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| Haupt-Anwendungen: |
Eiweissmangelkrankheiten, Parasiten, |
| Heilwirkung: |
blutzuckersenkend, entwurmend, harntreibend, menstruationsfördernd, windtreibend, wurmtreibend, |
| Anwendungsbereiche: |
Blutzuckersenker, Diabetes, Geschwüre, Hautkrankheiten, Hypoglykämikum, Krätze, Scabies, Tumore, Ulcus, Würmer, |
| wissenschaftlicher Name: | Lupinus angustifolius, Lupinus albus, Lupinus luteus |
| Pflanzenfamilie: | Hülsenfrüchtler = Fabaceae |
| englischer Name: | Lupin |
| volkstümlicher Name: | Lupine |
| Verwendete Pflanzenteile: | Samen |
| Inhaltsstoffe: | Albin, Alkaloide, Anagrin, Angustifolin, Lupanin, Multiflorin, Öle, Oligosaccharide, Proteine, Spartein |
| Sammelzeit: | September-Oktober |
| Kontraindikation: | Schwangerschaft, Stillzeit |
| Nebenwirkungen: | Allergische Reaktionen, Vergiftungserscheinungen z.B.: Atemlähmung, Herzrhythmusstörungen, Schluckbeschwerden |
Von dem Einsatz der Samen ist abzuraten: Der Wirkstoffgehalt schwankt sehr stark von Sorte zu Sorte
und wird bei Insektenbefall nochmals um das zehnfache gesteigert.
Je bitterer der Samen ist, desto höher ist der giftige Wirkstoffgehalt.
Ärzte aus dem antiken Griechenland nutzten die leichte Verdaulichkeit der Samen.
Später war der Lupinensamen eine wichtige Eiweißquelle in Kriegs- und Notzeiten.
Geschätzt war damals wie heute auch die Eigenschaft als Gründunger Stickstoff im Boden zu binden.
Aus den Samen durch Rösten ein Kaffee-Ersatz hergestellt.
In der Pflanzenheilkunde spielt die Lupine nur keine Rolle, da der Wirkstoffgehalt sehr stark schwankt, auch in der Volksheilkunde nur eine geringe Bedeutung.
Wenn die Samen als Nahrung genutzt wurden, musste das bittere Gift entfernt werden, indem die Samen gewässert wurden.
Diese bitteren Gifte waren oft verantwortlich für Erkrankungen von Vieh und Mißbildungen bei dem Nachwuchs von Weidetieren.
Seit den 1920ern werden daher giftarme Sorten (Süßlupinen) gezüchtet, die als Viehfutter und heute auch vermehrt zur vegetarischen Ernährung dienen z.B. in Lupinen-Tofu (Lopino®).
In einigen Ländern wird Bier aus Lupinen hergestellt
Die Lupine ist je nach Art im Mittelmeerraum und Nordamerika heimisch.
Sie wächst bevorzugt auf leichten und etwas lehmigen Böden an sonnigen Standorten.
Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 200 Zentimeter hoch.
Die Blätter sind gefingert.
Die weißen, blauen oder gelben Blüten erscheinen zwischen Juni und August an etwa 20 bis 60 cm langen Trauben.
Aus den Lupinen-Blüten entwickeln sich bis in den Frühherbst die Samen in etwa 4-6 cm langen Schoten.
Die Wurzeln reichen bis 1 - 2 Meter tief in den Boden und binden Stickstoff und lösen Phosphat aus dem Gestein.
Der Anbau ist problemlos.Anfang März den Samen 1 Tag in Wasser vorquellen lassen und direkt ins Freie aussäen.
Die Samen keimen nach 10 bis 14 Tagen.
Die Samen sind bei Mäusen sehr beliebt.
Der Standort sollte sonnig, der Boden leicht und feucht sein.
Die Pflanze wächst nicht im Vollschatten.
Nach etwa 60 Tagen blüht die Pflanze.
Nach etwa 100-120 Tagen kann man den Samen wieder ernten.
Samen aus den Schoten nehmen und an der Luft trocknen.
Die Samen sollten gut getrocknet und nicht beschädigt sein.
Vor der Nutzung auf Pilzbefall kontrollieren.
Die Samen sollten erst kurz vor dem Gebrauch zerkleinert werden, da in zerkleinerten Samen oder dem Mehl kaum sichtbar Pilze wachsen können, deren Stoffwechselprodukte sehr giftig sind und die Leber schädigen.
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