Parakresse(Spilanthes oleracea L.)
Darüber hinaus hat diese Pflanze einen ungewöhnlichen Effekt, wenn man die frischen Blätter oder Blüten kaut. Im Mund fühlt es sich an, als ob man ein Brausepulver gegessen hätte, ein schneller Wechsel zwischen süß, sauer und salzig, der Speichelfluss wird gesteigert und die Zunge und der Mundraum werden leicht betäubt. Nach ein paar Minuten lässt die Wirkung nach. Die Parakresse ist Gemüse und Heilpflanze.
Steckbrief
Anwendung
Der Geschmack ist ungewohnt, es erinnert an Brausepulver ohne die Süße.
Kurz nach dem Kauen von frischen Blättern oder den Blüten hat man ein prickelndes säuerliches Gefühl im Mund,
die Speichelproduktion wird stark gesteigert.
Für einige Minuten ist der Mundraum leicht betäubt.
In einigen Regionen wird dieser Effekt genutzt um extrem scharfe Speisen (Chili/Pepperoni)
essen zu können.Die Pflanze wird auch in der Homöopathie eingesetzt.
SalatBlüten und geschnittene Blätter in normale Salate geben. Stärkt das Immunsystem und hilft bei Entzündungen im Mund und Rachen.BreiumschlagEin frischer Brei aus den Blättern auf schmerzende Stellen (z.B. bei Rheuma/Gicht) legen, hilft auch bei Pilzinfektionen.Blätter kauenFrische Blätter oder Blüten kauen, hilft gegen Entzündungen um Mundraum.GeschichtlichesDie Parakresse ist eine Kulturpflanze, die in Südamerika vermutlich aus Acmella alba (Peru) gezüchtet wurde.Andere sehen die Heimat in Madagaskar. In vielen Gegenden wird noch heute der Salat, scharfe Speisen und Gemüsegerichte mit der Parakresse ergänzt. Wegen des erstaunlichen Effekts beim Genuss der rohen Blätter findet diese Pflanze in den letzten Jahren auch in Europa viele Freunde. Oft als Partyspass in Salaten.
Pflanzenbeschreibung
Die Parakresse ist eine Kulturpflanze und in Südamerika heimisch.
Sie wächst bevorzugt an sonnigen und warmen Standorten. Die einjährige bis mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Die Blätter sind oval und etwa 5 cm lang. Die rotbraunen Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober. Mit zunehmender Reife werden die Blütenstände länger und gelb, dabei behalten diese noch einige Zeit eine rote Mitte, die zum Schluss verschwindet. Die Blütenstände haben einen Durchmesser von 1 cm und werden bis zu 2-3 cm lang.
Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
AnbautippsDie eigene Aufzucht aus Samen ist schwierig.Aussaat im Frühling auf nährstoffreichen Boden, den Boden feucht halten. Die Pflanze verträgt keinen Frost, die Temperatur sollte immer über 10°C liegen. Am besten in Tontöpfen kultivieren, im Sommer auf Balkon oder Terasse und im Winter ins Zimmer oder Wintergarten, so hält die Pflanze länger. Nur sehr wenig düngen. Die Parakresse ist bei Schnecken und Raupen sehr beliebt.
SammeltippsDie Blätter und Blüten können über einen längeren Zeitraum geerntet werden.Man verwendet die frischen Blätter und Blüten. Man kann die Blätter und Blüten auch an einem warmen und luftigen Ort trocknen.
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