Huflattich

(Tussilago farfara)


  


Der Huflattich ist so genügsam, dass er sogar auf reiner Braunkohle wächst. Im zeitigen Frühjahr gehört er zu den ersten Pflanzen, die ihre Blüten entfalten. Oft werden die gelben Huflattichblüten mit Löwenzahn verwechselt, doch beim genaueren Hinschauen erkennt man erhebliche Unterschiede, denn die Huflattichblüte wächst nicht nur auf einem geschuppten Stengel, sondern die Pflanze hat auch gar keine Blätter in der Blütezeit.

Die hufeisenförmigen, weichen Blätter erscheinen erst, wenn die Blüten längst verschwunden sind. Sie riechen mild balsamisch und sind auf der Unterseit grau verfilzt.

Der bevorzugte Einsatzzweck des Huflattichs in der Naturheilkunde sind Erkrankungen des Atmungsorgane vom einfachen Husten bis hin zum Asthma.

Aber auch gegen Hautprobleme hat der Huflattich viel zu bieten, denn er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend.


Steckbrief

Heilwirkung:
adstringierend,
anregend,
antibakteriell,
blutstillend,
entzündungshemmend,
erweichend,
schleimlösend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Asthma,
Husten,
Bronchitis,
Reizhusten,
Raucherhusten,
Brustfellentzündung,
Fieber,
Erkältung,
Heiserkeit,
Kehlkopfentzündung,
Augenentzündung,
Ohrenentzündung,
Frühjahrsmüdigkeit,
Stoffwechsel anregend,
Appetitlosigkeit,
Magen- Darmkatarrh,
Gastritis,
Darmentzündung,
Verstopfung,
Durchfall,
Nervenschmerzen,
Nervensystem stärkend,
Entzündete Wunden,
Schlecht heilende Wunden,
Unterschenkelgeschwür,
Venenentzündung,
Pickel,
Furunkel,
Ekzeme,
Gesichtsrose,
Leichte Brandwunden,
wissenschaftlicher Name:
Tussilago farfara
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name:
Coltsfoot
volkstümlicher Name:
Bachblümlein, Berglatschen, Brandlattich, Brustlattich, Fohlenfuss, Hoflörrich, Hufblatt, Labassen, Ladderblätter, Lehmblümel, Loambleamel, Märzblume, Ohmblätter, Rosshuf, Sandblümel, Sommertürl, Teebleaml, Tabakkraut, Zeitrösele
Falsche Schreibweisen:
Huflatich, Hufflatich, Hufflattich
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe:
Schleim, Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Hyperin, Inulin, Mineralstoffe, Pyrrolizidinalkaloide, Salpeter, Saponine, Tannine, Taraxasterol, Violaxanthin, Zink
Sammelzeit:
Mai



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Anwendung

Huflattich-Blätter

Huflattich-Tee oder Tinktur gegen Husten

Das Haupteinsatzgebiet für den Huflattich ist der Husten und all seine Verwandten. Mit seinen einhüllenden Qualitäten lindert er den hartnäckigen Reizhusten und löst den zähen Schleim.
Auch bei Asthma hilft er, freier zu atmen, da er die Bronchien erweitert.

Er kann als Tee oder Tinktur eingenommen werden.

Beliebt sind auch Teemischungen, die je nach Art des Hustens zusammengestellt werden. Für einen trockenen Reizhusten eignet sich z.B. eine Mischung aus:

  • Huflattich
  • Königskerze
  • Süßholz
Zu gleichen Teilen vermischen und als Aufguss zubereiten. In kleinen Schlucken trinken.

Siehe auch:

Huflattich-Tee für das Verdauungssystem

Tee aus Huflattichblättern fördert die Verdauung, lindert sowohl Verstopfung als auch Durchfall und wirkt gegen Entzündungen im Verdauungstrakt.

Ausserdem stärkt Huflattich-Tee den Appetit.

Huflattich-Tee gegen Hautprobleme

Einen Aufguss der Huflattich-Blüten oder Blätter kann man in Form von Umschlägen oder als Waschung gegen vielerlei Hauterkrankungen verwenden.

Da Huflattich entzündungshemmend, zusammenziehend und antibakteriell wirkt, hilft der Tee gegen Ekzeme, schlecht heilende Wunden, bakterielle Entzündungen (z.B. Rotlauf), leichte Verbrennungen, Venenentzündung und Furunkel.

Siehe:


Produkttipps:


Fussbad gegen geschwollene Füsse

Nach einem langen Tag auf den Beinen kann man seine geschwollenen Füsse durch ein Fussbad mit Huflattich lindern.

Frischsaft gegen Ohrenschmerzen

Die Volksheilkunde verwendet frisch gepressten Saft aus den Blättern tropfenweise ins Ohr geträufelt gegen Ohrenschmerzen.

Kräutertabak

Früher wurde der Rauch von Huflattichblättern inhaltiert, um die Atmung zu erleichtern.

Man kann die Blätter des Huflattichs auch als Kräutertabak verwenden oder mit normalem Tabak mischen, um eine leichtere Rauchmischung zu erhalten. Er schmeckt fein würzig und fördert die Tiefe der Atmung.

Blütenessenz

Aus den Blüten des Huflattichs kann man auch eine Blütenessenz herstellen, die für Pionierleistungen und die Fähigkeit sich selbst treu zu bleiben steht.


Pflanzenbeschreibung


Huflattich ist in Europa, Asien und Teilen von Afrika heimisch. In Nordamerika ist er eingebürgert.

Der Huflattich wächst gern in Steinbrüchen, an Böschungen, Bahndämmen oder in den Bergen am Wegrand. Sein bevorzugter Boden ist ton- und lehmhaltig, daher kann er anzeigen, ob ein Boden Ton oder Lehm enthält. Selbst auf Braunkohle kann er wachsen, so genügsam ist er.

Wichtig ist dem Huflattich auch ein sehr sonniger Standort. Er kann zwar auch im Halbschatten wachsen, aber dann sind seine Blätter nicht so wirksam.

Eine Besonderheit des mehrjährigen Huflattichs ist, dass zuerst die Blüten aus dem nackten Boden wachsen und erst später die Blätter erscheinen.

Die leuchtend gelben Korb-Blüten erscheinen im zeitigen Frühjahr zwischen März und April, ohne dass man Blätter sehen kann. Sie stehen auf schuppigen Stengeln, die weisslich oder rötlich sind. Gerne stehen die Blüten in Gruppen zusammen.

Aus den Blüten entwickeln sich haarige Samenfahnen, die an die Pusteblumen vom Löwenzahn erinnern.

Die Blätter wachsen erst ab März. Sie sind eckig-herzförmig und etwa handtellergross. Ihre Form erinnert an die Hufe von Pferden, was dem Huflattich auch den Namen gab. Oben sind die Blätter hellgrün und auf der Unterseite grauweiss und filzig behaart.


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