Schwarze-Königskerze

(Verbascum nigrum)


  

Die Schwarze Königskerze sieht nicht so finster aus wie sie heisst.

Majestetisch wächst sie kerzengrade bis zu 1,4 m nach oben, und blüht auf einem Großteil ihrer Höhe mit leuchtendgelben runden Blüten mit einem violetten Tupfer im Blütenzentrum.

Sie ist, wie ihre Schwestern, eine wichtige Heilpflanze bei Husten, vor allem bei Reizhusten.

Hauptsächlich werden die Blüten in Tees verwendet, aber auch die Blätter können eingesetzt werden.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen: Heiserkeit,
Husten,
Heilwirkung: antiviral,
entzündungshemmend,
harntreibend,
kreislaufanregend,
reizmildernd,
schweißtreibend,
Anwendungsbereiche: Atemwegserkrankungen,
Blasenerkrankungen,
Erkältung,
Falten,
Frostbeulen,
Grippaler Infekt,
Grippe,
Hautentzündungen,
Heiserkeit,
Husten,
Katarrh,
Magen-Darm-Beschwerden,
Nierenerkrankungen,
Prellungen,
Rheuma,
Warzen,
wissenschaftlicher Name:Verbascum nigrum
Pflanzenfamilie:Braunwurzgewächse = Scrophulariaceae
englischer Name:Dark Mullein
volkstümlicher Name:Dunkle Königskerze, Dunkles Wollkraut, Schwarze-Königskerze
Verwendete Pflanzenteile:Blüten
Inhaltsstoffe:Ätherische Öle, Aucubin, Catapol, Flavonoide, Iridoidglykoside, Kaffeesäure, Phenolcarbonsäuren, Phytosterole, Schleimstoffe, Sterole, Triterpensaponine, Verbascosaponin, Verbascosid
Sammelzeit:Juni-Oktober


Anwendung

Meistens wird die Schwarze Königskerze Hustenteemischungen beigefügt.

In diesen Mischungen mildern sie den Hustenreiz und wirken auswurffördernd.

Auch pur, also ohne andere Hustenkräuter kann man sie im Tee trinken. Dazu bereitet man einen Aufguss.

Siehe:

Eine verdünnte Tinktur kann man gegen Magen-Darm-Katarrhe einsetzen.

Äusserlich kann man die Schwarze Königskerze als Ölauszug in Salben und Cremes anwenden, hilft gegen Falten, Hautentzündungen und Prellungen.

Siehe auch:



Geschichtliches

Königskerzen sind schon seit Jahrtausenden ein beliebtes Heilmittel und Zauberkraut, vor allem schützen die Königskerzen gegen Unheil.

Wurde auch zum Färben von Stoffen und Haaren benutzt.

Heute neben vielseitigem Heilmitteln auch als schön blühende Zierpflanze in Naturgärten immer beliebter.




Pflanzenbeschreibung

Die Schwarze-Königskerze ist in ganz Europa heimisch, aber selten.

Sie wächst bevorzugt in Waldlichtungen, an Wegen und auf Dämmen und Schutt.

Die zweijährige Pflanze wird zwischen 60 und 140 Zentimeter hoch.

Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus.

In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette.

Erst im zweiten Jahr wächst dann der Stengel, der nach oben kantig wird.

Die Blätter sind unten herzförmig und gestielt.

Die Blätter werden nach oben immer kleiner, länglicher und ungestielt.

Die gelben Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober.

Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 18 bis 25 cm und violetten Staubfäden.

Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in Kapseln.


Anbautipps

Im Herbst direkt an den gewünschten Standort aussäen, eine Umpflanzung vertragen Königskerzen nicht.

Der Standort sollte warm und sonnig sein.

Der Boden sollte sandig und mager sein.

Wenn die Königskerze den Standort mag, braucht sie keine Pflege.

Königskerzen vertragen keine Düngung.



Sammeltipps

Da die Pflanze relativ selten ist, sollte sie nicht in der freien Natur gesammelt werden.

Gesammelt werden die Blüten ohne Kelch/Kelchblätter, wichtig ist, dass die Staubblätter/Staubgefäße erhalten bleiben.

Am besten an einem sonnigen Tag am späten Vormittag sammeln, nachdem die Morgenfeuchtigkeit verdunstet ist. Auf keinen Fall dürfen die Blüten feucht sein. Nachmittags sollte man nicht sammeln.

Die Blüten müssen zügig im luftigen Schatten getrocknet werden, auch im Backofen ist die Trockung möglich, die Temperatur darf nicht über 50°C sein.

Nach dem Trocknen nur die gelben Blüten nutzen, die zu braunen Blüten werden aussortiert.

Die getrockneten Blüten müssen vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden. Schon geringe Feuchtigkeit sorgt für Schimmel.


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