Lauchzwiebel

(Allium fistulosum)


  

Die Lauchzwiebel dürfte den meisten aus der Gemüsetheke des lokalen Supermarktes bekannt sein. Lecker sind die röhrenformigen Blätter als Schnittlauchersatz und fein die zarten Zwiebelchen.

Die Lauchzwiebel ist aber nicht nur ein wunderbares Gemüse, gekocht oder im Salat, sie ist auch eine wertvolle Heilpflanze, die das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet.

Die Heilkraft reicht von Krebsvorbeugung, Cholesterinsenkung, über Stärkung von Magen und Darm, hin zu antibakterieller und fiebersenkender Wirkung.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Stärkung der Gesundheit,
Verdauung,
Heilwirkung: antibakteriell,
antibiotisch,
antiseptisch,
appetitanregend,
cholesterinsenkend,
entwurmend,
fiebermildernd,
fungizid,
harntreibend,
krebsvorbeugend,
magenstärkend,
schleimlösend,
Anwendungsbereiche: Bienenstiche,
Blutarmut,
Brustleiden,
Darmkolik,
Eiterbeulen,
Erfrierungen,
Fiebermittel,
Halsentzündung,
Heiserkeit,
Insekten,
Kopfschmerzen,
Krebsvorbeugung,
Magen,
Verbrennung,
Verdauung,
Wespenstiche,
Würmer,
wissenschaftlicher Name: Allium fistulosum
Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächse = Alliaceae
englischer Name: Japanese bunching onion, Spanish Onion, Welsh onion
volkstümlicher Name: Frühlingszwiebel, Jacobslauch, Jungzwiebel, Lauchzwiebel, Schlottenzwiebel, Schnittzwiebel, Winter-Zwiebel
Verwendete Pflanzenteile: röhrige Blätter, Blüten, Zwiebeln
Inhaltsstoffe: Alliin, ätherische Öle, Gerbstoffe, insulinähnliche Stoffe, Mineralien, Schwefelverbindungen, senfölähnliche Glykoside, Vitamine
Sammelzeit: März - November


Anwendung

Nahrung

Die Anwendung erfolgt erfreulicherweise in der Nahrung.

Die Blätter kann man wie Schnittlauch verwenden.

Die weißen feinen Zwiebelchen, wie normale Zwiebeln einsetzen.

Die Blüten als essbare Dekoration im Salat.

Umschläge

Zerquetschte Blätter und Zwiebeln können als Breiumschläge gegen Hautkrankheiten, Bienen- und Wespenstichen eingesetzt werden.

Saft

Der Saft soll Insekten vertreiben.

Auch der frische Saft hilft bei Bienen- und Wespenstichen.



Geschichtliches

Die Urform dürfte aus Russland oder Nordwestasien stammen, diese Urform wurde über viele Jahrhunderte in die heutige Lauchzwiebel kultiviert, von der es viele Varianten gibt.

Von Asien aus eroberte sie die ganze Welt, da sie als besonders schmackhaftes und gesundes Gemüse früh im Jahr geerntet werden kann. Ist der Winter ohne Frost, ist die Ernte das ganze Jahr möglich.

Da die Pflanze (besonders die Zwiebel) Proteine enthält, wird sie in China auch "Fleisch des armen Mannes" genannt.

Bei einige magischen Ritualen (Dämonen- und Hexenabwehr?) wurde die Lauchzwiebel auch eingesetzt.

Im Garten soll die Lauchzwiebel Maulwürfe vertreiben.

Heute wird die Lauchzwiebel überall in Europa angebaut und ist zu jeder Jahreszeit im Supermarkt frisch erhältich.



Pflanzenbeschreibung

Die Lauchzwiebel ist in Russland heimisch, mittlerweile wird sie überall auf der Welt angebaut.

Es gibt verschiedene Sorten der Lauchzwiebel.

Sie wächst bevorzugt auf durchlässigen und sonnigen Böden.

Die weißen Zwiebeln sind etwa 1-3 cm dick und 2-5 cm lang.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 80 Zentimeter hoch.

Die Blätter sind innen hohl.

Die weißen bis rosa Blüten erscheinen zwischen Juni und September, wenn das Blattgrün nicht geerntet wird.

Aus den Lauchzwiebel-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.


Anbautipps

Am einfachsten ist die Vermehrung über die Teilung des Wurzelstocks/Zwiebelbrut.

Samen im Februar in Töpfchen ausäen, wenn die Pflanze im Laufe des Jahres noch zu klein ist, sollte man die frostfrei überwintern statt auszupflanzen.

Die Lauchzwiebel liebt einen sonnigen Standort. Die Lauchzwiebel wächst nicht im Schatten.

Der Boden sollte wasserdurchlässig und humusreich sein.

Der Boden sollte feucht aber ohne Staunässe sein.

Wenn die Lauchzwiebel länger im gleichen Boden ist, sollte vorsichtig gedüngt werden.

Möchte man auch im Winter ernten, so pflanzt man die Lauchzwiebel in Töpfe und stellt die an einen sonnigen frostfreien Ort.



Sammeltipps

Es werden die röhrenförmigen Blätter geernten, diese wachsen wie beim Schnittlauch wieder nach.

Man kann auch die Zwiebel mit den Blättern ernten.

Das Laub der geernteten Lauchzwiebeln verwelkt selbst mit der geernteten Zwiebel sehr schnell, daher schnell aufessen.


Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen.
Ziehe bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt Deinen Arzt zu Rate.


  


Home Up