Japanischer Staudenknöterich(Reynoutria japonica)
Diese Pflanze beeindruckt durch ihr schnelles Wachstum und ihre Zähigkeit. Der Japanische Staudenknöterich kann in Gemüsegerichten verarbeitet oder als Heilpflanze eingesetzt werden, z.B. gegen Rheuma oder als harntreibendes Mittel.
Steckbrief
Anwendung
Gemüse/KücheDie jungen Triebe können wie Spargel zubereitet werden.Wegen der leichten Säure kann man diese Triebe auch wie Rhabarber verarbeiten. Menschen mit Arthritis, Rheuma o.ä. sollten keine großen Mengen des Gemüses essen, da in einigen Pflanzen zuviel Oxalsäure enthalten ist. Kleinere Mengen sind jedoch bei diesen Krankheiten der Gesundheit förderlich. UmschlägeUmschläge aus frischen zerquetschen Blättern helfen gegen Hautkrankheiten.Sollen auch bei Schlangenbissen und Verbrennungen (vorsicht!) helfen. WurzelEin Brei aus Wurzelpulver oder frischer Wurzel hilft gegen Hautkrankheiten.Extrakt(Wurzel-)Extrakte sollen gegen Tumore helfen.GeschichtlichesDer Japanische Staudenknöterich wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Futter- und Zierpflanze nach Europa eingeführt.Als Futterpflanze hat sie sich ausser für Bienen als ungeeignet herausgestellt. Die University of Leicester hat herausgefunden, dass alle Exemplare des Japanischen Staudenknöterichs in Europa Klone von einer Pflanze sind. Alle Pflanzen in Europa sind weiblich. Durch die starke Verbreitung ist sie mittlerweile in Europa eine der schlimmsten Unkräuter geworden und wird mit hohem Aufwand bekämpft.
Pflanzenbeschreibung
Japanischer Staudenknöterich ist in Ostasien heimisch.Mittlerweile ist er auch in Europa und Nordamerika verbreitet. Er wächst bevorzugt auf feuchten Böden, z.B. an Ufern. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 300 Zentimeter hoch. Der Stengel ähnelt dem Bambus.
Die Blätter sind oval und etwa 10 cm lang.
Die Pflanze vermehrt sich über Wurzelausläufer.
AnbautippsDer wichtigste Tipp: Nicht anbauen!Die Pflanze wird nicht über die Samen, sondern über Wurzelstücke vermehrt, da in Europa alle Pflanzen weiblich sind und das männliche Gegenstück fehlt. Ein Wurzelstückchen mit weniger als 1 Gramm, schafft es in feuchtem Boden innerhalb von 6 Tagen zu einer neuen Pflanze heranzuwachsen. Eine solche Pflanze schafft es innerhalb eines Jahres ein dauerhaftes Wurzelsystem aufzubauen, d as bis in eine Tiefe von 3 Metern und in eine Entfernung von über 6 Metern reicht. Das bedeutet eine große Gefahr für Wege, Wasserleitungen, Abwasser-Rohe und vieles mehr. Der oberirdische Teil der Pflanze stirbt bei Frost ab, das herunterfallende Laub zersetzt sich nur sehr langsam und verhindert so, dass andere Pflanzen neu wachsen können. Oberirdisch schafft eine solche Pflanze im nächsten Jahr ein Wachstum von 30 cm pro Tag. Bis jetzt gibt es nur eine zuverlässige Methode die Pflanze wieder loszuwerden: Die oberen 3 Meter großflächig abtragen und die wurzelhaltige Erde als Sondermüll entsorgen.
Weitere InformationenSammeltippsDie frischen Triebe im Frühling schneiden.Wenn man die Wurzeln ausgräbt, darauf achten, dass keine Wurzelstücke herumliegen. Die Wurzelstücke können vom Regen weggespült werden und an anderer Stelle zu neuen Pflanzenkolonien heranwachsen. Nicht benötigte frische Pflanzenreste nicht auf den Kompost werfen, sondern im Hausmüll entsorgen oder im Backofen abtöten.
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