Meerrettich
Doch dass er auch eine ausgeprägte Heilwirkung hat, wissen nur wenige. Die scharfe Wurzel des Meerrettichs hilft gegen allerlei Infektionskrankheiten und auch gegen Schmerzen. Sogar Grippeerregern bietet der Meerrettich Paroli, was ihn zu einem unschätzbaren Helfer in der Hausapotheke macht. Im Herbst und Winter sollte man also immer eine Meerrettich-Wurzel im Kühlschrank oder Keller haben und regen Gebrauch von ihr machen.
Anwendung
Am besten verwendet man die Meerrettich-Wurzel frisch.
Nur den Bereich der Wurzel, den man verwenden will, sollte man waschen und schälen. Dann wird die Wurzel am besten gerieben und sofort verwendet, denn die ätherischen Öle verziehen sich rasch (innerhalb von einer guten Viertelstunde). Das Reiben der Meerrettichwurzel stellt bereits eine Art Therapie für die Nasennebenhöhlen dar, denn die ätherischen Öl steigen scharf auf und reizen zu Tränen und Sekretion aus den Nasenschleimhäuten. Wenn man diese Behandlung nicht braucht bzw. haben will, dann kann man eine Taucherbrille aufsetzen, um den scharfen ätherischen Ölen zu entgehen. Nach dem Reiben kann man den Meerrettich einfach essen oder man fügt ihn Gerichten, wie beispielsweise Sossen oder Meerettich-Quark zu. Gegen Insektenstiche kann man den geriebenen Meerrettich auf die betroffene Haustelle legen und leicht einreiben. Auch bei Zahnschmerzen kann man den Meerrettich an Ort und Stelle bringen und dort belassen, bis die Schärfe nachlässt. Meerrettich-BreiauflagenMeerrettich-Auflagen helfen bei hartnäckigem Husten, Kopfschmerzen und neuralgischen Schmerzen, z.B. Hexenschuss oder Ischias.
Meerrettich-WeinMit Meerrettich-Wein kann man Blasensteine austreiben oder auch die Menstruation stark fördern. Ausserdem wirkt Meerrettich-Wein stark harntreibend.
Meerrettich-KurEine Meerrettich-Kur eignet sich, um das Immunsystem auf Trab zu bringen.Besonders in der Erkältungszeit hilft eine Meerrettich-Kur, um Erkältungen zu verhindern. Falls die Erkältung schon da ist, kann man sie mit einer Meerrettich-Kur lindern.
Meerrettich aufhebenMeerrettich wird in der Landwirtschaft in feuchtem Sand aufgehoben. So hält er sich den ganzen Winter.Wenn man einen kühlen Keller hat, kann man Sand in einen Eimer füllen und dort die Meerrettich-Wurzeln reinstecken.
Wenn nicht, kann man die Meerrettich-Wurzeln auch in feuchte Küchentücher schlagen
und ins Gemüsefach des Kühlschranks legen.
Dort hält sich der Meerrettich wochenlang.
Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich kommt der Meerrettich aus Osteuropa und Südeuropa.
In Mitteleuropa wird er kultiviert, kommt aber auch verwildert vor.
Der Meerrettich bevorzugt einen tiefgründigen Boden. Der ausdauernde Wurzelstock hat walzenartige Form, wie eine Art Knüppel. Er wird etwa einen halben Meter lang und gut vier Zentimeter im Durchmesser. Aussen ist die Wurzel hellgelb und innen weisslich. Im Frühjahr treibt die Meerrettichwurzel grosse Blätter aus. Später erscheint der Stengel der Blüte, an dem auch kleinere Blätter sitzen. Ab Mai blühen die kleinen weissen Blüten in Rispenform. Im Herbst bis hinein ins Frühjahr wird die Meerrettich-Wurzel geerntet.
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