Hirtentäschel
Die bekannteste Heilwirkung ist die blutstillende Wirkung des Hirtentäschels. Daher wird nach Geburten auch gern Hirtentäscheltee getrunken, um die Nachblutungen zu minimieren. Auch gegen zu starke Regelblutungen kann man Hirtentäschel erfolgreich einsetzen. Ausser diesen bekannten Wirkungen hilft das Hirtentäschel jedoch gegen ein breites Spektrum von gesundheitlichen Beschwerden. Beispielsweise reguliert es den Blutdruck, fördert die Verdauung und heilt Ekzeme. Steckbrief
Anwendung
Die häufigste Anwendung des Hirtentäschels ist ein Tee (Aufguss) aus dem blühenden Kraut.
Auch eine Tinktur kann man aus dem Kraut herstellen, damit man es immer zur Hand hat.
BlutungenInnerlich wird es vorwiegend gegen Blutungen eingesetzt, beispielsweise gegen zu starke Menstruationsblutungen, Magenbluten, Nierenblutungen. Die blutstillende Wirkung wird durch ein Zusammenziehen und Abdichten der Gewfässe erreicht.Bei inneren Blutungen sollte man natürlich in erster Linie den Arzt aufsuchen und darf Hirtentäscheltee höchstens therapiebegleitend anwenden. Daher wird der Haupteinsatzzweck im Alltag bei zu starken Regelblutungen liegen, denn diese sind aus ärztlicher Sicht in den meisten Fällen eher "normal" als beispielsweise Magenbluten. Gegen Nasenbluten kann man Hirtentäscheltee schnupfen. Gebärmutter-WirksamkeitDa das Hirtentäschelkraut die Muskeln der Gebärmutter zur Zusammenziehung anregt, wirkt Hirtentäscheltee wehenfördernd und Menstruationsfördernd.Das ist im Rahmen der Geburt meistens eine erwünschte Wirkung und kann helfen, dass die Geburt schneller vonstatten geht. In der frühen Schwangerschaft ist diese Wirkung jedoch unerwünscht, weil sie zu Fehlgeburten führen kann.
Die Menstruation wird gefördert und ausgelöst, wenn sie jedoch zu stark ist, wird die Blutung gestillt. Siehe: KreislaufwirkungDas Hirtentäschelkraut hat die wundersame Eigenschaft, den Blutdruck regulieren zu können.Hoher Blutdruck wird also gesenkt und niedriger Blutdruck verstärkt. Diese Wirkungsweise hängt mit der Wirkung auf das Blutgefäss-System zusammen. Auch gegen Arteriosklerose kann das Hirtentäschelkraut helfen. Das Zusammenziehen der Blutgefässe wirkt auch gegen Krampfadern und Hämorrhoiden. VerdauungsschwächeSo wie das Hirtentäschelkraut die Gebärmutter und die Blutgefässe anregt, aktiviert es auch die Darmmuskulatur, was gegen Verstopfung helfen kann.Auch der Magen wird gestärkt, was ihm bei der Verdauung hilft. Durch seine Stoffwechsel fördernde Wirkung hilft das Hirtentäschel auch gegen Rheuma und hilft beim Abnehmen. Siehe auch: EntzündungshemmendDank der entzündungshemmenden Wirkung des Hirtentäschels kann man es auch bei Erkältungen und Infektionen der Atemwege einsetzen.Zusätzlich wirkt es noch blutreinigend, was eine gute Kombination gegen Rheuma und Gicht ergibt. ÄusserlichBei Ekzemen und Wunden kann man das Hirtentäschelkraut als Tee nicht nur innerlich, sondern auch äusserlich für Waschungen und Umschläge verwenden.
Auch das Pulver der getrockneten Pflanze kann man auf Wunden streuen,
um deren Abheilung zu fördern.
Pflanzenbeschreibung
Das Hirtentäschel ist in ganz Europa heimisch und ist von hier aus als Kulturfolger
in die ganze Welt verbreitet worden.
Es liebt nährstoffreiche Böden, bevorzugt also Ackernähe und Gärten.
Man findet es an Wegrändern, Gräben, Böschungen, auf Brachland, Wiesen, Weiden und Schutthalden.
Die Pflanze ist mehr- oder einjährig. In Bodennähe wächst eine Rosette, die an Löwenzahnrosetten erinnert, jedoch unregelmässiger gezackt ist. Die Stengel werden bis zu einen halben Meter hoch. Am oberen Ende tragen sie kleine, weisse Blüten, die sich zu den flachen herzförmigen Täschchen entwickeln, die der Pflanze ihren Namen gegeben hat. Diese kleinen Schoten werden einen halben Zentimeter gross.
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