Grindelie / Grindelia

(Grindelia robusta)


  

Grindelie


Die Grindelie ist eine gelbblühende etwa 1 m hohe Pflanze mit hohem Harzanteil.

Sie ist in Nordamerika heimisch und von der Gattung gibt es über 50 Arten, die alle ähnliche Wirkungen haben.

Bei den Indianern und später bei den Siedlern war die Grindelie eine beliebte Heilpflanze gegen viele Krankheiten und ein Gegengift.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Asthma,
Hautauschläge,
Husten,
Heilwirkung:
antibakteriell,
beruhigend,
blutreinigend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
krampflösend,
lindernd,
schleimlösend,
spasmolytisch,
Anwendungsbereiche:
Asthma,
Atemwegserkrankungen,
Blasenentzündung,
Bronchitis,
Dermatitis,
Halsschmerzen,
Hautauschläge,
Husten,
Keuchhusten,
Magen,
Milz,
Nierenleiden,
Krämpfe,
Parasiten,
Rheuma,
Tuberkulose,
Wunden,
wissenschaftlicher Name:
Grindelia robusta
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Great valley gumweed, Gumweed
volkstümlicher Name:
Grindelie, Grindelia
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzel, Stengelspitzen mit Blüten und Blättern
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Bitterstoffe, Diterpene, Gerbstoffe, Grindeliasäuge, Harz, Kampferolether, Luteolin, Matricanol, Terpensaponine, Vanillinsäure
Sammelzeit:
Mai und September
Nebenwirkungen:
Selten Reizungen der Magenschleimhaut


Anwendung


Tee

1 Esslöffel auf 250 ml heißes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Der bittere Tee hilft bei Asthma, Husten und Rheuma.

Abkochung

Eine Abkochung der Wurzel hilft gegen Läuse und ist als Haarpflegemittel geeignet.

Pflanzenbrei

Der frische Pflanzenbrei der Grindelie kann als Umschlag auf entzündete oder juckende Hautstellen aufgetragen werden.

Homöopathie

Zubereitungen gegen Bronchitis

Geschichtliches

Seit vielen Jahrhunderten wird die Pflanze in der nordamerikanischen Volksheilkunde gegen Krankheiten eingesetzt, auch als Gegengift bei Giftsumach-Vergiftungen.

Darüber hinaus wurde die Pflanze auch zum Färben, gegen Läuse und zur Haarpflege genutzt.

In Europa wird diese Grindelie in den letzten Jahrzehnten immer öfter von Liebhabern als Zierpflanze angebaut, neuerdings findet sie sich auch in Kräutergarten zu Heilzwecken.



Pflanzenbeschreibung

Grindelie

Die Grindelie ist im Südwesten von Nordamerika heimisch.

Sie wächst bevorzugt auf trockenen Böden und ist frosthart.

Die zweijährige/mehrjährige Pflanze wird zwischen 60 und 120 Zentimeter hoch.

Die Blätter sind grob und gezähnt.

Die Blüten erscheinen zwischen Mai und September

Die gelben Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 4-5 cm. An den Blütenkelchen bildet sich ein Harz.

Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.


Anbautipps

Die Samen im Herbst oder Frühling in Töpfen ausäen und nur leicht mit Erde bedecken. Im Gewächshaus oder Fensterbrett keimen lassen.

Die Pflanzen pikieren und im frühen Sommer auspflanzen.

Ist das Klima günstig, so kann man auch im frühen Frühling direkt ins Freiland ausäen, die Samen keimen bei etwa 17 °C.

Die Grindelie mag trockenen Boden kommt aber auch mit feuchten Böden klar.

Die Grindelie kommt gut mit nährstoffarmen Böden klar.

Die Pflanze mag volle Sonne und wächst nicht im Schatten.


Sammeltipps

Die Stengelspitzen mit den Blüten nur bei voller Blüte ernten und an einem luftigen schattigen Ort trocknen.


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