Guarana

(Paulinia cupana)


  

Guarana Die südamerikanische Liane Guarana trägt koffeinreiche Früchte, die noch stärker als Kaffee, aber etwas milder wirken.

Vor allem in Alternativ- und Fitnesskreisen ist Guarana sehr beliebt, um munter zu werden und die Leistungsfähigkeit zu steigern.

Da Guarana auch das Hungergefühl verringert, wird es auch gerne als Unterstützung zum Abnehmen verwendet.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Müdigkeit,
Kopfschmerzen,
Heilwirkung: anregend,
fiebersenkend,
harntreibend,
vitalisierend,
Anwendungsbereiche: Darmbeschwerden,
Depressionen,
Durchfall,
Konzentrationsschwäche,
Leistungsschwäche,
Magenbeschwerden,
Migräne,
Übergewicht,
wissenschaftlicher Name:Paulinia cupana
Pflanzenfamilie:Seifenbaumgewächse = Sapindaceae
englischer Name:
andere Namen:
Verwendete Pflanzenteile:Pulver aus Samen
Inhaltsstoffe:Coffein, Guanin, Gerbstoffe, Tanine, Proanthocyanidine, Theophyllin, Theobromin, Roter Farbstoff, Catechin, Catechu, Cholin, Saponine, Schleimstoffe, Xanthin, Mineralstoffe


Anwendung

Guarana-Samen

Das bitter schmeckende Guarana-Pulver, das aus den Guarana-Samen gewonnen wird, kann man als Getränk, in Jogurt eingerührt oder als Nahrungsergänzungsmittel aus dem Handel einnehmen. Im Handel erhält man Guarana-Kapseln, Guarana-Tabletten, aber auch Kaugummi, Süßigkeiten und Fitnessdrinks.

Im Allgemeinen ist Guarana besser verträglich als Kaffee, weil die darin enthaltenen Gerbsrtoffe die Aufnahme des Koffeins verlangsamen und somit abmildern.

Durch Guarana wird man nicht nur wacher, sondern im Allgemeinen auch konzentrierter und leistungsfähiger, sowohl körperlich als auch geistig.

Daher wird Guarana gerne von Menschen im Lernstress oder in Prüfungssituationen verwendet, aber auch bei starker sportlicher Beanspruchung.

Man sollte jedoch darauf achten, dass man sich unter Guarana-Wirkung nicht überfordert und anschließend erschöpft zusammenbricht. Das gilt für alle stark anregenden Substanzen.

Durch Guarana-Anwendung werden auch Hunger- und Durstgefühle gedämpft. Der verminderte Hunger kann in manchen Fällen dabei helfen, leichter abzunehmen.

Der verminderte Durst ist jedoch potentiell gefährlich, weil man dadurch zur Austrocknung neigt, was vor allem bei starken sportlichen Leistungen oder in der Sommerhitze zur bedrohlichen Dehydrierung führen kann. Man sollte bei Guarana-Nutzung also unbedingt darauf achten, ausreichend zu trinken.

Wegen der starken Wirkung von Guarana, sollte man täglich nicht mehr als drei bis fünf Gramm des Guarana-Pulvers zu sich nehmen. Die normale Tagesdosis liegt zwischen ein und zwei Gramm.


Nebenwirkungen

Als natürliche Folge der Wirkung des Guaranas kann es auch zu Nebenwirkungen kommen, beispielsweise zu Schlafstörungen, Reizbarkeit, Herzrasen oder Kopfschmerzen. Diese Nebenwirkungen treten vor allem dann auf, wenn man sehr viel Guarana zu sich nimmt.

Bei längerem, regelmäßigen Gebrauch kann es zu Entzugserscheinungen kommen, wenn man das Guarana absetzt. Dieses Phänomen entspricht den Problemen, die ein starker Kaffeetrinker haben kann, wenn er aufhört, Kaffee zu trinken.

Gegenanzeigen

Für Menschen mit Bluthochdruck ist Guarana nicht geeignet. Ebenso für Menschen mit chronischen Kopfschmerzen.

Auch Schwangere und stillende Mütter sollten auf Guarana verzichten.


Geschichte

Im Amazonasbecken, der Heimat des Guaranas, werden die zermahlenen Samen seit Jahrhunderten verwendet.

Dort wird das Guarana-Pulver meistens als Paste zubereitet oder als gesüßtes Getränk getrunken.

In Brasilien gibt es mehrere handelsübliche Erfrischungsgetränke mit dem Namen Guaraná.

Eine Guarana-Paste wird in der Herkunftsländern häufig mit Cassava-Mehl vermischt. Diese Paste wird dann in Wasser aufgelöst und getrunken.

In Europa ist Guarana seit einigen Jahren wegen seiner belebenden Wirkung sehr beliebt. Man findet es in Energy-Drinks, in Süßigkeiten und Naherungsergänzungsmitteln.




Pflanzenbeschreibung

Die immergrüne Guarana-Pflanze ist in Südamerika heimisch, vor allem im Amazonasgebiet. Angebaut wird sie inzwischen aber auch in anderen Ländern Südamerikas.

Sie ist eine mehrjährige Rankpflanze, deren Stengel verholzen. Man kann sie auch als Liane bezeichnen.

In ihrer Heimat wird Guarana bis zu 12 Meter hoch.

Die Rinde der Guarana-Pflanze ist bräunlich und trägt in ihrer Jugend eine weiche Behaarung. Später wird sie jedoch kahl. Bei manchen Unterarten bilden sich Ranken, die aus den Blattachseln wachsen. Die meisten Guarana-Sorten kommen jedoch ohne Ranken aus.

Die unpaarig gefiederten Blätter sind wechselständig und werden bis zu 35 Zentimeter lang. Ihre Form ist länglich oder eiförmig.

Die weißlichen Blüten hängen in Trauben. Sie haben jeweils fünf Blütenblätter.

Aus den Blüten entwickeln sich rote Kapselfrüchte, die 2 bis 3 cm groß sind. In der roten Kapsel befinden sich bis zu drei schwarz-grüne Samen, die am Ansatz weiß sind.

Wenn die Frucht reif ist, öffnet sie sich und aus der roten Hülle schauen die dunklen Samen hervor.

Diese Früchte mit dunklen Samen in der Mitte erinnern an Augen. Es gibt viele Legenden der Amazonasvölker, die davon handeln.




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