MariendistelDie Mariendistel kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Hier kommt sie manchmal an warmen Standorten verwildert vor. Die samenartigen Früchte werden hauptsächlich als Tinktur eingesetzt, weil sie für die Teebereitung etwas zu hart sind. Ihr Haupteinsatzgebiet sind Leber und Gallenprobleme. Sie hat aber auch eine ausgeprägte entlrampfende Wirkung auf das vegetative Nervensystem. Steckbrief
AnwendungDie leberschützende Wirkung der Mariendistel ist durch mehrere wissenschaftliche Studien belegt.Mariendistel kann man als Tee oder in Fertigpräparaten anwenden. Die häufigste Art, Mariendistel anzuwenden sind Fertigpräparate aus der Apotheke, in Einzel-Tees und auch Mischtees wirkt sie jedoch auch sehr gut. TeeFür einen Mariendistel-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Mariendistel-Früchte mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn bis zwanzig Minuten ziehen.Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich, jeweils vor den Mahlzeiten. InnerlichMariendistel kann man innerlich, als Tee gegen Leberprobleme und Hepatitis einsetzen.Ausserdem hilft Mariendistel gegen Verdauungsbeschwerden und Migräne. ÄusserlichDie Volksheilkunde verwendet pulverisierte Mariendistelsamen, um damit Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris) zu bestreuen.
Zur Behandlung dieser Geschwüre kann man auch Umschläge mit Mariendistel-Tee machen.
PflanzenbeschreibungDie Mariendistel ist in Südeuropa, Kleinasien und Nordafrika heimisch. In Mitteleuropa wird sie in Gärten und Kulturen angebaut.Sie wächst bevorzugt in warmen Gegenden an trockenen Plätzen. Die einjährige oder zweijährige Pflanze wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Die Blätter der Mariendistel sind stachelig und in den Blattadern weiss marmoriert. Diese Marmorierung ist das typische Kennzeichen für die Mariendistel. Die violetten, kugelförmigen Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Aus den Mariendistel-Blüten entwickeln sich bis August oder September die Früchte mit den Samen. An den Früchten hängt zunächst noch ein seidiger Pappus, also eine Haarkrone, ähnlich wie bei Pusteblumen. Dieser Pappus wird bald von den Früchten abgeworfen, er wird auch nicht im Mariendisteltee verwendet, sondern nur die Samen mit ihrer glänzenden, harten Schale.
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