Rose


  


Die Rose ist die unangefochtene Blume der Liebe.

Sie wächst in nahezu jedem Garten und spielt in jedem Blumengeschäft eine Hauptrolle.

Im Orient werden Süssspeisen mit den duftenden Blättern der Rose aromatisiert und auch in der Kosmetik wird sie gerne verwendet.

Dass die Rose auch eine Heilpflanze ist, ist jedoch kaum bekannt.

Sie kann gegen Heuschnupfen helfen und auch gegen leichte Herzbeschwerden kann man sie verwenden. Ausserdem lindert sie Frauenbeschwerden, Kopfschmerzen und Schwindel.



Steckbrief

Heilwirkung:
adstringierend,
blutreinigend,
blutstillend,
nervenstärkend,
Heuschnupfen,
Lungenschwäche,
Mundentzündungen,
Verstopfung,
Durchfall,
Leberschwäche,
Gelbsucht,
Herzbeschwerden (leichte),
Ohnmacht,
Schwindel,
Kopfschmerzen,
Melancholie,
Zahnschmerzen,
Ohrenschmerzen,
Augenschmerzen,
Gebärmutterschmerzen,
Wechseljahrsbeschwerden,
Leichte Verbrennungen,
Schwer heilende Wunden,
Gesichtsrose,
wissenschaftlicher Name:
Rosa centifolia, Rosa gallica
Pflanzenfamilie:
Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Rose
volkstümliche Namen:
Centifolie, Bischofsrose, Fleischrose, Gartenrose, hundertblättrige Rose, Jungfernrose, Kaiserrose, Knopfrose, Moosrose, Pomponrose, Trianonrose, Vielblättrige Rose
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Gerbstoff, Gerbsäure, Geraniol, Saponine,
Sammelzeit:
Juni bis August


Videos

In diesem Video zeige ich, wie man eine Rosen-Creme selber machen kann - für normale und trockene Haut.

Dauer: 3:04


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Rosen-Ölauszug

In diesem Video zeige ich, wie man einen kalten Rosen-Ölauszug selber machen kann.

Dauer: 2:15


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Anwendung


Rosentee

Die Rosenblüten kann man für Rosentee benutzen.

Dazu bereitet man einen Aufguss mit einem TL getrockneten Rosenblüten pro Tasse Wasser. Diesen Tee lässt man fünf bis zehn Minuten ziehen. Er wird dann rosa und schmeckt leicht adstringierend.

Man kann den Rosentee mit Honig süssen.

Rosentee hilft bei der Blutreinigung und zur Stärkung von Herz und Nerven.

Auch gegen Kopfschmerzen und Schwindel kann man Rosentee trinken.

Bei zu starker Periodenblutung kann der Rosentee lindernd wirken.

Rosentee äusserlich

Rosentee kann man in Form von Umschlägen, Waschungen oder für Teilbäder gegen hartnäckige Wunden und leichte Verbrennungen verwenden.

Als Mundspülung hilft Rosentee gegen Mundentzündung und Zahnfleischentzündung.

Auch in Salben und Cremes wirkt die Rose sehr hautfreundlich.

Siehe:

Rosenwein

Mit Weisswein und Rosenblütenblättern kann man eine Abkochung zubereiten.

Dieser Rosenwein hilft gegen Erschöpfung und Gebärmutterschmerzen.

Wenn man den Mund mit Rosenwein ausspült lindert er Zahnschmerzen und Mundschleimhautentzündungen. (Bei Karies muss man natürlich zum Zahnarzt gehen)

Man kann den Rosenwein auch als Umschlag auf Stirn und Kopf legen, um Kopfschmerzen zu behandeln.

Frische Blütenblätter

Die frischen Blütenblätter kann man zur Linderung von Gesichtsrose (Erysipel) aufs Gesicht legen.

Ätherisches Öl

Das ätherische Öl der Rose ist sehr kostbar, weil man extrem viele Blüten braucht, um es herzustellen.

Als Bestandteil von Salben und Cremes ist es nicht nur ein Wohlgeruch, sondern hat auch pflegende und lindernde Wirkung.

Rosenöl wirkt entspannend und fördert die Sinnlichkeit.


Geschichtliches

Ihren für uns wichtigsten Ursprung hat die Rose in Persien, wo eine Vielzahl von Rosenarten wächst. Allerdings wachsen auch in vielen anderen Ländern der Nordhalbkugel wilde heimische Rosen, nicht jedoch auf der Südhalbkugel, wo alle Rosen eingeführt wurden.

In den Rocky Mountains hat man sogar Rosenblätter-Fossilien gefunden, die etwa 35 Millionen Jahre alt sind.

Aus China wurde von Konfuzius schon etwa 500 Jahre v. Chr. von Rosenkulturen berichtet, die in königlichen Gärten angepflanzt wurden.

Über Kleinasien wurde die Rose von Persien aus nach und nach erst in den Mittelmeerraum und später von den Römern auch nach Mitteleuropa gebracht.

Im antiken Griechenland und in Rom war die Rose sowohl wegen ihres Duftes als auch wegen ihrer Heilwirkung sehr beliebt.

Karl der Grosse verpflichtete 794 jedes Landgut zum Anbau von Rosen, neben vielen anderen Heil- und Nutzpflanzen. Dadurch wurde die Rose in Mitteleuropa zum festen Bestandteil der Gärten.

Die Rose ist voller Symbolik. So steht sie beispielsweise für die Verschwiegenheit, aber auch für die Liebe, für die Frau, die Weisheit und für die Arbeiterbewegung.



Pflanzenbeschreibung


Die Rose kommt ursprünglich vor allem aus Persien, wo es auch heute noch die meisten Rosenarten gibt. In Gärten ist die Rose inzwischen fast auf der ganzen Welt verbreitet und manche Rosenarten wachsen sogar wild.

Es gibt hunderte von Rosenarten, in verschiedensten Formen und Farben.

Traditionelle Rosenarten sind die Centifolien-Rosen und die Essigrosen. Die Centifolien-Rosen haben ihren Namen von den hunderten von Blütenblättern (lat: centi = hundert, folia = Blätter), die ihre Blüten füllen. Hundert Blütenblätter sind natürlich übertrieben, aber die Blüten dieser Rosenart, und der meisten anderen gefüllten Zierrosen, haben in der Tat sehr viele Blütenblätter, denn ein Grossteil der Staubblätter sind zu Blütenblättern verwandelt worden.

Rosen können kniehoch sein, oder kleine Büsche oder sogar viele Meter hohe Kletterpflanzen. Der Wuchsform der Rosen sind kaum Grenzen gesetzt.

Die meisten Rosen haben Stacheln, die auch sehr unterschiedlich beschaffen sein können.

Die Blätter der Rosen sind meistens glänzend und mit stacheligem Rand.

Die duftenden Blüten sind der heilkräftige Teil der Rosen. Man kann fast alle Rosenblüten für Heilzwecke einsetzen, Hauptsache sie duften. Ausserdem ist es wichtig, dass sie leicht zusammenziehend schmecken, das ist vor allem bei roten Rosen der Fall.

Aus einmalblühenden Rosenblüten entwickeln sich bis zum Herbst rote Hagebutten, die sehr vitaminreich sind.


Produkttipps:


Sammeltipps

Die Blütenblätter der Rose werden gesammelt, wenn sie gerade frisch aufgeblüht sind.

Dann werden sie im Schatten zügig getrocknet.

Man kann auch die Knospen der Rosenblüten ernten und trocknen.


Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker
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