Schisandra

(Schisandra chinensis)


  

Schisandra

Die Schisandra-Beere ist eine chinesische Heilpflanze, die schon seit Jahrtausenden in China gegen zahlreiche Gesundheitsbeschwerden angewendet wird.

Die kleinen "Beeren der fünf Geschmäcker" (Wu Wei Zi) schmecken tatsächlich sehr ungewöhnlich.

Sie sollen kräftigen, das Gedächtnis, die Sehfähigkeit und das Gehör stärken und nicht zuletzt auch die Libido von Mann und Frau. Ihre leberstärkende Wirkung ist sogar in medizinischen Studien nachgewiesen worden. Insgesamt gelten Schisandra-Beeren als Jungbrunnen, mit deren Hilfe man ohne Alterserscheinungen sehr alt werden kann.



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Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Alterserscheinungen,
Leberschwäche,
Schwäche,
Heilwirkung: adaptogen,
aphrodisierend,
ausgleichend,
blutreinigend,
krampflösend,
regenerierend,
stärkend,
Anwendungsbereiche: Abgeschlagenheit,
Ängste,
Asthma,
Blasenentzündung,
Blasenschwäche,
Burn Out,
Depressionen,
Diabetes,
Durchfall,
Ekzeme,
Erkältung,
Erschöpfung,
Gedächtnisschwäche,
Grippe,
Hautausschlag,
Hautentzündung,
Hepatitis,
Herzrasen,
Husten,
Konzentrationsschwäche,
Krebs (unterstützend,
Libido-Schwäche,
Müdigkeit,
Nervöse Herzbeschwerden,
Nierenbeckenentzündung,
Parkinson,
Schlaflosigkeit,
Schwerhörigkeit,
Sehstörungen,
Stress,
Vergesslichkeit,
wissenschaftlicher Name:Schisandra chinensis
Pflanzenfamilie:Sternanisgewächse - Schisandraceae
englischer Name:
volkstümlicher Name:Wu Wei Zi, Chinesische Spaltkörbchen, Chinesische Beerentraube, Chinesischer Limonenbaum, Schizandra
Verwendete Pflanzenteile:Beeren, teilweise auch Blätter
Inhaltsstoffe:Lignane (Phytohormone): Schizandrin, Deoxyschizandrin, Gomisin, ätherisches Öl, Vitamine, Mineralstoffe,
Sammelzeit:Juli bis September


Anwendung

Getrocknete Schisandra-Beeren Schisandra kann man wahlweise als getrocknete Früchte zum Kauen oder als Tee anwenden.

Die häufigste Art, Schisandra anzuwenden ist das Kauen der getrockneten Früchte.

Schisandra-Beeren kauen

Um genügend Schisandra-Beeren zu sich nehmen zu können, täglich etwa 5 Gramm, ist es am besten, wenn man die getrockneten Beeren kaut.

Dadurch kommt man auch in den Genuss des sehr speziellen Geschmacks, der einen wichtigen Teil der Wirkung ausmacht.

Die offizielle Beschreibung des Geschmacks der Schisandra-Beeren lautet: Sie haben fünf Geschmäcker: Süß, sauer, salzig, bitter, scharf.

Darum werden sie in China auch Wu Wei Zi genannt. Das bedeutet in etwa: Beere der fünf Geschmäcker.

Diese Geschmacksrichtungen entsprechen den fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

In der Praxis schmecken Schisandra-Beeren ungewöhnlich bis grässlich. Man kann sich aber wohl an den Geschmack gewöhnen. Wenn man genau hinschmeckt, entdeckt man tatsächlich alle fünf Geschmacksrichtungen. Zusätzlich wirkt der Geschmack leicht betäubend auf die Mundschleimhaut und den Geschmack.

Weil man so viele Beeren braucht und der Geschmack so wichtig ist, eignen sich Schisandra-Beeren eher nicht zur Einnahme in Kapselform. Man müsste zu viele Kapseln davon schlucken und die Geschmackswirkung würde fehlen.

In China wird empfohlen, die Schisandra-Beere mindestens 100 Tage lang anzuwenden.

Die Wirkung wird nach eini paar Wochen spürbar.

Tee

Für einen Schisandra-Tee macht man eine Abkochung mit ein bis zwei Teelöffeln getrockneten Schisandra-Beeren.

Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Schisandra-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Schisandra-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.


Anwendungsgebiete

Die Schisandra-Beere ist eine ausgesprochene Vielzweck-Heilpflanze.

