Rispenhirse(Panicum miliaceum L.)
Ihr Ursprung liegt in Asien und in der Steinzeit verbreitete sie sich bis nach Europa. Viele tausende Jahre war die Rispenhirse eines der wichtigsten Nahrungsmittel der einfachen Leute. Als Heilpflanze wird sie heute gegen Zivilisationskrankheiten und Alterserscheinungen eingesetzt.
Steckbrief
Anwendung
Die Kieselsäure in der Rispenhirse verjüngt und entgiftet den Körper.Die Hirse muss erhitzt, gekocht oder geröstet werden um die wertvollen Stoffe nutzbar und die ungünstigen Stoffe unschädlich zu machen. BreiHirse heiß waschen.200 g Hirse mit 600 ml Gemüsebrühe zum kochen bringen und 40-60 Minuten durchziehen lassen, ggf. Gemüsebrühe nachfüllen. Mit gedünsteten Gemüse und angerösteten Zwiebeln verfeinern. Alternative als Süßspeise (Milch statt Gemüsebrühe) anschliessend mit Früchten oder Zimt/Zucker ergänzen. Die Mengenverhältnisse und Quelldauer können je nach Hirse schwanken. WärmekissenHirsekörner in ein Stoffsäckchen geben und dieses bei Bedarf im Backofen erhitzen. Auf die wärmebedürftige Stelle legen.
GeschichtlichesHirse ist eines der ältesten Getreidesorten der Menschheit, wenn nicht sogar die älteste.Der Ursprung der Rispenhirse dürfte in der Mandschurei (Nordost-China) liegen, dort wurde sie schon vor 10.000 Jahren genutzt. In Europa spielt die Rispenhirse auch eine wichtige Rolle und wurde seit etwa 6000 Jahren genutzt. Da die Rispenhirse keinen Kleber beinhaltet, kann man kein Brot daraus backen, es wurde Brei zubereitet. Dieser Hirse-Brei findet sich in vielen Märchen. Leider reicht die Hirse nicht aus, um alle vom Körper benötigten Eiweiße zu erhalten, daher gab es bei Dauerernährung nur mit Hirsebrei oft Eiweißmangelkrankheiten. Ihre Bedeutung als Heilpflanze ist eher gering und wird heute höher eingeschätzt, insbesondere gegen Alterserscheinungen und Zivilisationskrankheiten. Seit etwa 100 Jahren findet fast kein Hirseanbau mehr in Deutschland statt, erst in den letzten Jahren findet in der Öko-Landwirtschaft ein neuer Anbau statt. Man sucht nach Saatgut und Genen der alten und verschollenen Sorten.
Pflanzenbeschreibung
Die Rispenhirse ist in Europa und Asien heimisch.
Der Ursprung liegt in Nordost-China. Sie wächst bevorzugt an sonnigen und trockenen Standorten. Die einjährige Pflanze wird zwischen 50 und 100 Zentimeter hoch. Die Blätter der Rispenhirse sind breit. Die Blütenrispen erscheinen zwischen Juli und August. Die Rispen können je nach Varietät kompakt oder locker sein. Die Ähren sind einblütig. Die reifenden Rispen hängen herab. Die Samen reifen unterschiedlich schnell (August - September) und haben einen Durchmesser von etwa 2-3 mm.
AnbautippsDie Rispenhirse ist anspruchslos.Aussaat erfolgt April bis Mai direkt ins Freiland. Wächst gut auf nährstoffarmen Boden, braucht Sonne.
SammeltippsDa die Rispen von oben nach unten über einen längeren Zeitraum reifen, muss man einen günstigen Zeitpunkt abwarten wann die zu erntende Menge am größten ist.
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