Pappel


  

Pappel Die hohe, schmale Pappel reckt sich häufig an den Ufern von Flussläufen in den Himmel. Durch ihre charakteristische Form ist sie den meisten Menschen bekannt.

Heutzutage weiss aber kaum jemand, dass die Pappel schon in der Antike als wichtige Heilpflanze geschätzt wurde.

Eine Salbe aus ihren Knospen gehört zu den ältesten überlieferten Salbenrezepten. Sie wirf heute noch zubereitet und für Haut- und Gelenkprobleme hilfreich eingesetzt.

Auch als Tee kann man die Pappelknospen trinken und damit rheumatische Beschwerden und andere Entzündungen lindern.



Steckbrief

Heilwirkung: adstringierend,
anregend,
blutstillend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
schleimlösend,
schmerzstillend,
schweisstreibend,
tonisierend,
Fieber,
Blähungen,
Sodbrennen,
Übelkeit,
Hämorrhoiden,
Gelenkrheuma,
Kopfschmerzen,
Blasenleiden,
Prostata-Beschwerden,
Wunden,
Verbrennungen (leichte),
Sonnenbrand,
Verstauchungen,
Verrenkungen,
Quetschungen,
Abschürfungen,
wissenschaftlicher Name:Populus nigra
Pflanzenfamilie:Weidengewächse = Salicaceae
englischer Name:Poplar
volkstümliche Namen:Alberbaum, Bellen, Schwarz-Pappel, Zitterpappel, Weisspappel
Verwendete Pflanzenteile:Knospen
Inhaltsstoffe:Populin, Salicin, Ätherisches Öl, Harz, Gerbsäure, Gallussäure,
Sammelzeit:April


Anwendung

Pappelknospen als Tee

Von der Pappel werden vor allem die Knospen in der Heilkunde verwendet.

Man kann sie als Tee (Aufguss) zubereiten, mit einem Teelöffel pro Tasse Tee. 5 Minuten ziehen lassen und dann trinken. Zwei Tassen pro Tag sind ausreichend.

Pappelknospen-Tee hilft gegen Entzündungen aller Art. Man kann ihn gegen Fieber, Rheuma, Gicht und Blasenentzündungen trinken. Auch für die Protata soll er förderlich sein.

Ausserdem stärkt er den Magen und lindert Sodbrennen.

Pappelknospen äusserlich

Die äusserliche Anwendung der Pappelknospen ist die bekannteste Form der Pappel-Anwendung.

Man kann Pappelknospen-Tee für Waschungen und Bäder gegen Hautprobleme einsetzen.

Besonders beliebt ist jedoch die Pappelsalbe, die schon im Altertum von Galen empfohlen wurde.

Pappelsalbe hilft gegen Wunden, Verbrennungen, Gelenkschmerzen und andere Probleme des Bewegungsapparates.

Siehe:




Pflanzenbeschreibung

Pappel Die Familie der Pappel umfasst etwa 35 Arten und ist mit der Weidenfamilie verwandt.

Pappeln wachsen gerne im mittleren und südlichen Europa. Auch in Amerika gibt es Pappelarten. Sie lieben Flussläufe als Standort und bevorzugen kalkreiche, lockere Böden.

Die Pyramidenpappel ist heutzutage die verbreitetste Art der Pappel, was aber erst seit etwa zweihundert Jahren der Fall ist. Diese Pappelart wächst wie ein langer Finger in die Höhe von bis zu 35 Metern. Andere Pappelarten wachsen nicht so typisch schmal und hoch.

Entlang von Flüssen stehen oft ganze Armeen dieser Bäume. Sie wurzeln flach und halten auch vorübergehende Überschwemmungen aus.

Pappeln sind die schnellwüchsigsten Bäume in Europa. Ihr Holz ist daher verständlicherweise weich. Es wird für die Herstellung von Holzschuhen und Streichhölzern benutzt.

Im Frühjahr erscheinen zuerst im oberen Bereich der Bäume die Kätzchen. Es gibt männliche und weibliche Bäume, die unterschiedliche Kätzchenarten tragen. Da sie aber vorwiegend im oberen Bereich wachsen, bekommt man sie kaum zu sehen.

An den Spitzen und entlang der Zweige bilden sich dann die leicht klebrigen Pappelknospen, die grünlich braun sind und süss und mild balsamisch duften.


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