Stechender Hohlzahn(Galeopsis tetrahit L.)
Man findet den Stechenden Hohlzahn sehr häufig an Wegrändern, Schuttplätzen und Kahlschlägen. Es gibt einige Unterarten, die kaum zu unterscheiden sind, die gesundheitliche Wirkung ist aber gleich. Genutzt wird der Stechende Hohlzahn innerlich gegen Husten und Heiserkeit, äusserlich gegen Hautkrankheiten. Er ist auch als Ergänzung zum Salat zur Blutreinigung und Stärkung geeignet. Steckbrief
Anwendung
Tee2 Teelöffel Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, abgedeckt 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Kann mit Honig oder Zucker gesüsst werden. Hilft gegen Husten und Heiserkeit.Tee-UmschlagEin Umschlag mit Tee hilft gegen Hautkrankheiten.UmschlagFrische zerquetschte Blätter helfen gegen Hautkrankheiten.SalatDie Blätter als Ergänzung von Salaten oder Spinat-/Wirsing-Gerichten, hilft gegen Blutarmut.SamenölDas aus den Samen gepresste Öl wirkt stärkend.GeschichtlichesDer Stechende Hohlzahn ist eine natürliche Kreuzung mehrere Hohlzahn-Arten und wurde genetisch darauf hin untersucht, daher auch der Name Gemeiner Hohlzahn.Die Fasern wurden zur Seilherstellung genutzt. Eine Abkochung der Pflanze als Waschmittel. Das Öl Samen als Lederpflegemittel. Der Stechende Hohlzahn ist ein ständiger Begleiter von Menschen und wird daher auch als Nachweis für menschliche Siedlungen genutzt.
Pflanzenbeschreibung
Der Stechende Hohlzahn ist in ganz Europa heimisch.
Er wächst bevorzugt auf Äckern, Wegrändern, Schuttplätzen und Kahlschlägen. Die einjährige bis mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 60 Zentimeter hoch. Der Stengel ist vierkantig. Die eiförmigen und gezähnten Blätter sind lanzettlich und 2-9 cm lang. Die rot-weißen oder rosa Blüten erscheinen zwischen Juni und Oktober. Die Blüten sind etwa 15 bis 20 mm lang und Die gelbe Kronunterlippe der Blüte ist lila gefleckt.
Aus den Blüten entwickeln sich bis in den späten Herbst die Samen als 4 kleine ölhaltige Nüßchen.
AnbautippsIm Frühling direkt an Ort und Stelle aussäen, die Keimzeit kann mehrere Monate betragen.An den Boden werden keine besonderen Ansprüche gestellt: leicht feucht bis trocken, steinig und stickstoffreich. Der Standort darf nicht dauerhaft schattig sein.
SammeltippsDas oberidische blühende Kraut abschneiden und gebündelt an einem luftigen Ort trocknen.Die Blätter für den Salat kann man jederzeit zupfen. Die Samenmengen für das Öl kann man leider nicht in vernünftigem Umfang sammeln.
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