Portulak


  

Portulak Portulak ist ein wucherndes Garten-Unkraut, das man als Salat essen kann. Daher wird der Portulak auch manchmal gezielt angebaut.

Der Portulak hat ausserdem Heilwirkungen.

Er kann Kopfschmerzen lindern und hilft bei anderen Nervenproblemen.

Durch seinen Vitamin-C-Gehalt wirkt er auch gegen Skorbut und vitaminmangel-bedingte Zahnfleischentzündungen.



Steckbrief

Heilwirkung: antibakteriell,
blutreinigend,
blutstillend,
harntreibend,
tonisierend,
Husten,
Fieber,
Zahnfleischentzündung,
Sodbrennen,
Verdauungsschwäche,
Magenschleimhautentzündung,
Darmentzündung,
Verstopfung,
Würmer,
Hämorrhoiden,
Skorbut,
Frühjahrsmüdigkeit,
Nierenschwäche,
Arteriosklerose,
Kopfschmerzen,
Nervenleiden,
wissenschaftlicher Name:Portulaca oleracea
englischer Name:Purslane
volkstümliche Namen:Postelein
Verwendete Pflanzenteile:Kraut
Inhaltsstoffe:Vitamine, Schleim, Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Alkaloid, Flavonoide, Glutaminsäure, Cumarine, Oxalsäure, Saponine, Beta-Sitosterol, Zink
Sammelzeit:Sommer


Anwendung

Den Portulak verwendet man am besten frisch als Salat oder Gemüse.

Man kann auch einen Saft aus dem frischen Portulak pressen und sofort anwenden.

Zum Trocknen eignet sich der Portulak weniger, daher auch nicht so sehr als Tee-Kraut.

Vitaminspender

Der wichtigste Einsatzzweck des Portulaks ist seine Wirkung gegen Vitaminmangel-Zustände, beispielsweise gegen Frühjahrsmüdigkeit oder gar Skorbut. Ausser Vitamin-C enthält der Portulak auch andere Vitamine (A und B) und reichlich Mineralstoffe, z.B. Calcium, Magnesium, Eisen und Kalium.

Kreislaufsystem

Der Portulak enthält besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Daher kann er Arteriosklerose vorbeugen und somit auch Herzinfarkt und Schlaganfälle verhindern helfen.

Verdauungssystem

Auch das Verdauungssystem wird vom Portulak gestärkt.

Er kann Sodbrennen lindern und gegen Entzündungen von Magen und Darm helfen.

Als frischer Pressaft kann man ihn auch gegen Würmer verwenden.

Andere Wirkungen

Portulak soll auch gegen Kopfschmerzen und Nervosität helfen.

Auch eine hustenstillende und fiebersenkende Wirkung wird ihm nachgesagt.

In der Küche

Aus den Blättern des Portulaks kann man Salate zubereiten. Er schmeckt leicht sauer und wirkt daher erfrischend.

Auch als Suppeneinlage kann man den Portulak verwenden.

Für den Wintervorrat kann man ihn auch einsalzen und in Essig einlegen. Diese Art der Bevorratung war früher in Russland üblich.

Die Samen enthalten Proteine und Fett und können gemahlen als Zusatz im Mehl verwendet werden.

Siehe auch:

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Geschichtliches

Der Portulak wurde schon um 800 v.Chr. in babylonischen Schriften als Heilpflanze erwähnt. Er war Bestandteil des Heilkräutergartens des babylonischen Königs.

Im alten Griechenland wurde der Portulak viel als Gemüse benutzt. Er galt als Heilpflanze gegen Verstopfung und Entzündungen der Harnorgane.

Tabernaemontanus empfiehlt den Portulak im 16. Jahrhundert gegen Sodbrennen und sogar gegen lockere Zähne. Die Wirkung gegen Zahnausfall hängt wohl mit der Wirkung gegen Skorbut zusammen, denn Skorbut führt zu Zahnausfall.



Pflanzenbeschreibung

Portulak Der Portulak ist ursprünglich im Mittelmeerraum und Kleinasien heimisch. In Mitteleuropa ist er aber schon sehr lange Zeit eingebürgert.

Früher wurde er als Gemüse- und Salatpflanze angebaut, heutzutage kommt er manchmal auch verwildert vor.

Der Portulak liebt sandigen und stickstoffreichen Boden. Ausserdem mag er viel Sonne und Wärme. Daher findet man ihn in Gärten, an Feldrändern, Wegen, Bahndämmen und auf Schutthalden.

Die einjährige Pflanze treibt im Frühsommer rote, runde Stengel aus, an denen verkehrt eiförmige, dickfleischige Blätter wachsen. Die Blätter werden bis zu zwei Zentimeter lang.

Dicht an den Boden geschmiegt breitet sich der Portulak sternförmig aus. Seine roten Stengel liegen wie Seesterne auf dem Erdreich.

Die Blätter klappen sich nachts und bei kalter Witterung zusammen, im Sonnenschein breiten sie sich aus.

Ab Juli blüht der Portulak mit kleinen gelben Blüten. Die Blüten befruchten sich selbst.

Ameisen verbreiten die schwarzen Samen.


Anbautipps

Man kann den Portulak im Freiland oder in Töpfen anbauen.

Man sät ihn am besten im Mai. Schon vier bis sechs Wochen nach der Aussaat kann man das erste Mal ernten.

Der Portulak sollte viel Sonne bekommen.

Wenn er regelmässig gegossen wird, wird er üppiger und seine Blätter werden dicker als wenn er trocken steht. Staunässe mag er aber gar nicht.


Sammeltipps

Portulak Am besten verwendet man den Portulak frisch.

Um aus einer einzelnen Pflanze möglichst viel Grünmasse zu gewinnen, schneidet man die Triebspitzen ab, die man natürlich als Wildsalat verwenden kann.

Das Wachstum erfolgt dann bei den dahinter liegenden zwei Seitentrieben, die man nach einer Weile wieder an den Spitzen kappt.

Dadurch wird die Portulak-Pflanze immer buschiger.

Diese Erntetechnik eignet sich vor allem beim Anbau im Topf.


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