Zistrose


  


Die Familie der Zistrosen, die im Mittelmeer heimisch ist, wurde schon seit Jahrtausenden in der dortigen Volksheilkunde eingesetzt.

Selbst die Bibel berichtet unter dem Namen Myrrhe vom Harz der Zistrose.

In Mitteleuropa ist die Heilwirkung der Zistrose weitgehend unbekannt, wird in den letzten Jahren aber nach und nach entdeckt und immer beliebter.

Das Harz in den Blättern der Zistrose wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze und gilt als Radikalenfänger. Das Immunsystem kann möglicherweise gestärkt werden.


Steckbrief

Heilwirkung:
antibakteriell,
antiviral,
antioxidativ,
pilzhemmend (fungizid),
entzündungshemmend,
schleimlösend,
anregend,
tonisierend,
Immunsystem stärkend,
Neutralisiert freie Radikale,
Menstruations fördernd,
Husten,
Durchfall,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Allergien,
Hautprobleme,
Ekzeme,
Geschwüre,
Dekubitus (Wundliegen),
Mundgeruch,
wissenschaftlicher Name:
Cistus incanus, Cistus creticus, Cistus villosus creticus, Cistus ladanifer
Pflanzenfamilie:
Zistrosengewächse = Cistaceae
englischer Name:
Rock Rose
volkstümlicher Name:
Ladan
Verwendete Pflanzenteile:
Kraut
Inhaltsstoffe:
Labdanum (Ladanum), Polyphenole, Harz, ätherische Öle, Borneol, Zineol, Eugenol, Ledol, Limonen, Phenol
Sammelzeit:
Mai bis Juni
Fotos von der Zistrose


Video

In diesem Video erzähle ich von meiner Pflanzensuche am Ende der Welt in Portugal. Dort entdecke ich unter anderem die Zistrose.

Dauer: 7 Min 38 Sek


Bei Youtube anschauen


Anwendung


Innerlich

Die Blätter und Zweige der Zistrose kann man als Tee trinken.

Der Tee kann möglicherweise gegen Infektionskrankheiten, vielleicht auch bei Allergien und Hautproblemen helfen.

Äußerlich

Gegen vielerlei Hautprobleme kann man eine Zistrosen-Abkochung auch äusserlich als Waschung, Bad oder Umschlag einsetzen.

Andere Anwendungen

Das Harz der Zistrose namens Ladanum kann man auch zum Räuchern verwenden.

Als Bachblüte "Rock Rose" steht eine Verwandte der Zistrose für die Bewältigung von Panik.


Produkttipps:


Geschichtliches


Im Mittelmeerraum wird die Zistrose schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze verwendet. Sie stellt dort auch einen wesentlichen Teil der Vegetation dar, vor allem in Macchia-Gebieten.

Beliebt war die Zistrose auch schon im alten Ägypten, wo das Harz zum Räuchern und als Schönheits- und Heilmittel verwendet wurde.

Zur Gewinnung des Harzes wurden früher Ziegen zwischen Zistrose-Pflanzen durchgetrieben. An den Haaren des Fells blieb das Harz kleben. Das Fell wurde dann gestutzt und die Haare ausgekocht. Im abgekühlten Wasser fand sich dann das Harz.

Wenn das Fell nicht geschnitten werden sollte, wurde das Harz stattdessen herausgekämmt.



Pflanzenbeschreibung


Die Zistrose ist im Mittelmeerraum heimisch, vor allem in Griechenland. Die strauchartige Pflanze bevorzugt sandige Plätze bei voller Sonne und braucht nicht viel Nährstoffe.

Die Zistrose wird etwa einen Meter hoch.

Die eiförmigen bis lanzettlichen, immergrünen Blätter scheiden an ihren feinen Haaren ein Harz aus. Dieses Harz wird auch Ladanum genannt und entspricht wohl der Myrrhe der Bibel. An heissen Sommertagen wird besonders viel Harz gebildet, sodass man die Pflanze schon beim Vorbeigehen riechen kann.

Die Blüten der Cistus incanus sind violett mit einem orangefarbenen Zentrum, andere Cistus-Arten haben weiss-dunktelrote Blüten. Die Blütenblätter sehen etwas zerknautscht aus, wie ungebügelt.

Im Mittelmeerraum blüht sie im zeitigen Frühjahr, in mitteleuropäischen Gärten eher ab Ende Mai bis Juni.

Mehr Fotos von der Zistrose ...


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