Holunder - Anbau


Holunder Normalerweise braucht man den Holunder nicht gezielt anbauen, weil er sich in Gärten häufig von selber ansiedelt.

Früher war man sogar der Meinung, dass man den Holunder nicht anpflanzen sollte, sondern dass man ihm die Chance geben sollte, sich seinen Platz selbst zu suchen.

Doch was tut man, wenn in der heimischen Gegend nicht soviele wilde Holunder-Bäume wachsen, dass ihre Abkömmlinge von selbst in den eigenen Garten kommen?

Dann spricht aus heutiger Sicht nichts gegen den gezielten Holunder-Anbau.

Die Pflege bestehender Holunder-Bäume ist einfach, doch ihre Anzucht ist relativ kompliziert.

Holunder liebt die Nähe zu menschlichen Siedlungen, das vereinfacht den Anbau im Garten.

Der Holunder toleriert die meisten Boden-Arten, am liebsten ist ihm jedoch ein lehmiger Boden, aber auch auf sehr kalkreichem Boden gedeiht der Holunder.

Ein sonniger Standort wird vom Holunder bevorzugt, auch die Früchte profitieren vom Sonnenlicht, aber man kann den Holunder auch an halbschattigen Standorten pflanzen.

Da der Holunder bis zu 7 Meter hoch und sehr breit werden kann, sollte man ihm einen Platz geben, an dem er sich ausbreiten kann.

Im Umkreis des Holunders haben die meisten anderen Pflanzen Probleme zu gedeihen. Daher sollte man den Holunder nicht direkt am Gemüsebeet anbauen.

Anzucht

Der Holunder kann aus Samen angezogen werden.

Holunder-Samen sind Kaltkeimer, daher brauchen sie eine Kälteperiode, um zu keimen.

Am besten sät man die Holunder-Samen gleich nach der Reifung, also im frühen Herbst.

Zur Ansaat eignet sich beispielsweise ein kaltes Frühbeet.

Wenn man den Holunder erst im Frühjahr säen will, sollte man die Anzuchtkästen zunächst zwei Monate warm stellen, bei etwa 20°C, und anschliessend zwei Monate kalten stellen, unter 0°C. Danach stellt man die Holunder-Anzuchtkästen in die normale Sommer-Wärme.

Sobald die Samen gekeimt haben und kleine Pflänzchen herangewachsen sind, kann man sie in grössere Töpfe vereinzeln.

Mit etwa 20 bis 50 cm Grösse kann man die jungen Holunder-Pflanzen dann ins Freiland an ihren endgültigen Standort pflanzen.

Wenn die Pflanzen im Verlauf des Sommers nicht gross genug werden, überwintert man sie im Anzuchtgefäss an geschützter Stelle und pflanzt sie erst im nächsten Sommer aus.

Stecklinge

Anstelle der Ansaat kann man Holunder auch durch Stecklinge vermehren.

Dazu schneidet man im Hochsommer Triebe bis in den halb-verholzten Bereich, etwa 10 cm lang.

Die Blätter des Triebes kürzt man etwa auf die Hälfte, damit sie nicht soviel Nahrung brauchen.

Dann stellt man den abgeschnittenen Trieb bzw. die Triebe in ein Wasserglas und stellt es an einen warmen, hellen Platz.

Sobald die Triebe gut durchwurzelt sind, kann man sie in Töpfe pflanzen.

Alternativ steckt man den abgeschnittenen Trieb in feuchte Erde und hüllt den Trieb samt Töpfchen in eine Plastikhülle, damit der Steckling in hoher Luftfeuchtigkeit gedeihen kann.

Pflege

Ein Holunder-Baum braucht kaum Pflege.

Beschneiden der Äste verträgt der Holunder meistens problemlos, ist aber für das normale Gedeihen der Pflanze nicht notwendig.

Man sollte jedoch nicht zuviel auf einmal schneiden, sonst bilden sich senkrechte Wassertriebe, die in Höhe schnellen.

Wenn man den Holunder fällt, treibt der Stumpf meistens wieder neue Triebe aus. Nach wenigen Jahren ist ein neuer Baum herangewachsen.


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