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| Haupt-Anwendungen: |
Hautkrankheiten, Würmer |
| Heilwirkung: |
blutstillend, entwässernd, harntreibend, schleimlösend, wurmabtreibend, zusammenziehend, |
| Anwendungsbereiche: |
Akne, Augenkrankheiten, Fisteln, Gelbsucht, Geschwüre, Hautkrankheiten, Husten, Krebs, Lähmung (Homöopathie), Malaria, Magenkatarrh, Magenschleimhautentzündung (Homöopathie), Schnupfen, Warzen, Wassersucht, Würmer, Zahnschmerzen, |
| wissenschaftlicher Name: | Agrostemma githago L. |
| Pflanzenfamilie: | Caryophyllaceae = Nelkengewächse |
| englischer Name: | corncockle, corn-cockle |
| volkstümlicher Name: | Ackerrade, Höllenkorn, Klockeblome, Klockenblume, Kornnelke, Kornrose, Pisspöttken, Raad, Rade, Radenbleamer, Ratt |
| Verwendete Pflanzenteile: | Blätter, Samen |
| Inhaltsstoffe: | Bitterstoffe, Gerbstoffe, Agrostemmasäure, Githagin, Githagenin |
| Sammelzeit: | Juni bis Oktober |
Die Pflanze sollte wegen der Giftigkeit nicht eingesetzt werden.
Ein Umschlag mit frischem Kraut wirkt bluttstillend.
Ein Auszug aus frischen Blättern wirkt gegen Akne und Hautkrankheiten.
Man nähert sich rückwärts den Kornraden, erntet ebenfalls rückwärts die Kornrade und flechtet einen Kranz aus den Konraden und setzt diesen auf den Kopf, so soll man damit böse Absichten anderer Menschen erkennen können.
Die Kornrade war schon immer Begleiter des Getreideanbaus, haben die Samen die optimale Größe,
um mit der Getreideernte in der nächsten Aussaat wieder auf die Felder zu kommen.
Man geht sogar davon aus, das der Konrade im Laufe der Jahrtausende diese Samengröße unbeabsichtigt angezüchtet wurde.
Da die Samen der Kornrade sehr giftig sind, gab es früher viele Vergiftungen von Mensch und Tier durch diese Verunreinigungen der Getreideernte. Bei dem Herstellen von Brandwein war diese Verunreinigung sogar erwünscht.
In Hungernotzeiten wurden die frischen Blätter sogar gekocht und gegessen. Nicht ganz ungefährlich da durch Hitze nicht alle Giftstoffe zerstört werden.
In den 1960ern wurde das Saatgut immer besser gereinigt und durch Unkrautvernichter die Getreidefelder und Ackerränder von Unkraut frei gehalten, so verschwand die weit verbreitete Kornrade fast völlig.
Erst in den letzten Jahren gibt es wieder Bemühungen die Kornrade wieder in geschützten Bereichen wieder anszusiedeln. Auch als leicht zu pflegende Zierpflanze hält die Kornrade Einzug in die heimischen Gärten.
Die Kornrade ist in Europa heimisch und wurde auch nach Amerika exportiert.
Sie wuchs früher bevorzugt an Ackerrändern und in Getreidefeldern.
Die einjährige Pflanze wird 30 bis 100 cm hoch.
Die Blätter sind schmal, zugespitzt und behaart.
Die purpur- bis violettroten Blüten erscheinen zwischen Juni und Juli und haben einen Durchmesser von 3-5 cm.
Die Blüte hat 5 Kronblätter und von den blattartigen Kelchzipfeln überragt.
Aus den Blüten entwickeln sich bis zum Herbst die Samen.
Die sehr giftigen warzigen Samen sind schwarz-braun und etwa 3 mm groß.
Die Wurzel ist spindelförmig und reicht bis 100 cm tief in den Boden.
Das Saatgut gibt es im guten Online-Saatguthandel
Aussaat im März oder Septemer auf gutem aber nicht gedüngtem Boden.
Die anspruchslose Pflanze mag Sonne und Halbschatten und verträgt gut Trockheit.
Die Samen im Herbst.
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