Taubenkropf-Leimkraut(Silene vulgaris)
Auffallend sind die aufgeblasenen kugeligen weißen Blüten, die man schon von weitem erkennen kann. Aus den Wurzeln wurde früher eine Seifenlauge gekocht und die stoffwechselanregenden jungen Triebe wie Gemüse gegessen. Als Heilpflanze ist das Taubenkropf-Leimkraut heute von geringer Bedeutung, aber es ist eine wertvolle Pflanze für den Wildpflanzengarten und Futterquelle für die Nachtfalter.
Steckbrief
Anwendung
Frühjahrskurjunge Triebe als Gemüse oder Suppeneinlage regen den Stoffwechsel an.WaschungDie Wurzel-Abkochung kann zu Waschungen oder Bäder von spröder, trockener und leicht entzündeter Haut eingesetzt werden.FrischsaftDer frische Saft der Pflanze diente früher als Augentropfen gegen Bindehautentzündung. (Nicht anwenden!)GeschichtlichesDie Abkochung der Wurzel diente als Seife und Waschlauge.Die jungen Triebe dienten als Gemüse.
Heute im Wildpflanzengarten eine wichtige Futterquelle für die Nachtfalter.
Pflanzenbeschreibung
Das Taubenkropf-Leimkraut ist in Europa heimisch.
Sie wächst bevorzugt auf Magerrasen und Böschungen Die mehrjährige Pflanze wird 20 und 60 Zentimeter hoch. Die blaugrünen Blätter sind eiförmig bis lanzettlich. Die aufgeblasenen kugeligen Blüten erscheinen zwischen Mai und September. Die Kronblätter sind 2teilig und weiß, selten rosa.
Aus den Blüten entwickeln sich zwischen Juli und Oktober die hellbraunen 2 mm großen Samen.
AnbautippsDie Samen im frühen Frühling direkt an den gewünschten Standort aussäen.Die Pflanze ist ein Wärmekeimer (20°C) und braucht zum Keimen eine feuchte Erde. Der Standort sollte trocken und sonnig sein. Der Boden sollte kalkig und lehmig sein.
SammeltippsFür das Früjahrsgemüse werden die jungen Triebe geerntet, solang diese kleiner als 5 cm sind.Für die Seifenlauge wird die Wurzel ausgegraben, gereinigt und an einem warmen, luftigen Ort getrocknet. Dicke Wurzeln sollten in Stücke geschnitten werden.
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