Link Rutenkraut

(Ferula linkii)


  

Link Rutenkraut


Bei einer Reise auf die kanarischen Inseln fällt einem auf Wanderungen gelegentlich das Link Rutenkraut, auch kanarischer Riesenfenchel, ins Auge.

Die Pflanze ist mit ihren bis zu drei Metern so hoch, dass man sie kaum übersehen kann. In der Blütezeit im Frühjahr sind auch die leuchtend gelben Doldenblüten ein echter Blickfang.

Der kanarische Riesenfenchel erinnert nicht nur an den Fenchel, er kann auch medizinisch ähnlich angewendet werden. Man nimmt ihn also gegen Verdauungsbeschwerden und Husten.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Husten,
Bauchschmerzen,
Heilwirkung:
beruhigend,
entkrampfend,
milchfördernd,
schleimlösend,
Anwendungsbereiche:
Blähungen,
Bronchitis,
Darmkrämpfe,
Durchfall,
Krampfhusten,
Magenschmerzen,
wissenschaftlicher Name:
Ferula linkii
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:
Canary Island Giant Fennel
andere Namen:
Canaheja, Kanarischer Riesenfenchel, Steckenkraut, Rutenkraut
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen?
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Cumarine, Sesquiterpene
Sammelzeit:
Frühjahr, Sommer
Fotos vom Link Rutenkraut


Anwendung

Link Rutenkraut

Das Link Rutenkraut wird in der Praxis kaum als Heilpflanze eingesetzt.

Auch auf den kanarischen Inseln, wo das Link Rutenkraut heimisch ist, gibt es heutzutage überall normalen Fenchel zu kaufen, außerdem gibt es eine lokale wilde Variante des Fenchels.

Aber es ist schön zu wissen, dass die wunderschöne, gelb blühende Riesenpflanze auch eine Heilwirkung hat, die der Fenchelwirkung ähnelt. Bei Spaziergängen durch die kanarische Landschaft ist der kanarische Riesenfenchel nämlich kaum zu übersehen und als Heilpflanzen-Freund fragt man sich, was es wohl mit dieser Pflanze auf sich hat.

Wenn man wollte, könnte man die Blätter, und bestimmt auch die Samen, als Tee oder Tinktur gegen Husten oder Verdauungsprobleme einsetzen. Auch zu Steierung der Milchbildung müsste sie sich eignen.




Pflanzenbeschreibung

Link Rutenkraut

Das Link Rutenkraut ist auf den kanarischen Inseln (außer Lanzarote) heimisch. Auf Lanzarote gibt es eine sehr ähnliche, aber eigene Art, den Ferula lancerottensis.

Es ähnelt stark der Mittelmeerpflanze Riesenfenchel (Ferula communis) und ist auch eng verwandt mit dem Asant (Ferula assa-foetida).

Mit dem gewöhnlichen Fenchel ist der kanarische Riesenfenchel nicht über die Familienzugehörigkeit verwandt, aber sie haben beide dünne Fiederblätter und eine ähnliche Heilwirkung.

Das Link-Rutenkraut wächst bevorzugt an Berghängen.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu drei Meter hoch. Die leicht gerillten Stengel sind entsprechend dick, damit sie die große Pflanze tragen können.

Die Blätter sind sehr dünn, wie Haare, aber dafür umso üppiger und fiederartig.

Die prächtigen, gelben Blüten erscheinen schon im zeitigen Frühjahr.

Sie bilden eine Gruppe von dichten Dolden in luftiger Höhe.

Aus den Link Rutenkraut-Blüten entwickeln sich anschließend die Samen. Die Samen sind ähnlich wie Fenchel-Samen.

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