Leicht giftig Poleiminze

(Mentha pulegium)


  

Die scharf und würzig schmeckende Poleiminze mit ihren violetten Blüten sieht der normalen Pfefferminze sehr ähnlich, ist jedoch kleiner. Der Geruch ist angenehm, manchmal auch scharf minzig.

Die Poleiminze enthält ein Gift, das Pulegon. Daher ist diese Minze nur mit Vorsicht für innerliche Zwecke einsetzbar.

Die Poleiminze kommt zwar fast in ganz Europa vor, ist aber sehr selten geworden, daher ist sie in einigen Ländern geschützt und steht auf der roten Liste.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Menstruationsstörungen,
Verdauungsbeschwerden,
Heilwirkung:
adstringierend,
gebärmutteranregend,
schweißbildend,
verdauungsfördernd,
Anwendungsbereiche:
Blähungen,
Erkältungen,
Fieber,
Flatulenz,
Galle,
Insekten,
Koliken,
Leber,
Leibschmerzen,
Mäuse,
Menstruationsstörungen,
Neuralgien,
Ratten,
Schmerzen,
Verdauungsbeschwerden,
wissenschaftlicher Name:
Mentha gibraltaica, Mentha hirtiflora, Mentha pulegium
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Penny royal
volkstümlicher Name:
Flohkraut, Hirschminze, Polei, Poleiminze, Poleyminze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öl, Diosmin, Flavonglykoside, Gerbstoffe, Hesperidin, Isomenthon, Menthon, Neoisomenthylacetat, Piperiton, Pulegon
Sammelzeit:
Kontraindikation:
Kinder, Leberkrankheiten, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen:

Bei hoher Dosierung

Vergiftungen z.B. mit Erbrechen und Atemlähmung

Bei Dauergebrauch

Leberschäden


Anwendung

Die giftige Poleiminze sollte nur äusserlich eingesetzt werden.

Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.

Tee

8 Teelöffel getrockneter Wasserminzen-Blätter mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguß für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden.

Schädlingsbekämpfung

Mit dem Öl und dem Kraut, kann man Insekten, Mäuse und Ratten vertreiben.

Homöopathie

Die ganze blühende Pflanze wird verarbeitet und als Mentha pulegium bei Beschwerden im Verdauungstrakt eingesetzt.

Geschichtliches

Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen.

Wird in Spanien und Marokko angebaut.

Es wird Poleiöl (Poleiminzöl) aus dem frischen Kraut hergestellt.




Pflanzenbeschreibung

Die Poleiminze ist in Südeuropa heimisch.

Sie ist von Westeuropa bis nach Vorderasien zu finden.

Sie wächst bevorzugt auf feuchten und nährstoffreichen Böden, z.B. an Ufern von Flüßen, Teichen und Seen.

Die mehrjährige eher kriechende Minze wird zwischen 5 und 40 Zentimeter hoch.

Die schmalen Blätter sind eiförmig und bis zu 3 cm lang.

Die violetten Blüten erscheinen an achselständigen Scheinquirlen zwischen Juli und September.

Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.


Anbautipps

Vermehrung durch Wurzelteilung.

Die Poleiminze mag feuchte Böden.

Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.



Produkttipps:


Sammeltipps

Frische Polei-Blätter können ständig geerntet werden.

Zum Trocknen: Die Stengel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten.

Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschliessend die getrockneten Blätter von den Stengeln abstreifen.

Die Blätter in geschlossenen Behältern lagern.


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