Wissenschaftlich am besten untersucht ist ihre Leberschutz-Wirkung. Man kann Schisandra also bei Hepatitis oder allgemeiner Leberschwäche verwenden.

Besonders beliebt ist die Stärkung der Libido, die der Schisandra nachgesagt wird. Sie soll sowohl für Männer als für Frauen gelten. Möglicherweise ist die Libidostärkung auf die allgemein stärkende Wirkung der Schisandra zurückzuführen.

Generell wirkt die Schisandra stärkend und verjüngend. Daher wird sie bei Schwäche, Müdigkeit, Depressionen, diversen Alterscheinungen, Hautproblemen und dergleichen eingesetzt.

Obwohl sie stärkend wirkt, vermag die Schisandra auch das Gegenteil, nämlich entspannend wirken und somit gegen Schlaflosigkeit helfen.

Sehr interessant ist die Wirkung der Schisandra auf Augen und Ohren. Sie soll die Sehfähigkeit und das Gehör verbessern. Das macht sie zu einer der ganz wenigen Heilpflanzen, die man gegen Schwerhörigkeit anwenden kann.

Sogar gegen Krebs soll die Schisandra-Beere helfen. Hier fehlen jedoch noch aussagekräftige Studien. Als unterstützende Behandlung bei einer Chemotherapie kann man die Schisandra jedoch versuchen. Die Nebenwirkungen der Chemotherapie können dadurch gelindert werden.

Manche Anwender sagen der Schisandra-Beere eine appetithemmende Wirkung nach, die gegen Heißhunger-Attacken helfen soll. Der spezielle Geschmack der Beeren verringert die Ess-Lust. So kann man bei Heißhunger einige Schisandra-Beeren kauen, dann verschwindet der Appetit auf unvernünftige Leckereien.

Schisandra in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

In der chinesischen Heilkunde wird die Schisandra-Beere schon sehr lange angewendet.

Sie wird genutzt, um mehrere Meridiane auszugleichen: Herzmeridian, Nierenmeridian, Lungenmeridian

Die Energie in diesen Meridianen wird gestärkt, wenn sie schwach ist und abgeschwächt, wenn sie zu stark ist.

Diese ausgleichende Wirkung nennt man auch adaptogen.

Insgesamt ähnelt die Anwendung der Schisandra-Beere der Ginseng-Nutzung.



Geschichtliches

Die Schisandra wird in China schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze genutzt. Schon in der Han-Dynastie konnte man von ihr lesen. Das war immerhin zwischen 206 v.Chr. und 220 n.Chr.

Inzwischen haben sich die Heilkräfte der Schisandra nahezu weltweit herumgesprochen und daher wird die Schisandra-Beere heute auch in Europa angewendet.




Pflanzenbeschreibung

Schisandra Die Schisandra-Pflanze ist in China, Japan und Korea heimisch.

Sie ist eine Kletterpflanze, die bis zu 8 Meter hoch bzw. lang werden kann.

Im Winter wirft die Schisandra-Pflanze ihre Blätter ab, die Stengel bleiben aber bestehen und verholzen nach und nach.

Die Blätter sind bis zu 8 Zentimeter lang und haben eine verkehrt-eiförmige Gestalt. Sie stehen wechselständig an den gewundenen Stengeln.

Die weißlichen oder roten Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Es gibt unterschiedliche männliche und weibliche Blüten. Die Schisandra ist also zweihäusig.

Aus den Schisandra-Blüten entwickeln sich bis zum Spätsommer zwischen Juli und September die beerenartigen Früchte. Die roten Beeren hängen in dichten Trauben von den Stengeln. Eine einzelne Beere wird etwa 8 mm groß und enthält einen oder zwei Samen.


Anbautipps

Da die Schisandra-Pflanze im gemäßigten Klima gedeiht, kann man sie auch in Mitteleuropa anbauen.

Damit die Pflanze gut ranken kann, braucht man ein Rankgestell oder eine andere Möglichkeit, wo sich die Pflanze hochschlängeln kann.

Man kann die Schisandra-Pflanze im Frühling ausäen.

Oder man pflanzt fertige Pflanzen ein.



Sammeltipps

Zwischen Juli und September werden die reifen Beerenfrüchte geerntet.

Anschließend werden sie möglichst schnell entweder in der Sonne oder im Backofen bei ca. 50-60°C getrocknet.

Man kann auch einen Dörraparat zum Trocknen verwenden.



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