Stark giftig Grüne Nieswurz


  

Grüne Nieswurz
Grüne Nieswurz
Die grüne Nieswurz ist eine Pflanze der mittleren Berghöhen, vor allem in den westlichen Alpen ist sie heimisch.

Die grünen Blüten erscheinen zwischen März und April, also meist deutlich später als die der verwandten Nieswurze.

Die ganze Pflanze ist stark giftig.

Früher wurden die Niesreiz auslösenden Wurzeln gegen Geisteskrankheit und Herzschwäche eingesetzt, doch die Giftigkeit verhindert heutzutage ihre Verwendung, ausser in homöopathischer Verdünnung.



Steckbrief

Heilwirkung:
Achtung! Stark giftig. Nur homöopathisch anwenden.

Läuse,

wissenschaftlicher Name:
Helleborus viridis
Pflanzenfamilie:
Hahnenfussgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:
Green hellebore
volkstümliche Namen:
Bärenfuss, Feuerkraut, Feuerwurz, Läusekraut, Lenzrose, Schelmwurz, Teufelskraut, Wolfszahn, Wrangblume
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzeln, Wurzelstock
Inhaltsstoffe:
Digitalis-Glykoside, Helleborein, Helleborin, Saponine, Cyclopamin


Anwendung

Grüne Nieswurz
Grüne Nieswurz
Achtung! Stark giftig.

Die Nieswurz wird nicht medizinisch angewendet

Aufgrund der Giftigkeit eignet sich die grüne Nieswurz nicht für die Behandlung mit der frischen Pflanze.

Einige andere Nieswurzarten wurden früher gegen Herzschwäche und Wahnsinn eingesetzt.

Die grüne Nieswurz galt jedoch als zu schädlich für die medizinische Anwendung. Sie wurde jedoch als äusserliches Mittel gegen Läuse und andere Insekten verwendet. Daher nannte man sie und ihre Schwester, die stinkende Nieswurz, auch Läusekraut.

Obwohl eine homöopathische Anwendung der grünen Nieswurz denkabr wäre, wird sie im Allgemeinen nicht homöopathisch angewendet. Stattdessen ist ihre Schwester, die Christrose (schwarze Nieswurz) ein beliebtes homöopathisches Mittel.

In der Volksheilkunde wird die grüne Nieswurz hin und wieder gegen Herzschwäche, Verstopfung, Epilepsie und psychische Probleme eingesetzt. Ihre Wirkung ist jedoch noch giftiger als die der schwarzen Nieswurz. Daher ist von der Anwendung der grünen Nieswurz stark abzuraten.



Giftwirkung

Bei Vergiftung mit der Nieswurz kommt es zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Ohrensausen und Herzklopfen mit verlangsamten Puls.

In schweren Fällen kann es zum Delirium bis hin zum Tod kommen.

Im Vergiftungsfall sollte man sofort den Notarzt zu Hilfe rufen.

Als Erste-Hilfe-Massnahme sollte man Erbrechen hervorrufen und Aktivkohle geben. Nach dem Erbrechen kann ein starker Wermut-Tee zusätzlich helfen.



Pflanzenbeschreibung

Grüne Nieswurz
Grüne Nieswurz
Verwechslungsmöglichkeit

Hier werden Nieswurze der Gattung "Helleborus" beschrieben.

Es gibt auch den weissen Germer, der auch "Nieswurz" genannt wird. Der Germer gehört jedoch zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie. Beide Pflanzengattungen sind stark giftig.

Die grüne Nieswurz wächst vorwiegend in bergigen Gegenden. Man findet sie vorwiegend in den westlichen und südlichen Alpen. Dort gedeiht sie vorwiegend in lichten Wäldern der mittleren Höhen.

In Gärten wird sie hin und wieder wegen ihrer interessanten grünen Blüten angepflanzt.

Sie sind in Deutschland wildwachsend so selten, dass sie unter Naturschutz stehen.

Die grüne Nieswurz ist winterhart und mehrjährig. Sie werden bis zu 25 cm hoch.

Die Blätter der Nieswurz sind gross, gestielt und gefingert.

Die grüne Nieswurz blüht im Frühjahr mit grünen Blüten. Die Blütenfarbe hat ihr ihren Namen gegeben.

Alle Teile der grünen Nieswurz sind stark giftig.

Siehe auch:


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