Holunder - Sammelhinweise


Holunder-Beeren Die Sammelzeiten für die verschiedenen Teile des Holunders sind unterschiedlich:

  • Blüten: Mitte Mai bis Juli
  • Beeren: August bis Oktober
  • Blätter: Mai bis Juni
  • Rinde: Februar bis März und Oktober bis November
  • Wurzel: Februar bis März und Oktober bis November

Blüten

Die Blüten sammelt man in den ganzen Dolden.

Diese Dolden legt man auf eine saubere Unterlage in einem zum Trocknen geeigneten Behälter, beispielsweise in eine Pappkiste.

Zum Trocknen stellt man die Blüten an einen luftigen, schattigen Platz.

Die Doldenform sorgt dafür, dass die Blüten ziemlich locker liegen und dadurch gut trocknen können.

Sobald die Blüten getrocknet sind, rebelt man sie von den Doldenstengeln ab und bewahrt sie trocken und lichtgeschützt auf.

Beeren

Die Früchte der Holunderbeeren reifen nicht zur gleichen Zeit, daher gibt es an vielen Dolden reife und unreife Beeren.

In diesem Fall erntet man entweder nur einen Teil der Dolde oder man entfernt nach dem Sammeln die unreifen Beeren.

Die Fräbkraft des Beerensaftes ist so stark, dass sich die Finger verfärben. Daher sollte man auch auf seine Kleidung achten.

Die Beeren müssen sehr bald nach der Ernte verarbeitet werden, weil sie zum Schimmeln neigen.

Meistens werden die Beeren zu Saft, Marmelade oder anderen feuchten Zubereitungen verarbeitet.

Mit einem Dörrgerät kann man sie jedoch auch trocknen.

Alternativ zum Dörrgerät kann man die Beeren auch im Backofen trocknen. Dieser sollte dazu aber maximal 40°C heiss sein. Die Backofentür lässt man offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Blätter

Die Blätter werden gesammelt, solange sie in gutem, makellosen Zustand sind.

Dann verwendet man sie entweder frisch für Salben oder man trocknet sie.

Man legt sie auf eine saubere Unterlage in einem zum Trocknen geeigneten Behälter, beispielsweise in eine Pappkiste.

Zum Trocknen stellt man die Blätter dann an einen luftigen, schattigen Platz.

Sobald die Blätter getrocknet sind bewahrt man sie trocken und lichtgeschützt auf.

Rinde

Die Rinde wird von den jungen aber schon verholzten Zweigen geschabt.

Die Legende besagt, dass Rinde, die man von oben nach unten schabt, als Abführmittel dient und Rinde, die man von unten nach oben schabt, als Brechmittel dient.

Nach der Ernte wird die Rinde möglichst zügig getrocknet.

Wenn es warm und trocken ist, kann man sie einfach im Zimmer oder an einem luftigen, schattigen Ort trocknen.

Bei feuchtem, kühlen Wetter kann man die Rinde auch im Dörrgerät oder Backofen bei bis zu 40°C trocknen.

Wurzel

Die Wurzel wird im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr geerntet.

Wenn man von einem kräftigen Baum nur wenige, kleine Wurzelstücke erntet, verkraftet der Baum die Prozedur meistens problemlos.

Die Wurzel wird zunächst trocken saubergerieben und dann mit kaltem Wasser gereinigt.

Anschliessend schneidet man sie in Stücke und trocknet sie an einem warmen Platz, im Dörrgerät oder im Backofen bei bis zu 40°C.


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