GiftigKalisaya

(Cinchona calisaya)


  

Kalisaya


Der Kalisaya-Baum gehört zur Gattung der Chinarinden-Bäume. Er ist in Südamerika heimisch.

Weil die Heilwirkung der Chinarinden-Baumarten sehr ähnlich ist, wird ein Großteil der handelsüblichen Chinarinde aus dem Kalisya Baum gewonnen.

Chinarinde ist ein traditionelles Heilmittel gegen Fieber, insbesondere gegen Malaria.

Auch in der Homöopathie spielt die Chinarinde eine wichtige Rolle.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Fieber,
Heilwirkung:
betäubend,
fiebersenkend,
kramflösend,
schmerzstillend,
wehenfördernd,
Anwendungsbereiche:
Magenprobleme,
Malaria,
Muskelkrämpfe,
Wadenkrämpfe,
wissenschaftlicher Name:
Cinchona calisaya
Pflanzenfamilie:
Rötegewächse = Rubiaceae
englischer Name:
Cinchona, Quina
andere Namen:
Chinarinde, Chinarindenbaum, Gelbe Königsrinde, Jesuitenrinde, Kardinalspulver
Verwendete Pflanzenteile:
Rinde
Inhaltsstoffe:
Chinin, Chinidin, Alkaloide, Bitterstoffe, Harze


Anwendung

Früher war die Chinarinde des Kalisaya-Baums zusammen mit anderen Chinarindenbäumen ein wichtiges Fiebermittel, sogar das einzige, das zuverlässig gegen Malaria half.

Heutzutage spielt die Chinarinde in der Pflanzenheilkunde jedoch praktisch keine Rolle mehr.

Vereinzelt kann man die Rinde der Kalisaya noch in Magentee-Mischungen finden.

Homöopathie

In der Homöopathie spielt die Chinarinde jedoch eine wichtige Rolle, allerdings eher die Art China officinalis (siehe: China officinalis) als der Kalisaya-Baum.

Samuel Hahnemann entdeckte anhand der Wirkung der Chinarinde das Wirkprinzip der Homöopathie, weshalb die Chinarinde zum Verständnis der Homöopathie sehr wichtig ist.

In niedrigen Potenzen (D3 bis D6) wird das Mittel China gegen Fieber verwendet.

Nebenwirkungen / Giftwirkung

In höheren Dosierungen wirkt die Kalisayarinde giftig.

Es kommt zu Schwindel, Benommenheit, Schlafsucht, Übelkeit, Erbrechen, Zittern und Unruhe. Man spricht auch von einem Chininrausch.

Manche Menschen reagieren schon bei kleinsten Chinin-Mengen mit diesen Rauschsymptomen. Es kann dann auch zu Nesselsucht (Hautausschlag), Ödemen und kleinen Hautblutungen kommen.

Schwangere, stillende Mütter und Kinder sollten keine Chinarinden-Präparate zu sich nehmen, weil die Nebenwirkungen zu stark ausgeprägt sind.



Geschichtliches

Der Name der Gattung Cinchona (Chinarindenbäume) stammt vermutlich vom Wort "kina-kina", was in der Quechua-Sprache "Rinde der Rinden" bedeutet. Mit dem Land China hat der Name nichts zu tun.

In ihrer Heimat Südamerika wurden die Chinarinden-Bäume schon seit langer Zeit als Heilmittel gegen Fieber verwendet.

Die europäischen Einwanderer erfuhren von der Heilkraft der Chinarinde und verwendeten sie fortan auch gegen Fieber, vor allem bei Malaria.

Alexander von Humboldt schreibt 1808 ausführlich über die Chinarinde und ihre Heilkraft.

Wegen der guten Wirkung gegen Fieber und Malaria wurde die Chinarinde fortan auch in Zentralafrika, Indonesien und Indien angebaut.

Im Jahr 1820 isolierte die Forscher Pelletier und Caventou den Wirkstoff der Chinarinde.

Mehrere der Chinarindenbäume eignen sich zur Gewinnung der medizinischen Chinarinde.

Der Kalisaya-Baum ist zwar nicht die offizielle Chinarinde, die auf den Namen Cinchona officinalis getauft wurde, aber seine Rinde wird häufig für das medizinische Produkt "Chinarinde" geerntet.

Erst nach dem zweiten Weltkrieg verlor die Chinarinde an Bedeutung, weil dann auch andere Mittel gegen Fieber und Malaria entwickelt wurden.

In Getränken wie Bitter Lemon und Tonic Water sind geringe Mengen Chinin enthalten. Auch manche Magenbitter enthalten Chinin.




Pflanzenbeschreibung

Kalisaya ist in Südamerika heimisch, vor allem in Ecuador, Bolivien und Peru.

Der Kalisaya-Baum kann sehr hoch werden. Er wächst bevorzugt im Bergland, wo er an kargen Standorten auch manchmal ein Strauch bleibt.

Seine Rinde ist borkig, im unteren Bereich gelblich bis hellbraun, an den Zweigen eher rötlich.

Die Blätter sind länglich, auf der Oberseite dunkelgrün glänzend und im Licht bläulich schimmernd und auf der Unterseite hellgrün.

Die rosafarbenen Blüten stehen in Rispen. Sie wachsen einzeln an kleinen Stielen und haben jeweils fünf Blütenblätter, die zusammengewachsen sind.

Aus den Blüten entwickeln sich kleine Kapselfrüchte.




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