Leicht giftig Jakobs-Greiskraut

(Senecio jacobaea L.)


  

Jakobs-Greiskraut Das Jakobs-Greiskraut ist eine schöne gelb blühende aber giftige Pflanze, die mittlerweile bei Pferdebesitzern gefürchtet ist.

Man findet das Jakobs-Greiskraut an sonnigen Wegrändern und Wiesen in ganz Europa. In einigen Ländern vermehrt sich diese Pflanze so stark, dass sie bekämpft wird.

Als Heilpflanze wird sie gegen viele Formen von Schmerzen eingesetzt, selbst zur Krebsbehandlung wird sie zur Zeit überprüft. Leider riskiert man mit der innerlichen Anwendung langfristig Leberschäden.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Entzündungen,
Gelenkschmerzen,
Heilwirkung: entzündugnshemmend,
gewebestärkend,
schmerzstillend,
Anwendungsbereiche:

Volksheilkunde

Amenorrhoe,
Arthritis,
Bienenstiche,
Dysmenorrhoe,
Entzündungen,
Gicht,
Harndrang,
Hautkrankheiten,
Ischias,
Krebs,
Neuralgien,
Rheuma,

Homöopathie

Grauer Star,
Bindehautentzündung,
Sehschwäche,
wissenschaftlicher Name: Senecio jacobaea L., Jacobaea vulgaris
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Cushag, Ragwort
volkstümlicher Name: Großes Kreuzkraut, Jakobs-Greiskraut, Jakobs-Kreuzkraut, Jakobskreuzkraut, Spinnenkraut
Verwendete Pflanzenteile: oberirdisches blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Erucifolin, Flavanoide, Germacren D, Jacobin, Pyrrolizidinalkaloide, Senecionin
Sammelzeit: Juli-August
Nebenwirkungen: Leberschäden
Kontraindikation: Schwangerschaft, Leberkrankheiten, Leberschäden


Anwendung

Jakobs-Greiskraut Das Jakobs-Greiskraut sollte nicht über einen längeren Zeitraum oder größeren Mengen eingesetzt werden, da Leberschäden möglich sind. Auch in den getrockneten Pflanzenteilen bleiben die Gifte erhalten, man sollte auf die innerliche Anwendung aus Sicherheitsgründen verzichten. (Siehe auch: Pyrrolizidinalkaloide)

Tee

1-2 Teelöffel getrockneten Krauts mit 250 ml kochendem Wasser übergiessen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. (Vorsicht langfristig Leberschäden möglich.)

Umschlag

Ein Umschlag mit dem Tee oder frischen gequetschten Blättern soll gegen Gelenkschmerzen, Ischias, Neuralgien, Hautentzündungen und Hautkrankheiten helfen.

Saft

Der frische Saft des Jakobs-Greiskrauts auf einen Bienenstich geträufelt lindert Schmerz und Schwellung.

Homöopathie

Das frische Kraut wird zur Herstellung der Urtinktur genutzt. Niedrige Potenzen gegen einige Augenkrankheiten.

Geschichtliches

Der Name kommt von der Blütezeit um Jakobi, allerdings blüht die Pflanze schon früher.

In der Antike wurde die Pflanze in Liebestränken genutzt

Im Mittelalter wurde sie gegen Verzauberungen als Amulett umgehängt.

Hexen wurde nachgesagt, dass diese Jakobs-Greiskraut-Pflanzen bündelten, um fliegen zu können.

Zeitweise wurden Blätter und Blüten für grüne und gelbe Farbstoffe genutzt.

In einigen Ländern (Großbritanien) ist das Jakobs-Greiskraut meldepflichtig und sollte entfernt werden.

Heute wird die Pflanze in einigen Naturgärten gehalten um als Raupenfutter für bestimmte Schmetterlinge (Jakobskrautbär/Thyria jacobaeae) zu dienen.

Diese Schmetterlinge werden in einigen Ländern (Neuseeland) zur Bekämpfung des Jakobs-Greiskrauts eingesetzt.

Einige Inhaltsstoffe, die das Zellwachstum hemmen, werden zur Krebsbekämpfung untersucht.



Pflanzenbeschreibung

Jakobs-Greiskraut Das Jakobs-Greiskraut ist in Eurasien heimisch.

Es wächst bevorzugt an sonnigen Wegrändern, Hängen und Wiesen.

Die zweijährige/mehrjährige Pflanze wird zwischen 30 und 100 Zentimeter hoch.

Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus.

In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette.

Die Blätter sind fiederspaltig.

Die gelben Blüten erscheinen zwischen Juni und August.

Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 15 - 25 mm.

Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.


Anbautipps

Das Jakobs-Greiskraut sollte nicht für Pferde oder Rinder zugänglich sein. Zwar wird die frische bittere Pflanze nicht gefressen, allerdings die wenig bittere angetrocknete Pflanze. Durchfall und Koliken mit Tod können die Folge sein.

Den Samen an Ort und Stelle ausäen, die Aussaat ist jederzeit möglich.

Der Standort sollte sonnig und nicht zu feucht sein.

Die Pflanze vermehrt sich über den Samen in den Folgejahren von selbst.

Die Pflanze braucht keine Pflege.



Sammeltipps

Das blühende oberirdische Kraut ernten und gebündelt an einem luftigen und schattigen Ort trocknen.

Das getrocknete Kraut in klein Stücke schneiden und in luftigen Behältern (Stoffsäckchen) aufbewahren.


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