Basilikum-Vermehrung


Natürlich kann man Basilikum ausäen, um selbstgezogene Pflanzen zu haben. Oder man kauft eine Pflanze im Supermarkt, verbraucht sie und kauft kurze Zeit später die nächste Pflanze.

Das erste dauert relativ lange bis zur ersten Ernte, das zweite macht einen abhängig von den Angeboten in Läden.

Hier stellen wir eine weitere Möglichkeit vor, bei der man sofort ernten kann und reichlich Basilikum für den ganzen Sommer hat.

Es geht um die wundersame Vervierfachung einer Basilikum-Pflanze.

Dazu braucht man eine gekaufte Basilikum-Pflanze, eine billige aus dem Supermarkt ist gut geeignet. Ausserdem braucht man vier Blumentöpfe und etwas Pflanzenerde und am besten noch eine Handvoll Sand.

23. Mai

Hier sieht man die gekaufte Basilikum-Pflanze.

Wie man deutlich erkennen kann, wachsen mehr Pflanzen als der Topf fassen kann.

Die kleinen Pflänzchen, die unten noch auf bessere Zeiten warten, haben kaum eine Chance, sich je zu entfalten.

Wichtig! Die Stengel sollten hellgrün und nicht dunkel (schwarz oder braun) eingefärbt sein, denn dunkle Stellen deuten auf einen Pilz hin, durch den die Pflanzen recht schnell dahinwelken.

Wenn man die Pflanzen nur essen will, macht das nichts aus, aber für die dauerhafte Vermehrung eignen sie sich dann nicht mehr.

Zuerst werden die oberen Triebspitzen der gekauften Pflanze geerntet.

Das dient in erster Linie der besseren Vergrösserung der Pflanzen und nur am Rande dem Genuss. Ausserdem reduziert sich durch die Kappung der Triebspitzen der Wasserbedarf in der empfindlichen Anfangsphase nach der Vervierfachung.

Wenn man nämlich die obersten vier Blätter kappt, haben die kleinen Seitentriebe in den Blattachseln der darunterliegenden Blätter die Chance zu echten Trieben auszuwachsen.

Aus einem Stengel werden dann zwei, bei der nächsten Ernte werden es vier und so weiter, bis aus einer einzelnen Pflanze ein ganzer Busch geworden ist.

Man sollte beim Basilikum prinzipiell anstelle von Einzelblättern immer die ganzen Triebspitzen ernten, damit diese Vergrösserung möglich ist.

Dann werden die Blumentöpfe vorbereitet. Tontöpfe eignen sich für diesen Zweck besser als Plastiktöpfe, weil sie besser mit sommerlichen Temperaturen klarkommen.

Wenn vorhanden, unten einen Stein reinlegen und dann mit guter Blumenerde füllen.

Am besten wird die Blumenerde mit etwas Sand vermischt, aber es funktioniert auch ohne Sand.

Als nächstes wird die Basilikum-Pflanze aus dem Topf geholt.
Der Erdballen wird mit den Händen vorsichtig in zwei Teile zerteilt.
Die zwei Teile werden jeweils noch einmal geteilt.
Anschliessend werden die vier Basilikum-Pflanzen in die vorbereiteten Töpfe gesetzt.

Gut angiessen und an einen warmen und geschützten Platz stellen.

Zuerst sehen die vier Teilpflanzen arg kläglich aus.

Geben wir ihnen ein paar Tage Zeit, um sich von den Strapazen zu erholen.

4. Juni

Nach gut zehn Tagen stehen die Pflanzen schon recht gut da.

Hier die eine Zweiergruppe.

Und hier die andere Zweiergruppe.

Vereinzelt kann man schon hier und da ein paar Spitzen ernten.

14. Juni

Inzwischen sind die Pflanzen richtig üppig geworden.

Wir ernten auch schon regelmässig.

Hier sieht man deutlich, wie sich die "Zwillingstriebe" entwickeln.

22. Juni

Noch grösser sind die Pflanzen geworden und das obwohl wir täglich zwei bis drei Triebspitzen davon ernten.

Man könnte fast sagen: Je mehr man erntet, desto grösser werden die Pflanzen.

Aber das stimmt natürlich nicht ganz. Bis zu einer bestimmten Erntemenge trifft das zu, denn wenn man immer wieder die Triebspitzen kappt, sobald sie gross genug sind, wird der Basilikum immer buschiger. Wenn man jedoch mehr erntet als der Basilikum nachwachsen kann, wird er natürlich nicht grösser sondern kleiner.

Hier sieht man einen Doppeltrieb, der auf beiden Seiten schon wieder gekappt wurde.

Die neuen Triebspitzen sind deutlich sichtbar.

Und hier kann man erkennen, wie die verdoppelten Triebe in die Höhe wachsen.

Siehe auch:



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