Nelkenwurz


  

Nelkenwurz Die Nelkenwurz ist eine eher unscheinbare Wildpflanze mit kleinen gelben Blüten. Dort wo sie anzutreffen ist, in lichten Wäldern oder an alten Gemäuern wächst sie meist in grossen Mengen. Doch kaum jemand kennt die Nelkenwurz heutzutage.

Dabei war sie früher eine wichtige Heil- und Gewürzpflanze, die in den meisten Gärten angebaut wurde.

Die Wurzel der Nelkenwurz riecht und schmeckt leicht nach Nelke, was ihr auch ihren gebräuchlichsten Namen einbrachte.

Man kann sie gegen Durchfall und andere Probleme des Verdauungsapparates verwenden. Auch gegen Entzündungen im Mundbereich kann die Nelkenwurz helfen.



Steckbrief

Heilwirkung: adstringierend,
antibakteriell,
blutstillend,
entzündungshemmend,
örtlich betäubend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Rekonvaleszenz,
Durchfall,
Verstopfung,
Verdauungsschwäche,
Übelkeit und Erbrechen,
Leberschwäche,
Fieber,
Halsschmerzen,
Menstruationsbeschwerden,
Zahnschmerzen,
Zahnfleischentzündungen,
Hämorrhoiden,
Hautentzündungen,
Schlecht heilende Wunden,
wissenschaftlicher Name:Geum urbanum
Pflanzenfamilie:Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:Avens
volkstümliche Namen:Benediktenkraut, Echte Nelkenwurz, Gariofilat, Gemeine Nelkenwurz, Gewöhnliche Nelkenwurz, Hasenauge, Igeleinkraut, Mannskraftwurzel, Märzwurzel, Nägeleinkraut, Nagelchrut, Nelkengaraffel, Sanikula, Stadt-Benedikte, Stadt-Nelkenwurz, Weinwurzel
Verwendete Pflanzenteile:Wurzel, (Kraut)
Inhaltsstoffe:Glykosid Gein, Bitterstoff, Gerbstoff, Gerbsäure, Flavone, Eugenol, ätherische Öle
Sammelzeit:März und April, September und Oktober


Anwendung

Nelkenwurz Die Nelkenwurz wird hauptsächlich im Rahmen ihrer zusammenziehenden Eigenschaften angewendet, beispielsweise gegen Durchfall und andere Verdauungserkrankungen.

Nelkenwurz als Tee

Den Nelkenwurztee kann man als Aufguss oder Abkochung zubereiten. Man kann ihn wohl nicht unbedingt als wohlschmeckend bezeichnen.

Man kann den Tee gegen Verdauungsstörungen einsetzen.

Durch seine zusammenziehende Kraft wirkt er gegen Durchfall. Da er die Verdauungstätigkeit anregt, kann er jedoch auch gegen Verstopfung helfen.

Auch bei Übelkeit und Erbrechen kann die Nelkenwurz helfen.

Gegen Zahnfleischentzündungen und Halsentzündungen kann man Nelkenwurztee zum Gurgeln und Spülen verwenden.

Nelkenwurz-Wein

Nelkenwurz-Wurzel Früher war die Anwendung der Nelkenwurz als Wein sehr beliebt. Dazu legt man die Nelkenwurz-Wurzel in Wein ein.

Siehe:

Dieser Nelkenwurz-Wein stärkt die Verdauungsorgane.

Ausserdem wirkt er tonisierend in der Rekonvaleszenz nach schweren Erkrankungen.

Nelkenwurz-Tinktur

Da der Geschmack des Nelkenwurz-Tees nicht sehr angenehm ist, wird stattdessen gerne eine Tinktur verwendet, denn davon muss man nur geringe Mengen einnehmen.

Die Nelkenwurz-Tinktur kann man für die gleichen Zwecke einnehmen wie den Tee oder den Wein. Sie stärkt die Verdauungsprozesse, hilft gegen Durchfall und lindert Entzündungen des Mund- und Rachenraumes.

Siehe:

Ätherisches Öl

Wenn man das ätherische Öl der Nelkenwurz erhalten kann, dann kann man es gegen Zahnschmerzen verwenden, wie das ätherische Öl der Gewürznelke.

Auch gegen Zahnfleischentzündungen kann man das ätherische Öl der Nelkenwurz verwenden.

Wurzel kauen

Früher wurde die Wurzel der Nelkenwurz gegen Mundgeruch gekaut.

Sie hilft auch gegen Zahnfleischentzündungen.

Nelkenwurz in der Küche

Als die Gewürznelke früher noch sehr teuer war, wurde die Nelkenwurz manchmal als Gewürz ersatzweise für die Gewürznelke benutzt.

Die jungen Triebe der Nelkenwurz kann man als Salat und Gemüse essen.



Pflanzenbeschreibung

Nelkenwurz Die Nelkenwurz ist in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst in Wäldern und an Waldrändern, aber auch an Hecken, Gebüschen und Mauern. Gerne mögen sie auch alte Gemäuer.

Von der Wurzel wird meistens gesagt, sie sei ein kurzes Rhizom von 2 bis 7 cm Länge und ein bis zwei cm Dicke. Je nach Bodenbeschaffenheit und Alter der Pflanze kommt es aber wohl auch zu Wurzeln ohne ausgeprägtes Rhizom. Die Wurzel riecht und schmeckt schwach nach Nelke.

In Bodennähe wächst eine ausdauernde Blattrosette. Im Frühling wächst dann eine mittelgrosse Pflanze aus der Rosette, die zwischen 30 cm und über einen Meter hoch wird. Sie ist sparrig verzweigt.

Die Blätter der Stengel sind grob gesägt und gefiedert..

Die eher unscheinbaren Blüten, die meist kleiner als ein Zentimeter sind, haben fünf gelbe Blütenblätter, die auseinander stehen.

Aus den Blüten entwickeln sich klettenartige Früchte.


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