Tulsi-Basilikum / Indisches Basilikum

Ocimum sanctum L.


  

Tulsi-Basilikum
Zeichnung: Jonathan Stenger


Diese Art des Basilikums kommt aus Indien und wird dort verehrt. Der Name Tulsi kommt aus dem Sanskrit und bedeutet: "Die Unvergleichliche". Es ist bei den Hindus die heiligste aller Pflanzen.

Bei uns sind die verschiedenen Basilikumarten mehr als Gewürz in er guten südlichen Küche bekannt und dienen zur Verdauungsförderung und als Salzersatz.

Die Pflanze hat nicht nur viele Heilwirkungen sondern stärkt auch das Immunsystem.

Tulsi-Basilikum kann ohne weiteres als Zimmerpflanze gehalten werden.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Abwehrschwäche,
Heilwirkung:

Pflanzenheilkunde

beruhigend,
entspannend,
immunsystemstärkend,
verdauungsfördernd,

Volksheilkunde

antiseptisch,
beruhigend,
blähtreibend,
entspannend,
immunsystemstärkend,
krampflösend,
schlaffördernd,
verdauungsfördernd,
wärmend,
wurmtreibend,
Anwendungsbereiche:

Pflanzenheilkunde

Tonikum,
Immunsystem,
Verdauung,

Volksheilkunde

Angina,
Antibiotika,
Arthritis,
Asthma,
Bronchitis,
Grippe,
Hautkrankheiten,
Heiserkeit,
Insekten,
Insektenstiche,
Kehlkopfentzündung,
Koliken,
Kopfschmerzen,
Krämpfe,
Migräne,
Mundschleimhautentzündung,
Nebenhöhlenentzündung,
Rheuma,
Schmerzen,
Stress,
Tonikum,
Überanstrengung,
Unterleibsschmerzen,
wissenschaftlicher Name:
Ocimum sanctum L., Ocimum tenuiflorum
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Holy Basil
volkstümlicher Name:
Heiliges Basilikum, Indisches Basilikum, Königsbasilikum, Tulassi, Tulsi, Tulsi-Basilikum
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Ganze Pflanze, Saft, Samen, Stengel
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Eugenol, Flavanoide, Gerbstoffe, Kaffeesäure, Kampfer, Methylchavicol, Pinen
Sammelzeit:
April - November
Kontraindikation:
Schwangerschaft, Stillzeit, Kleinkinder
Nebenwirkungen:
Müdigkeit, bei Langzeitgebrauch vermutlich krebsfördernd


Anwendung

Tulsi Basilikum - Heiliges Basilikum

Tee

1 Teelöffel getrocknetes Kraut auf 250 ml Wasser. Kochendes Wasser über das Kraut giessen und 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen.

1-2 Tassen pro Tag helfen bei Verdauungsproblemen, Stress und stärken das Immunsystem.

Mundspülung

Die Mundspülung/Gurgeln mit dem Tee hilft bei Entzündungen im Mundraum und Heiserkeit.

Speisen

Die Blätter in Salaten und Speisen geben. Die Blätter vertragen es nicht, mitgekocht zu werden. Fördert die Verdauung, verhindert Blähungen und Völlegefühl.

Saft

Der frische Saft aus den Blättern oder die zerqueschten Blätter helfen bei Insektenstichen und Hautkrankheiten.

Samen

Die Samen sind ein Stärkungsmittel oder in einem Absud gekocht gegen Hautkrankheiten einsetzbar.

Öl

Das Öl vertreibt Insekten.

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Geschichtliches

Seit tausenden von Jahren ist Basilikum nicht nur wichtige Heilpflanze, sondern auch Ritualpflanze.

Es findet sich als Grabbeigabe bei den Ägyptern und in indischen Überlieferungen.

Auch im Christentum hat Basilikum eine religiöse Bedeutung, zeitweise wurden aus Tulsi Rosenkränze hergestellt.

In Europa ist Basilikum den meisten eher als gut schmeckende Ergänzung von Speisen bekannt geworden.



Pflanzenbeschreibung

Tulsi Basilikum - Heiliges Basilikum

Das Tulsi-Basilikum ist in den Tropen und Subtropen von Asien und Australien heimisch.

Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen und lockeren Böden.

Die mehrjährige Staude wird zwischen 50 und 100 Zentimeter hoch.

Die spitzen elliptischen Blätter sind gegenständig angeordnet und haben einen aromatischen Duft.

Die weißen bis purpurnen Blüten erscheinen zwischen Juni und September an kerzenförmigen Blütenständen.

Aus den Tulsi-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.


Anbautipps

Tulsi Basilikum - Heiliges Basilikum

Da die Pflanze keinen Frost verträgt: In Töpfen anpflanzen.

Der Boden sollte nährstoffreich, humos und locker sein.

Die Aussaat im Frühling auf die Erde und nur leicht andrücken (Lichtkeimer).

Warm und feucht halten.

Die Vermehrung über Stecklinge ist auch möglich.

Die Pflanze kann im hellen Zimmer gehalten oder überwintert werden.

Wird die Pflanze älter: ab und zu in geringen Mengen düngen.

Bei der Ernte die Pflanze in Form schneiden. So kann man auch keinen kleinen Baum gestalten.


Sammeltipps

Das Kraut kann man ab April ernten.

Man kann es frisch verwenden oder trocknen.

Aus dem Kraut vor der Blüte wird das Öl durch Wasserdampf-Destillation gewonnen.

Im Herbst kann man die Samen ernten (diese bleiben einige Jahre nutzbar und keimfähig).



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