Parakresse

(Spilanthes oleracea L.)


  

Parakresse


Die Parakresse ist eine schöne Pflanze mit leuchtend gelben Blüten und einem roten Zentrum.

Darüber hinaus hat diese Pflanze einen ungewöhnlichen Effekt, wenn man die frischen Blätter oder Blüten kaut.

Im Mund fühlt es sich an, als ob man ein Brausepulver gegessen hätte, ein schneller Wechsel zwischen süß, sauer und salzig, der Speichelfluss wird gesteigert und die Zunge und der Mundraum werden leicht betäubt. Nach ein paar Minuten lässt die Wirkung nach.

Die Parakresse ist Gemüse und Heilpflanze.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Adstingens,
Anästhetikum,
Antiphlogistikum,
Heilwirkung:
antibakteriell,
antiviral,
betäubend,
entzündungshemmend,
immunstärkend,
speichelflußfördernd,
Anwendungsbereiche:

Volksheilkunde

Abwehrschwäche,
Blutparasiten,
Borreliose,
Candida Albicans,
Gicht,
Insekten,
Malaria,
Mundschleimhautentzündung,
Pilzinfektionen,
Rheuma,
Zahnfleischentzündung,
Zahnschmerzen,
wissenschaftlicher Name:
Spilanthes oleracea L., Acmella oleracea
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
eyeball plant, paracress, toothache plant
volkstümlicher Name:
Husarenknopf, Jambú, Parakresse, Parakressenkraut, Parákresse, Prickelknöpfe
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Blüten
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Cerotinsäure, Fette, Gerbstoffe, Harze, Phytosterol, Scharfstoffe, Spilanthen, Spilanthol,
Sammelzeit:
Freiland: Juni bis Oktober
Topf: das ganze Jahr


Anwendung

Parakresse

Der Geschmack ist ungewohnt, es erinnert an Brausepulver ohne die Süße. Kurz nach dem Kauen von frischen Blättern oder den Blüten hat man ein prickelndes säuerliches Gefühl im Mund, die Speichelproduktion wird stark gesteigert. Für einige Minuten ist der Mundraum leicht betäubt. In einigen Regionen wird dieser Effekt genutzt um extrem scharfe Speisen (Chili/Pepperoni) essen zu können.

Die Pflanze wird auch in der Homöopathie eingesetzt.

Salat

Blüten und geschnittene Blätter in normale Salate geben. Stärkt das Immunsystem und hilft bei Entzündungen im Mund und Rachen.

Breiumschlag

Ein frischer Brei aus den Blättern auf schmerzende Stellen (z.B. bei Rheuma/Gicht) legen, hilft auch bei Pilzinfektionen.

Blätter kauen

Frische Blätter oder Blüten kauen, hilft gegen Entzündungen um Mundraum.

Geschichtliches

Die Parakresse ist eine Kulturpflanze, die in Südamerika vermutlich aus Acmella alba (Peru) gezüchtet wurde.

Andere sehen die Heimat in Madagaskar.

In vielen Gegenden wird noch heute der Salat, scharfe Speisen und Gemüsegerichte mit der Parakresse ergänzt.

Wegen des erstaunlichen Effekts beim Genuss der rohen Blätter findet diese Pflanze in den letzten Jahren auch in Europa viele Freunde. Oft als Partyspass in Salaten.




Pflanzenbeschreibung

Parakresse

Die Parakresse ist eine Kulturpflanze und in Südamerika heimisch.

Sie wächst bevorzugt an sonnigen und warmen Standorten.

Die einjährige bis mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch.

Die Blätter sind oval und etwa 5 cm lang.

Die rotbraunen Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober.

Mit zunehmender Reife werden die Blütenstände länger und gelb, dabei behalten diese noch einige Zeit eine rote Mitte, die zum Schluss verschwindet.

Die Blütenstände haben einen Durchmesser von 1 cm und werden bis zu 2-3 cm lang.

Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.


Anbautipps

Die eigene Aufzucht aus Samen ist schwierig.

Aussaat im Frühling auf nährstoffreichen Boden, den Boden feucht halten.

Die Pflanze verträgt keinen Frost, die Temperatur sollte immer über 10°C liegen.

Am besten in Tontöpfen kultivieren, im Sommer auf Balkon oder Terasse und im Winter ins Zimmer oder Wintergarten, so hält die Pflanze länger.

Nur sehr wenig düngen.

Die Parakresse ist bei Schnecken und Raupen sehr beliebt.



Produkttipps:


Sammeltipps

Die Blätter und Blüten können über einen längeren Zeitraum geerntet werden.

Man verwendet die frischen Blätter und Blüten.

Man kann die Blätter und Blüten auch an einem warmen und luftigen Ort trocknen.


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