Vergissmeinnicht

(Myosotis sylvatica)


  

Vergissmeinnicht


Das Vergissmeinnicht ist uns mit seinen hellblauen, kleinen Blüten aus vielen Gärten wohlbekannt. Besonders in grösseren Gruppen wirkt es wie eine freundliche, helle Wolke.

Erstaunlicherweise wird das Vergissmeinnicht kaum als Heilpflanze eingesetzt. Das Vergissmeinnicht gehört wohl nicht zu den wirksamsten Heilpflanzen, aber eine so starke Ignorierung von seiten der Heilpflanzenkunde hat das Vergissmeinnicht eigentlich nicht verdient.

Es wirkt nämlich entzündungshemmend, zusammenziehend, beruhigend und stärkend und könnte so vielen Einsatzzwecken dienen, wenn keine stärkeren Heilpflanzen zur Hand sind.

In der Homöopathie wird das Acker-Vergissmeinnicht hin und wieder gegen Erkrankungen des Lymphsystems eingesetzt.



Steckbrief

Haupt-Anwendungen:
Hautentzündungen,
Heilwirkung:
adstringierend,
beruhigend,
entzündungshemmend,
tonisierend,
Anwendungsbereiche:
Rekonvaleszenz,
Lymphknotenschwellung,
Durchfall,
Darmentzündung,
Augenentzündungen,
Nasenbluten,
Hautprobleme,
Quetschung,
wissenschaftlicher Name:
Myosotis sylvatica, Myosotis arvensis, Myosotis palustris
Pflanzenfamilie:
Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name:
Forget me not
volkstümlicher Name:
Vergiss mich nicht, Mausöhrchen
Verwendete Pflanzenteile:
Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Gerbsäure, Alkaloide, Kalium
Sammelzeit:
April bis Juni


Anwendung

Vergissmeinnicht

Das Vergissmeinnicht wird kaum als Heilpflanze eingesetzt.

Warum das so ist, ist leider nicht so ganz herauszufinden. Wahrscheinlich ist die Wirksamkeit nicht besonders stark. Das trifft aber auch auf viele andere Pflanzen zu, die dennoch im Verlauf der Jahrhunderte für viele heilkundliche Aufgaben eingesetzt wurden.

Generell kann man das Vergissmeinnicht wohl ähnlich einsetzen wie Beinwell oder Lungenkraut, doch ist wohl die Heilwirkung von den beiden anderen Heilpflanzen ausgeprägter.

Wenn man Vergissmeinnicht dennoch als Heilpflanze einsetzt, wendet man es bevorzugt als Tee an.

Es wird auch gerne als niedrig potenziertes homöopathisches Mittel eingesetzt.

Tee

Für einen Vergissmeinnicht-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Vergissmeinnicht mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen.

Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Homöopathische Tinktur

Um eine Vergissmeinnicht-Tinktur selbst herzustellen, übergiesst man Vergissmeinnicht in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen.

Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen.

Die Vergissmeinnicht-Tinktur kann man homöopathisch potenzieren, also mehrfach mit je neun Anteilen Wasser verdünnen und dann verschütteln.

Als homöopathische Zubereitungen kann man das Vergissmeinnicht auch in niedrigen Potenzen (D2 oder D3) kaufen.

Homöopathisch wird das Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis) gegen Lymphknotenschwellungen und allgemeine Erkältungsneigung angewendet.

Innerlich

Vergissmeinnicht kann man innerlich, als Tee zur Stärkung nach schweren Erkrankungen einsetzen.

Ausserdem hilft Vergissmeinnicht gegen Durchfall und Entzündung des Verdauungssystems.

Äusserlich

Äusserlich kann man Vergissmeinnicht-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden.

Mit dieser Art der Anwendung kann man Hautentzündungen lindern.

Vergissmeinnicht hilft äusserlich eingesetzt auch gegen Quetschungen.

Der frische Pflanzensaft wurde früher verwendet, um Nasenbluten zu stoppen.


Produkttipps:


Symbolisch

Das Vergissmeinnicht spielt eine wichtige Rolle in der Blumensprache.

Schon der Name "Vergissmeinnicht" sagt ganz deutlich, was diese hellblaue Blume zu bedeuten hat:

Vergiss mich nicht.




Pflanzenbeschreibung

Vergissmeinnicht

Es gibt mehr als hundert verschiedene Arten der Gattung Vergissmeinnicht. Die meisten haben kleine, hellblaue Blüten, die in Büscheln wachsen. Hier werden die häufigen Arten Wald-, Acker und Sumpfvergissmeinnicht beschrieben, die sich bis auf den Standort ziemlich ähnlich sind.

Die Vergissmeinnicht-Arten sind fast weltweit heimisch, ausser in Amerika, wo sie nur kultiviert vorkommen.

Je nach Art ist das Vergissmeinnicht einjährig (Ackervergissmeinnicht), zweijährig (Waldvergissmeinnicht) oder mehrjährig (Sumpfvergissmeinnicht).

Es wird bis zu 30 cm hoch.

Im Frühjahr wachsen zunächst lanzettliche, behaarte Blätter. Die Blätter sind weich und hellgrün. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette.

Die hellblauen Blüten erscheinen zwischen April und August.

Sie haben fünf Blütenblätter mit einer weiss-gelben Mitte und wachsen in Büscheln.


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