärten.




Pflanzenbeschreibung

Goldmohn

Der Goldmohn ist im Westen von Nordamerika heimisch.

Er wächst bevorzugt auf felsigen, sandigen und trockenen Standorten.

Die ein-/zweijährige manchmal dauerhafte Pflanze wird zwischen 25 und 60 Zentimeter hoch.

Die bläulichgrünen Blätter sind gefiedert.

Die gelborangen Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober, Durchmesser etwa 4-5 cm.

Aus den Goldmohn-Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.

Die Samen befinden sich in Kapseln.

Es gibt etwas 10 Unterarten.



Produkttipps:


Anbautipps

Anspruchlos.

Im Frühling oder Herbst direkt an den gewünschten Standort aussäen.

Der Standort sollte trocken und sonnig sein.

Der Goldmohn entwickelt sich schnell bis zur Blüte.

Die Vorzucht in Töpfchen lohnt nicht, da die Wurzeln sehr empflindlich sind. Daher auch das Unkraut in der Nähe der Freilandpflänzchen früh entfernen.



Sammeltipps

Das oberirdische Kraut während der Blüte sammeln.

Bündeln und an einem luftigen und schattigen Ort trocknen.


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