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| Haupt-Anwendungen: |
Herzschwäche, Parasiten, |
| Heilwirkung: |
entwässernd, harntreibend, herzstärkend, wundheilend, |
| Anwendungsbereiche: |
Abführmittel, Herzschwäche, Kopfschmerzen, Krätze, Läuse, Wunden, HomöopathieBlasenentzündung,Blasenreizung, Galle, Kopfschmerzen durch Leberschwäche, Leber, Bauchspeicheldrüse, |
| wissenschaftlicher Name: | Euonymus europaea L. |
| Pflanzenfamilie: | Spindelbaumgewächse = Celastraceae |
| englischer Name: | European spindle, Spindle-tree |
| volkstümlicher Name: | Europäischer Spindelstrauch, Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen, Pfaffenröschen, Rotkehlchenbrot, Sindelbaum, Spillbaum, Spindelstrauch |
| Verwendete Pflanzenteile: | Blätter, Früchte, Rinde |
| Inhaltsstoffe: | Bitterstoffe, Digitoxigenin, Evonosid, Farbstoffe, fettes Öl, Gerbstoffe, Harze, Herzglykoside, Koffein, Lectine, Phlobaphene, Theobromin, Triacetin, Triterpene |
| Sammelzeit: | September-Oktober |
| Nebenwirkungen: | Leberschäden, Nierenschäden |
Nicht innerlich anwenden!Auf die innerliche Anwendung ist heutzutage zu verzichten, da die Pflanze und besonders die Samen sehr giftig sind. Die Vergiftungserscheinungen kommen meist erst nach 12-18 Stunden. Die unten aufgeführten Anwendungen sind daher nur von historischem Interesse.
Ein dünner Tee aus den Blättern hilft gegen Kopfschmerzen. (Nicht anwenden!)
Das zähe und feinfaserige Holz lässt sich gut drechseln und wurde u.a. zu Spindeln, Stricknadeln und Orgelpfeifen verarbeitet, es ergibt auch eine hochwertige Zeichenkohle.
Als Heilpflanze wurde sie gerne im Mittelalter benutzt, als Mittel gegen Ungeziefer wurde es bis in die Neuzeit genutzt.
Heute wird die Pflanze vor allem als Zierpflanze und zum Erosionsschutz angepflanzt,
in einigen Gegenden ist das vermehrungsfreudige Pfaffenhütchen schon zur Plage geworden.
Pfaffenhütchen ist in Europa heimisch.Weltweit gibt es etwa 180 Pfaffenhütchen-Arten.
Sie wächst sowohl an feuchten als auch an trockenen Standorten.
Der mehrjährige sommergrüne Strauch wird zwischen 2 und 6 Meter hoch.
Die länglich oval Blätter sind sind fein gezähnt.
Die weißen vierzähligen Blüten erscheinen zwischen Juni und August.
Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.
Die weißlichen Samen sind von Fruchfleich umhüllt und befinden sich in einer rosaroten 1 cm großen Fruchtkapsel.
Das Pfaffenhütchen ist anspruchslos und mag Halbschatten.
Die Pflanze kommt mit feuchten und trockenen Böden klar, mag aber kalkhaltigen Boden
Die Pflanze sollte nicht für Kinder zugänglich sein, da diese zu oft die roten und tödlich giftigen Fruchkapseln essen.
Die Pflanze vermehrt sich auch schnell über Wurzelausläufer, sodass eine Rhizomsperre um die Pflanze herum gebaut werden sollte.
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