Wald-Ruhrkraut(Gnaphalium sylvaticum L.)
Es gehört zur großen Familie der Ruhrkräuter und kommt in ganz Europa vor. Es mag kalkarmen und sandigen Boden, zeigt saure Böden an. Früher wurde Wald-Ruhrkraut gegen Durchfälle und Ruhr eingesetzt, später mehr gegen Atemwegsprobleme. Es spielt aber in der Pflanzenheilkunde kaum noch eine Rolle, dafür findet man es mehr in Steingärten als Zierpflanze.
Steckbrief
Anwendung
Tee1 Teelöffel Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen helfen gegen Durchfall und Katarrh.UmschlägeUmschläge mit starkem Tee (2 Teelöffel) helfen gegen Hautkrankheiten und entzündete Wunden.
GeschichtlichesEine eher selten genutzte Heilpflanze, vor allem gegen Katarrh und entzündliche Wunden eingesetzt.Wurde zeitweise gegen Durchfall und Ruhr eingesetzt. Heute fast nur noch Zierpflanze.
Pflanzenbeschreibung
Das Wald-Ruhrkraut ist in Europa heimisch.
Es wächst bevorzugt an Waldwegen, Kahlschlägen und Magerrasen. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 40 Zentimeter hoch. Die Blätter sind lanzettlich und 20 - 60 mm lang und 3-4 mm breit. Die Blätter sind auf der Unterzeite filzig und auf der Oberseite kahl. Die kleinen Röhren-Blüten erscheinen zwischen Juli und September.
Aus den bräunlich-weißen Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.
AnbautippsIm Frühling direkt ins Freiland aussäen.Der Boden sollte sandig, kalkarm und eher sauer sein. Der Standort sollte halbschattig sein.
SammeltippsDas oberirdische Kraut ernten, bündeln und an einem luftigen schattigen Ort trocknen.Man kann das blühende und nicht blühende Kraut ernten.
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